Sehr geehrter Herr Dr. Busse, meine fast 4-Jährige hat sich beim Fahrradfahren verletzt, Schmerzen hatte sie zunächst nur im Unterarm, im Röntgen wurde jedoch nur ein Gelenkerguss im Ellbogen entdeckt. Der Chirurg hat den Ellbogen abgetastet, und meine Tochter hat alle der mindestens 5 "tut das weh?" mit nein beantwortet. Obwohl kein Bruch im Röntgen sichtbar war, wurde der Arm aber vorsorglich so behandelt als wär es einer (Erguss = potentiell sekundärer Frakturnachweis) und sie trägt eine Blount-Schlinge (Ellenbogen in ca 120° Winkel um den Hals fixiert). Sie hat nur eine leichte Schwellung am Ellenbogen entwickelt, Schmerzen nur wenn man diese mit etwas Druck berührt. Sonst ist sie absolut schmerzfrei - schon 1,5 Tage nach dem Unfall macht sie ALLES mit dem betroffen Arm, soweit es die Schlinge zulässt - sie malt sogar (Position sieht dabei etwas unbequem aus aber sie stört weder das aufliegen auf dem Unterarm/Ellenbogen, noch die Bewegungen der Hand). Rotationen, Wegstrecken des Ellbogens vom Körper, heben der Hand soweit es die Schlinge zulässt, alles problemlos. Aber halt unter fixer Beibehaltung des Winkels. Wir haben 6 Tage nach dem Unfall wieder einen Termin zur Kontrolle - auch Röntgen. Es wurden am Unfalltag schon 4 Aufnahmen gemacht. Ich sorge mich sehr wegen unnötiger Strahlenbelastung. Liegt ein Bruch nahe wenn sie schon nach einem Tag schonen keine Schmerzen hat und sie so mühelos alles bewegen kann? Ist ein erneutes Röntgen hierzu wirklich nötig? Es wären dann 6 Aufnahmen innerhalb einer Woche! Könnte man nicht anhand der klinischen Untersuchung nach 6 Tagen einen Bruch ausschließen? Vielen Dank für Ihre Arbeit! Mit freundlichen Grüßen  K.