Gabi297
Hallo Herr Dr. Busse, mein Sohn (16 Wochen alt) leidet wohl an einer Unverträglichkeit, es wird eine Kuhmilchunverträglichkeit vermutet. Ich stille voll, es gibt also keine Flaschenmilch. Aufgefallen ist mir das durch regelmäßigen Blut im Stuhl. Er hat oft auch schleimigen Stuhl und zwischendurch Probleme mit Ekzemen im Gesicht. Das erste Mal ist mir das Blut im Stuhl nach der Impfung aufgefallen (Rota Viren, 6 Fach Impfung, Pneumokokken und das letzte weiß ich nicht mehr). Die Impfung ist aber bald 2 Monate her. Meine Hebamme sagte, das kann an der Impfung liegen, aber dass es sich so lange zieht? jedenfalls habe ich bei der U4 vor über 2 Wochen das Thema mit dem Blut angesprochen und der Arzt sagte, es könnte eine Kuhmilchunverträglichkeit sein und ich soll alle Milchprodukte weglassen. Das tue ich auch strengstens seitdem und greife auf Vegane Alternativen zurück. Allerdings ist in 95% jeglicher Produkte der hinweis aufgedruckt, dass Spuren von Milch enthalten sein könnten. Auch auf den Veganen Produkten. Ich habe hin und wieder Produkte mit dem Hinweis gegessen, da ich an der Ernährung verzweifle und nicht weiß, was ich überhaupt noch essen darf. Der Stuhl meines Sohnes hat allerdings weiterhin ganz kleine blutpünktchen und ist oft schleimig und flüssig. Ich habe zudem das Gefühl, er könnte auf Soja reagieren oder auf etwas ganz anderes. Ich bin total verzweifelt mit diesem Thema und habe jedesmal Angst die Windel zu öffnen und da wieder Blut zu sehen. Ist es möglich, dass die Symptome länger brauchen um abzuklingen? Und muss man strengstens auf Spuren von Milch verzichten? Wie soll ich mich denn dann ernähren, wenn so gut wie überall Spuren enthalten sein können? Ist das überhaupt eine Kuhmilchunverträglichkeit oder könnte es was anderes sein? ich bedanke mich schon für Ihre Antwort! Viele grüße
Liebe G., da kopiere ich mal eine Antwort meines Kollegen und Magen-Darm-Spezialisten Dr.Enninger aus seinem Forum: "Die Erkrankung heißt FPIAP und das zeigt, dass es Nahrungsmitteleiweiße als Auslöser sein können und dass es nicht immer Kuhmilch ist. Geduld ist das Wichtigste. Es bringt wenig sich das Hirn zu zerbrechen, ob nun Nahrungsmittel XY die Ursache für Blut im Stuhl gestern oder vorgestern war. Achten Sie als stillende Mutter auf eine ausgewogene Kost und vermeiden Sie weiter Ausschlussdiäten. Die Zeit spielt für Sie und Ihr Kind und meist verschwindet alles, sobald Ihr Kind Beikost bekommt. Da rate ich immer dazu es im Zweifel früher (nicht später, wie Viele aus Angst es tun) zu beginnen. Kinder mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen sind schwer krank und das ist Ihr Kind ja offenbar nicht. . Geduld, eher früh Beikost einführen und Ihr klinisch gesundes Kind betrachten und nicht so sehr jede Windel." Ich hoffe, dass das Ihr Leben deutlich erleichtert! Alles Gute!
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