Mitglied inaktiv
Guten Tag, Herr Prof. Michelmann, im Juli ließ mein Mann bei einem Urologen ein Spermiogramm anfertigen. Dabei fanden sich nur 4 Mio. Spermien und zwei Wochen später 6 Mio. bei guter Beweglichkeit. Sie rieten mir damals, ein KIWU-Zentrum aufzusuchen. Dies haben wir gemacht. Der behandelnde Arzt bestand auf ein neues, viel detaillierteres Spermiogramm (September nach unserem Urlaub). Und siehe da: Zur Überraschung selbst des Arztes fanden sich plötzlich 21 Mio. Spermien und eine Infektion. Meine Fragen: 1) Kann die Spermienanzahl wirklich so schwanken? Könnte es in dem KIWU-Zentrum ggf. zu einer Verwechslung gekommen sein? 2) Wie lange kann die Infektion schon bestanden haben und warum ist davon im Befundbericht des Urologen nicht die Rede? 3) Mein Mann nimmt nun cotrim forte ratiopharm ein. Welche Chancen haben wir Ihrer Einschätzung nach, dass sich doch noch alles "normalisiert"? Vielen Dank für Ihre Antwort
Hallo Andrea, es ist eine Tatsache, dass die Spermiogrammbefunde eines Mannes sehr stark schwanken können. Daher ist es schon möglich, dass die unterschiedlichen Werte ihres Mannes tatsächlich den Tatsachen entsprechen. Eine Verwechselung ist kaum denkbar. Infektionen können spontan auftreten. Entweder war sie bei ihrem Mann zum Zeitpunkt der Untersuchung beim Urologen noch nicht vorhanden oder aber der Urologe hat gar keine bakteriologische Untersuchung veranlasst. Das KiWu-Zentrum wird sicher nach Beendigung der Infektionsbehandlung ein Kontrollspermiogramm durchführen. Dabei wird nicht nur festgestellt, ob die Infektion noch besteht sondern es werden auch nochmal sämtliche Spermiogrammparameter erfasst. Dann wird sich zeigen, ob die Spermatozoenzahl konstant im normalen Bereich geblieben ist. Danach wird dann entschieden, welche Behandlung für sie optimal ist. Viel Erfolg!
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