Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Ralf Brügel:

Nifedipin Einnahme während der Stillzeit

Frage: Nifedipin Einnahme während der Stillzeit

Phoenix12

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Hallo Herr Dr. Brügel, nach der Geburt meines Sohnes habe ich Bluthochdruck bekommen (während der Schwangerschaft war der Blutdruck noch normal). Bei der Entlassung aus der Geburtsklinik wurde mir Nifedipin Al T 20 Retard in der Dosis 1-0-1 verschrieben. Mir wurde versichert, dass das Medikament in der Stillzeit angewendet werden darf. Mein Sohn ist jetzt 7,5 Monate alt und ich habe fast die ganze Zeit voll gestillt! Nun lese ich in der Packungsbeilage: „Während der Stillzeit dürfen Sie Nifedipin AL T 20 retard nicht einnehmen, da der Wirkstoff Nifedipin in die Muttermilch übergeht und keine Erfahrungen über mögliche Auswirkungen auf den Säugling vorliegen. Ist während der Stillzeit eine Behandlung mit Nifedipin AL T 20 retard notwendig, müssen Sie abstillen.“ Im Internet finde ich außerdem folgendes: “(...) Die Nifedipinkonzentration in der Milch ist nahezu vergleichbar mit der Serumkonzentration der Mutter.“, aber auch "Nifedipine passes into breast milk in amounts that are probably too small to be harmful to a nursing infant." Ich mache mir nun große Vorwürfe die Packungsbeilage erst jetzt gelesen zu haben. Was soll ich jetzt tun? Sofort abstillen? Mein Sohn bekommt fast ausschließlich Muttermilch. Ein anderes Medikament gegen zu hohen Blutdruck nehmen? Oder dabei bleiben und mit dem Stillen nach der Einnahme des Medikaments etwas warten? Für eine schnelle Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar! Mit freundlichen Grüßen PS: Ihr Kollege Dr. Busse hatte bereits eine ähnliche Frage beantwortet, allerdings in seiner Antwort von Nitredipin geschrieben, daher frage ich erneut. https://www.rund-ums-baby.de/experten-forum/kinderarzt/stillzeit-und-nitrendipin__306759


Dr. med. Ralf Brügel

Dr. med. Ralf Brügel

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Hallo Phoenix12, Sie können sich entspannen: Sie haben nichts falsch gemacht und Ihr Kind hat keinen Schaden genommen. Das Problem bei Beipackzetteln ist, dass diese inzwischen mehr ein juristisches als ein medizinisches Dokument sind. Der Kollege, der Ihnen Nifedipin verordnet hat, hat genug Erfahrung und hat Sie korrekt beraten. Herzliche Grü0e und ein schönes Wochenende Ralf Brügel


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