Hallo Herr Dr. Brügel,  Mein Sohn (9) fährt übers Wochenende mit einer befreundeten Familie wandern ins Alpenvorland.  Um einem Zeckenbiss vorzubeugen habe ich nun sogenannte „Zeckenschutzkleidung“ entdeckt und gekauft, die, wenn man in Foren von Jägern etc. liest, auch sehr wirksam ist.  Bei dieser Kleidung ist der Schutz quasi in den Stoff eingearbeitet. Hierbei handelt es sich um den bioziden Wirkstoff Permehtrin, welches ein synthetisches Insektizid und Akarizid, das als Nervengift für Insekten und Spinnentiere wirkt, ist. Hier gib es dann einen „Hot-Foot-Effekt“, und sobald eine Zecke den behandelten Stoff berührt reizt der Wirkstoff die Nerven der Tiere, die Füße der Zecke fühlen sich heiß an und sie lässt sich abfallen. Die Behandlung der Kleidung hält bis zu 70 Wäschen und ist tatsächlich nicht zu riechen.  Hat sich für mich super angehört und deshalb habe ich die Kleidung jetzt auch gekauft, nur stellt sich mir jetzt im Nachhinein die Frage, ob das vielleicht nicht sonderlich gut für die Haut ist und über die Haut Schadstoffe an den Körper abgegeben werden und die Kleidung vielleicht doch nicht getragen werden sollte? Denken Sie anhand der Inhaltsstoffe, dass mein Sohn die Kleidung eher nicht tragen sollte, er hat auch immer relativ empfindliche Haut?  Wenn ich diese Kleidung weglassen würde, würde ich die vorhandene Kleidung mit noBite Kleidung einsprühen, welches auch Permethrin enthält, aber halt nur äußerlich und nicht in den Stoff dann eingearbeitet ist.  FSME geimpft ist er nicht, da wir sehr städtisch wohnen und das bisher nicht so in unserem Fokus war, da er auch noch nie eine Zecke hatte. Bin ich jetzt natürlich am überlegen, aber das nützt ja nur für künftige Ausflüge und nicht mehr für diesen. Ich will ihm jetzt auch den Ausflug nicht mit übermäßigen Sorgen und Ermahnungen verderben, wüsste ihn aber gerne nach momentanen Möglichkeiten am Besten geschützt.  Vielen Dank für Ihre Einschätzung.  Freundliche Grüße Anna