Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Dr. med. Klaus Bühler:

Downregulation und Mehrlingswahrscheinlichkeit

Frage: Downregulation und Mehrlingswahrscheinlichkeit

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Sehr geehrter Herr Dr. Bühler, wir haben bereits ein Kind; nachdem wir seit zwei Jahren erfolglos versuchen, das zweite zu bekommen und nach einer (meiner zweiten) Eileiterschwangerschaft im April dieses Jahres, bei der der Eileiter entnommen werden musste, haben wir uns zur IVF entschlossen. Ich habe zwei Fragen: 1) In diesem Zyklus beginnt die Downregulation (am 20. Tag); was ist, wenn ich in diesem Zyklus spontan schwanger werde, haben die Hormone der Downregulation Einfluss auf die Schwangerschaft? 2) Wir überlegen noch, wieviele befruchtete Eizellen ich mir einsetzen lassen würde. Ich wüsste sehr gerne, wie hoch die Wahrscheinlichkeit einer Zwillingsschwangerschaft ist bei zwei transferierten Embryonen. Wir sind beide 39, deshalb rät uns der behandelnde Arzt, mehr als eins zu transferieren.


Dr. Klaus Bühler

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... die ein Kind haben will, den gleichen moralisch-ethischen MAßstab anlegen, wie an die Frau, die aus Gründen, die kein anderer in der Lage ist zu be- oder zu Liebe Carlina, wenn beide EL zu sind, sollte eine EL-SS ausgeschlossen sein. Falls doch SS, bliebe ggf. die Blutung aus. Von den GnRH-Agonisten ist sogar berichtet, daß si die Früh-SS unterstützen, weil sie die hCG-Synthese anregen, im Gegensatz zu den GnRH-Antagonisten. Es sollte dann nur Progesteron zusätzlich zugeführt werden. Zu Ihrer 2. Frage, kann ich nur sagen, daß Voraussagen schwierig sind, insbesondere, wenn sie die Zukunft betreffen. Sicher ist mit 39J das Risiko geringer; es hängt aber auch von der Gesamt-Situation ab: Wieviel EZ reifen; wieviele Zeigen das Vorkern-Stadium, d.h. reagieren mit den Spermien. Ganz sicher ist, daß selbst bei vielen überzähligen, unter den in Deutschland leider herrschenden rechtlichen Bedingen der Einer-Transfer deutlich geringere SS-Chancen bietet. Wir alle, Reproduktionsmediziner, wollten gerne so handeln wie z.B. in Schweden oder Belgien. Doch dazu müßten unsere Politiker die ganze Sache erst besser verstehen wollen, und an eine Frau, die ein Kind haben will, den gleichen moralisch-ethischen MAßstab anlegen, wie an die Frau, die aus Gründen, die kein anderer in der Lage ist zu be- oder zu verurteilen, die die schon entstandene SS nicht austragen kann. Vielleicht sollte erst am Tag nach der Punktion letztlich entschieden werden. Gruß und Mut KB


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