LiLa
Guten Tag, ich hätte eine Frage bezüglich dem Einsetzen einer Blastozyste nach der Biopsie der Gebärmutter Schleimhaut. Diese soll am 4. Zyklustag erfolgen - können wir im gleichen Zyklus unsere gefrorene Blastozyste einsetzen?
Die Antwort hängt davon ab, aus welchem Grund und auf welche Weise die Biopsie der Gebärmutterschleimhaut durchgeführt wird. Ich erkläre es Ihnen gerne anhand der häufigsten Konstellationen: 1. Biopsie im Rahmen eines ERA-Tests (Endometrial Receptivity Array): Ziel: Ermittlung des optimalen Zeitpunkts für den Embryotransfer. Zyklusablauf: Es handelt sich dabei um einen simulierten Transferzyklus (z. B. mit Progesteron) – die Biopsie ist hier der „Transferersatz“. Antwort: ❌ Kein Transfer im selben Zyklus möglich, weil die Schleimhaut durch die Biopsie nicht mehr empfängnisbereit ist. 2. Biopsie zur histologischen Untersuchung (z. B. bei Verdacht auf chronische Endometritis): Zyklus: Meist im natürlichen oder leicht unterstützten Zyklus, typischerweise nicht für Transfer vorgesehen. Antwort: ❌ Auch hier sollte im Biopsiezyklus kein Transfer erfolgen, da die Schleimhaut durch die Entnahme verletzt wurde und sich erst regenerieren muss. 3. Diagnostische Biopsie (z. B. zur Analyse von Plasma- oder Immunzellmarkern): Wenn nur eine minimale Probenentnahme erfolgt und keine nennenswerte Störung der Schleimhautstruktur zu erwarten ist, könnte ein Transfer theoretisch möglich sein – aber: Empfehlung: ✔️ Meist wird dennoch ein Transfer im nächsten Zyklus angeraten, um optimale Bedingungen zu gewährleisten. Fazit: Ein Embryotransfer im gleichen Zyklus wie die Schleimhautbiopsie ist in der Regel nicht sinnvoll oder medizinisch empfohlen, da die Biopsie die Rezeptivität der Schleimhaut beeinträchtigen kann. Standardmäßig erfolgt der Transfer im darauffolgenden Zyklus, sobald sich die Schleimhaut vollständig regeneriert hat. Wenn Sie mir sagen, welche Art von Biopsie geplant ist (ERA, EMMA/ALICE, reine Histologie etc.), kann ich die Empfehlung noch präziser auf Ihren Fall zuschneiden.
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