Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Michelmann Wir haben soeben den Befund des zweiten Spermiozytogramms meines Mannes erhalten. Nun sind wir leicht verwirrt. Laut FA ist nur eine Schwangerschaft mit künstlicher Befruchtung möglich, der Androloge hingegen ist der Meinung, das es durchaus auch so klappen könnte. Gerne hätten wir nun auch Ihre Meinung gewusst. Wir befinden uns jetzt im 20ÜZ (mit Basalmessung). Meinerseits steht einer Schwangerschaft nichts im Wege. Die Werte sind folgendermassen: Volumen: 2.0 ph:7.5 Farbe: normal Viskosität: normal Zahl: 4.3 Gesamtzahl: 8.6 Rundzellen: 6.3 Leukozyten: 0.3 Motilität: schnell progressiv: 0 langsam progressiv: 11 lokal: 78 immotil: 91 Eosintest: 0 Agglutinationen: 0 MAR-Test lgG: 0 MAR-Test lgA: 3 Morphologie: Normalformen: 6 Kopfdefekte: 94 Mittelstückdefekte: 49 Schwanzdefekte: 25 Zytoplamatropfen: 0 Gesamtdefekte: 168 Teratozoospermieindex: 1.79 Laut Androloge, gibt es keinen körperlichen Grund für diese Befunde. Hat es überhaupt noch einen Sinn, es auf normalem Wege zu versuchen? Besten Dank im voraus und freundliche Grüsse, Anna
Hallo Anna, ich stimme ihrem FA zu und kann mir nicht erklären, wie der Androloge zu solch einer Aussage kommt. Er müsste wenigstens die Mindestkriterien kennen, die die WHO für ein normales Spermiogramm erhebt. Das sind mindestens 2ml Volumen, 20 Mio/ml (bei ihrem Mann sind es 4,3), 40 Mio Gesamtzahl (8,6 bei ihrem Mann). Die progressive Motilität 25% (11% bei ihrem Mann), Normalformen 15% (6% bei ihrem Mann) usw. usw. Sie sehen, dass das Spermiogramm ihres Mannes immer weit unter den Mindestanforderungen liegt. Ich würde an ihrer Stelle keine Zeit mehr mit dem Probieren vergeuden sondern professionelle Hilfe in einem Kinderwunschzentrum suchen. Lassen sie sich in solch einem Zentrum beraten. Dort wird man ihnen wahrscheinlich sagen, dass nur die ICSI Erfolg verspricht. Viel Glück!
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