Jule199406
Hallo Herr Dr. Matussek, vor einer Woche haben wir nach reiner unauffälligen Schwangerschaft unser Baby zur Welt gebracht. Es ist alles in Ordnung, nur ein paar Kleinigkeiten waren auffällig. Beispielsweise hatte der Kleine zu Beginn eine sehr niedrige Herzfrequenz bei den Untersuchungen im Wachzustand. Zudem ist uns aufgefallen, dass seine kleinen Finger etwas gekrümmt sind. Unser Kinderarzt sagte, das sei eine Klinodaktylie, die in den meisten fällen isoliert auftritt und die Kinder nicht einschränkt. Man könne aber nichts machen. wenn man das googelt, kommen aber eine Reihe an Syndromen, die damit Zusammenhängen. Der Kinderarzt findet unser Baby aber unauffällig und geht nicht davon aus. meine Fragen an Sie: 1) kommt eine Klinodaktylie häufig vor, ohne dass sie mit einem Syndrom zusammenhängt? In unserer Familie ist kein weiterer Fall bekannt. 2) gibt es orthopädische, sinnvolle Behandlungen? Viele Grüße und danke vorab
Liebe Familie, ja, eine Klinodaktylie ("krummer Finger") kommt häufiger vor... Und: Behandlungen hängen doch logischerweise von dem Ausmaß und der Rigidität der Verkrümmung ab: leichte und manuell gut korrigierbare "krumme Finger" stellen kein Sorgenpotential dar. Aber rigide starke Verkrümmungen müssen ggf. getaped, mit Schienen versorgt oder in Einzelfällen sogar operiert werden. Nehmen Sie die Fingerchen vorsichtig in die Hand und dehnen zart: Das zeigt Ihnen , ob Steifheit in der Streckbewegung vorliegt oder ob trotz der krummen Haltung der Finger sich sanft begradigen läßt. In diesem fall ist zunächst nichts zu tun; bei Rigidität müssen Sie zum kinderorthopädischen Fachmann/-Frau. Viele Grüße JM
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