Frage im Expertenforum Kinderarzt an Miriam Althoff:

Nahrungsergänzungsmittel

Frage: Nahrungsergänzungsmittel

Mama1179

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Guten Tag, ich möchte mich gern fachärztlich beraten lassen, weil mein Kind (11 Jahre) immer wieder unter Aphten bzw. entzündlichen Stellen im Mund leidet. Die bisherigen Blutwerte waren nach unserem Kenntnisstand unauffällig. Beim Magnesium wurde erwähnt, dass der Wert eher im unteren Bereich liegt, wobei ich inzwischen gehört habe, dass Magnesium im Serum nur begrenzt aussagekräftig sein soll und der intrazelluläre Wert gegebenenfalls relevanter ist. Ich bin mir außerdem nicht sicher, ob bei den letzten Blutuntersuchungen Vitamin B12 überhaupt mitbestimmt wurde, und wollte daher fragen, ob es aus Ihrer Sicht sinnvoll wäre, bestimmte Werte (z. B. Vitamin B12, Eisen/Ferritin, Folsäure, Vitamin D oder andere relevante Parameter) im Zusammenhang mit den wiederkehrenden Aphten noch einmal gezielt zu überprüfen. Zusätzlich würde ich gerne Ihre fachärztliche Einschätzung dazu einholen, ob und welche Nahrungsergänzungsmittel bei einem 11-jährigen Kind grundsätzlich sinnvoll oder gegebenenfalls unterstützend sein könnten (zum Beispiel Omega-3, Vitamin D, Vitamin K2, Vitamin B12 oder Magnesium) — insbesondere im Hinblick auf die wiederkehrenden Aphten. Falls eine Supplementierung sinnvoll sein sollte, würde mich auch interessieren, ob Kombinationspräparate empfehlenswert sind oder ob einzelne Präparate besser dosierbar und geeigneter wären. Vielen Dank für Ihre Einschätzung.


Miriam Althoff

Miriam Althoff

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Hallo Mama, es gibt keine Empfehlungen für Nahrungsergänzungsmittel außer für Vitamin D. Daher ein ganz klares Nein von meiner Seite. Ich halte es auch nicht für sinnvoll, diese ganzen Nährstoffe im Blut zu bestimmen. Auf eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung, am besten auch im Freien, achten. Bzgl. der Aphthen: manche Menschen neigen mehr dazu als andere. So wie andere mehr zu Mittelohrentzündungen, Mandelentzündungen, Bronchitis...neigen. Viele Menschen haben eine gewisse "Schwachstelle". Das einzige, was mir ansonsten noch bzgl. der Aphthen einfällt, ist das sogenannte PFAPA, ein periodisches Fiebersyndrom. Tritt aber in der Regel im Alter von 2-5 Jahren auf und dann geht mit den Aphthen eben auch Fieber und weitere Symptome einher und das ca. alle 3-6 Wochen. Klingt bei Ihrem Kind ja aber nicht so.  Viele Grüße!


Mama1179

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vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Ich wollte noch einmal nachfragen, wie die empfohlene Dosierung von Vitamin D bei einem elfjährigen Jungen aussehen würde bzw. welche Dosierung Sie in seinem Fall für sinnvoll halten. Außerdem würde mich interessieren, ob Vitamin D idealerweise in Kombination mit Vitamin K2 gegeben werden sollte oder ob eine alleinige Gabe ausreicht. Bezüglich der Aphten möchte ich noch ergänzen, dass diese zwar manchmal im Zusammenhang mit Infekten auftreten, aber auch unabhängig davon vorkommen. Sie treten zudem nicht zwingend in Verbindung mit Fieber auf, sodass der Zusammenhang mit fieberhaften Infekten aus meiner Sicht nicht immer gegeben ist. Vielen Dank für Ihre Einschätzung. Mit freundlichen Grüßen


Miriam Althoff

Miriam Althoff

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Es gibt (noch) keine offiziellen Empfehlungen für die Substitution von Vitamin D außer für Säuglinge und ältere Menschen. Es wird untersucht, ob eine Gabe für alle in den Wintermonaten sinnvoll sein kann. Aktuell gibt es diese Empfehlung aber wie gesagt noch nicht. Wenn dann reines Vitamin D ohne K2. Jetzt gehen wir ja aber erstmal auf den Sommer zu und sind hoffentlich entsprechend viel draußen :-) im Winter könnte man sonst ggf. Vitamin D im Blut beim Kinderarzt bestimmen lassen und dann ggf. substituieren. Bzgl. der Aphthen würde ich wie gesagt denken, dass er leider einfach eine gewisse Neigung dazu hat. Vielleicht hat der Zahnarzt noch eine vorbeugende Idee, z.B. durch regelmäßige Mundspülungen oder etwas in der Art. Mundhygiene und Ernährung spielen bei dem Thema sicherlich auch eine gewisse Rolle.  Viele Grüße!


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