Kundl
Sehr geehrter Herr Dr. Busse Wir machen gerade Urlaub in Südtirol. Gestern waren wir mit unseren drei Kindern (Zwillinge 3 J und 1 J) im Wald. Wir genossen diese Zeit und den Kindern hat es mächtig gefallen. Zu diesem Zeitpunkt haben wir auch überhaupt nicht an den Fuchsbandwurm gedacht. Die Kinder haben alles angefasst, Erde, Äste, Pilze usw. Die Kleine hat einen Tannenzapfen in den Mund genommen. Als wir dann wieder im Hotel ankamen, gab es Gummibärchen vom Personal für die Kinder. Wir konnten gar nicht so schnell reagieren, waren die dreckigen Waldfinger schon im Mund. Jetzt machen wir uns Sorgen und Vorwürfe, denn wir liessen sie ja alles ausprobieren und ihren Entdeckerwunsch freien Lauf. Unsere Schuhe stehen auch im Hotelzimmer. Was meinen Sie dazu? Herzlichen Dank Freundliche Grüsse Familie Ochsner
Liebe K., wie heisst es so schön im Volksmund: Dreck macht Speck! Lassen Sie sich und den Kindern einfach nicht den Spaß am wunderbaren Urlaub in der Natur verderben mit solchen völlig unbegründeten Sorgen. Das Thema wird leider immer wieder in der Presse etc, hochgespielt, obwohl es im Alltag gar keine Rolle spielt. Alles Gute!
IngeA
Vergiss den Fuchsbandwurm. Da wurde mal ein riesen Hype drum gemacht. Der ist aber so wenig infektiös, dass es nicht ausreicht nur mal schmutzige Waldfingerchen in den Mund zu nehmen um daran zu erkranken. Erkrankt sind bisher: Katzenbesitzer in der Nähe vom Wald die ihre Katzen nicht entwurmen ließen (Infektion über die Katze) Waldarbeiter und Förster die ständigen Kontakt zu den Exkrementen von Füchsen haben. Aber in beiden Fällen braucht es zusätzlich noch ein schwaches Immunsystem um sich zu infizieren. So nebenbei esst ihr sicher auch Obst, Gemüse und Salat, die ja auch oft genug auf freien Feldern wachsen und die auch mit Fuchsbandwurmeiern kontaminiert sein können. Es würde mich trotz allem aber wundern, wenn du jemanden kennen würdest, der eine Fuchsbandinfektion dadurch bekommen hätte. Und, Füchse gibt es auch in der Stadt. LG Inge
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