Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Dr. med. Birgit Müller:

chronische Anovulation

Frage: chronische Anovulation

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Guten Tag, unser erster Sohn ist ein absoluter Glückstreffer und jetzt 9 Mon. alt. Mir haben alle Aerzte prophezeit, dass ich ohne Hilfe nicht natürlich schwanger werden könnte (Anovulationen, Oligomenorrhoe und leichte PCO-Zeichen). Wir wünschen uns noch ein zweites Kind und leider findet bei mir wieder kein Eisprung statt. Ich messe seit einem halben Jahr Temperatur und beurteile Schleim und Muttermund. Hormone alle im Normalbereich, jedoch keinen LH-Peak. Mein FA hat mir Clomifen-Therapie vorgeschlagen und ich möchte jetzt gern wissen, welche Chance ich dabei habe und wann die Temperatur bei einem Eisprung ansteigen würde und ob sich der Zervixschleim auch so verändern sollte, wie beim Eisprung in einem natürlichen Zyklus? Da ich ja nur sehr selten eine Menstruation habe, wann müsste ich denn mit diesen Tabletten beginnen? Irgendwann im Zyklus, dann wäre doch meine Gebärmutter gar nicht auf eine SS vorbereitet?! Vielen Dank für Ihre Antworten und liebe Grüsse!


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Hallo, bevor ich auf Ihre Frage antworte, möchte ich Sie bitten, meine Antwort auf Claudias Frage (direkt unter Ihrer) zu lesen. Nun zu Ihrem Anliegen: Clomifen nimmt man vom 5.-9. ZT ein. Wenn zuvor die Periode länger als 3 Monate ausbleibt, kann der FA (nach Ausschluß einer Schwangerschaft) Tabletten verordnen, die eine Periodenblutung auslösen. Der erste Blutungstag wäre dann der 1. ZT. Zwischen dem 10. und 12. ZT sollte der FA einen US durchführen, um zu sehen, wie viele Follikel heranreifen und wann am besten der ES (mit einer Spritze hCG) ausgelöst werden sollte (evtl. muß er ein paar Tage später nochmals kontrollieren). Wenn so der optimale Zeitpunkt bestimmt werden kann und es "nur" an Ihrer Zyklusstörung liegt, haben Sie gute Chancen auf eine SS. Allerdings kann der Zervixschleim durch das Clomifen evtl. nicht durchlässig genug sein. Dann würde ich Inseminationen (Einbringen der Spermien in die Gebärmutter mit Katheter) empfehlen, um diese Barriere zu umgehen. Liebe Grüße! Dr. B. Müller


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