Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Dr. Busse, ich habe bitte 2 Fragen: 1. ist eigentlich eine Mittelohrentzündung ansteckend? 2. Meine Tochter (20 Mon.) war mit Verdacht auf eine Mittelohrentzündung in der Notfallambulanz. Dort sagte man uns, dass man nichts sehen könne, da Ohrschmalz die Sicht verdecken würde. Dieser würde wie ein Stein festsitzen. Sobald es ihr besser gehe, müsse man eine Ohrspülung machen. Bis dahin hat man ihr AB verschrieben. Muss eine Ohrspülung wirklich gemacht werden? Vielen Dank für Ihre Antwort.
Liebe G., ansteckend ist der Luftwegsinfekt, der meistens einer Mittelohrentzündung vorausgeht. Festsitzendes Ohrenschmalz muss auf jeden Fall der HNO-Arzt entfernen, denn so ist ja das Hören auch behindert. Alles Gute!
Mitglied inaktiv
Hallo, ich denke, Du solltest zu einem HNO-Arzt gehen. Der kann den Ohrenschmalz mit einem speziellen schmalen "Werkzeug" herausangeln. Sowohl Kinderärzte als auch Notambulanzen haben meisten zu große Geräte, der HNO-Arzt ist da besser ausgestattet. Wenn der Ohrenschmalz weg ist, kann man auch das Trommelfell sehen und beurteilen, ob es einen "richtige" Mittelohrentzündung ist. Die Mittelohrentzündung selbst ist, soweit ich weiß, nicht ansteckend, wohl aber der Infekt, der diese ausgelöst hat. Fall allerdings Sekret aus dem Ohr herausläuft, ist Vorsicht geboten. Das ist hochansteckend. Aber dafür müßte das Trommelfell geplatzt sein, und das war/ist hoffentlich nicht der Fall! Gute Besserung und viele Grüße Kerstin
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