Mitglied inaktiv
Hallo! Bei mir wurde bei einer BS eine Kapselfibrose der Eierstöcke diagnostiziert. Ist diese Verdickung der Tunica albuginea medikamentös behandelbar? Viele Grüße Lara
Dr. Birgit Müller
Hallo Lara, vermutlich haben Sie ein PCO-Syndrom, also eine Hormonstörung, die mit der von Ihnen beschriebenen Fibrose der Eierstöcke einhergehen kann. Ich empfehle Ihnen die Durchführung einer Hormonanalyse. Bei bestehendem Kinderwunsch muß man evtl. eine Hormonbehandlung bei Ihnen durchführen, ansonsten ist die Einnahme einer Pille mit antiandrogener Wirkung bis zum Eintreten des Kinderwunsches sinnvoll. Besprechen Sie dies am besten mit Ihrem FA. Theoretisch kann man die Eierstock-Kapsel auch "sticheln", ist allerdings ein operativer Eingriff und nicht unumstritten. Außerdem ist fraglich, wie lange die Wirkung anhält (der KiWu sollte nach einer solchen Behandlung zügig verwirklicht werden). Liebe Grüße Dr. B. Müller
Mitglied inaktiv
Hallo Fr. Dr. Müller, vielen Dank für Ihre mail. Eine Hormonanalyse wurde bereits durchgeführt, bis auf leicht erhöhtes Testosteron ist alles im Normbereich. Es wurden auch schon 2 IVF durchgeführt, leider negativ. Nun möchte ich einfach wissen ob es eine alternative Behandlungsmöglichkeit zur IVF gibt.Habe auch schon gehört das Dexamethason die Tunica weicher machen kann.Stimmt das? Und bewirkt Metformin das selbe? Vielen Dank für Ihre Bemühungen. Viele Grüße Lara
Dr. Birgit Müller
Hallo Lara, das leicht erhöhte Testosteron läßt sich mit dem vermuteten PCO-Syndrom vereinbaren. Dexamethason hemmt die Bildung männlicher Hormone, bes. in der Nebennierenrinde, dadurch kann man möglicherweise indirekt eine "erweichende" Wirkung auf die Tunica ableiten. Metformin darf nur bei Frauen mit PCO u n d nachgewiesener Insulinresistenz bzw. latentem Diabetes mellitus verordnet werden (also nach Durchführung eines sog. oralen Glucosetoleranztests); dann kann sich die Chance auf eine SS tatsächlich erhöhen (Metformin in Deutschland für diese Indikation noch nicht zugelassen, nur im Rahmen von wissenschaftlichen Studien). Ich kann Ihnen also derzeit nur zu einer weiteren IVF raten. Liebe Grüße Dr. B. Müller
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