friend112
Sehr geehrte Frau Dr. Czeromin, nach einer Fehlgeburt und 1,5 Jahren "üben" sind wir nun in einer Kinderwunschpraxis gelandet und dies ist der erste Zyklus der mit Medikamenten begleitet wird. Ich habe anscheinend eine Gelbkörperschwäche und hatte in der letzten Zeit immer kürzere Hochlagen und immer öfter Schmierblutungen. In diesem Zyklus war ich am ZT 14 zum Ultraschall und es war links ein 17mm-Follikel zu sehen. Also bekam ich für diesen Zyklus Brevactid zum auslösen des ES und Utrogest verschrieben. Einige Stunden nach der Untersuchung begann ich zu bluten, hab mir aber zunächst keine Gedanken gemacht, weil ich davon ausging, dass es einfach eine sehr kleine Verletzung sei, die durch die innerliche Untersuchung ausgelöst wurde. Am nächsten Tag wurde die Blutung jedoch stärker. Ich rief in der Praxis an, aber man sagte mir, dass ich trotzdem einfach den ES auslösen und nach ca. 36 Stunden GV haben sollte, da es sich ziemlich sicher um eine Blutung durch die bevorstehende Ovulation handeln würde. Am nächsten Tag war die Blutung weg und wir haben es gemacht wie mit dem Arzt abgesprochen. Am darauffolgenden Tag war die Blutung jedoch wieder da und blieb auch zwei Tage. Das waren die ZT 17 und 18. Am ZT 19 begann ich zweimal täglich Utrogest zu nehmen um Schmierblutungen vorzubeugen. Heute bin ich am ZT 22 und ich blute schon wieder. Vergessen habe ich keine Einnahme. Ich frage mich, ob ich mir Gedanken machen muss oder mal in der Praxis anrufen sollte, oder ob ich mir zu viele Gedanken mache und unnötig besorgt bin. Über eine Antwort würde ich mich freuen. Mit freundlichen Grüßen Jennifer
Ziel jeder Hormobtherapie ist eine gescheite Eizellreifung, ein Zyklus mit Eisprung und eine stabile Gelbkörperphase ohne Blutung (!), um die Einnistungsbedingungen möglichst gut zu gestalten. Ein SS Eintritt in diesem Zyklus ist also eher unwahrscheinlich. Bitte dokumentieren Sie Ihre Blutungen für Ihren KiWu Arzt so genau wie in dieser Anfrage - damit die Bedingungen im nächsten Zyklus besser werden! Manchmal sind Blutungen keine Folge eines Hormonmangels, sondern Folge von z.B. Polypen in der Gebärmutterhöhle, dann wäre z. B. eine Gebärmutterspiegelung mit Entfernung der Polypen sinnvoll. MFG Ute Czeromin
friend112
PS: Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich dabei auch Menstruationsartige Schmerzen habe. Heute ist die Blutung immer noch da, die Temperatur scheint, wenn bis jetzt auch nur leicht, zu sinken. Ich habe fast den Eindruck, das Utrogest sei nicht stark genug für mich. Kann es sein, dass die Dosierung für mich zu niedrig ist, weil ich übergewichtig bin? Also quasi zu viel Masse für die Menge Medikament mitbringe? Einen ES habe ich übrigens trotzdem in den letzten zwei Jahren jedes mal gehabt. So lange führe ich schon die Temperaturkurve. LG Jenni
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