Sam1807
Guten Tag Dr Busse. Immer wieder lese ich Fragen von Müttern, die ihre Kinder in den Schlaf stillen, da sie anders nicht zur Ruhe kommen und auch nachts immer wieder stillen müssen. (Ich gehöre leider auch dazu) Diesen Eltern raten sie dann, nach dem Abendessen und festem zu Bettgehritual leise redend oder singend am Bett sitzen zu bleiben ,bis das Kind eingeschlafen ist und es keinesfalls aus dem Bett zu nehmen. Im Expertenforum der Stillberatung wird diese Frage immer damit beantwortet, dass das abändern dieser Situation zu großen Problemen führt und ein Baby so den Schlaf der Resignation schläft. Außerdem bräuchte ein Baby eine gewisse neurologische Reife um alleine einschlafen zu können. Ist das so? Was passiert, wenn Babys den Schlaf der Resignation schlafen und woran erkenne ich die neurologische Reife? VG
Liebe S., in der Empfehlung vieler Kinderärzte und der von vielen Stillberaterinnen und Hebammen prallen leider 2 Welten aufeinander, sodass es hier immer 2 Meinungen geben wird. Ich finde es schade, dass solche Themen dann oft sehr ideologisch und dogmatisch betrachtet werden, sodass Mütter ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn Sie sich nicht jede Sekunde für ihr Kind "aufopfern" und ständig bereit sind, die Brust zu geben. Nicht wenige sind dann irgendwann ausgelaugt und erschöpft und wissen nicht, wie sie mit ihrem schlechten Gewissen umgehen sollen. Ob das dann wirklich dem Kind und seinen Eltern gut tut, darf man wohl ernsthaft bezweifeln. Stillen ist etwas Wunderbares für Kind und Mutter, es hat viele Vorteile und ist ein besonderer Akt der Nähe, und selbstverständlich unterstützen wir Kinderärzte das Stillen nach Kräften. Warum allerdings ausgerechnet das Stillen zum Einschlafen so etwas besonders wichtiges sein soll, kann ich nicht nachvollziehen. Babys können und sollen sehr wohl wie alle anderen "Fähigkeiten" auch lernen, selbständig abschalten und zur Ruhe zu kommen. Natürlich müssen Sie das nicht alleine lernen, die Eltern sollen sie begleiten, da sein, indem sie wie empfohlen leise redend daneben sitzen, ruhig die Hand auf ihrem Kind halten und Geduld haben. Wir sollten unseren Kindern viel mehr zutrauen und ihnen eben nicht alles abnehmen wollen. Die Fähigkeit, auch mit unangenehmeren Dingen umgehen zu können, ist etwas sehr wichtiges, man nennt das "Resilience". Und Kinder, die das im behüteten Familienraum lernen dürfen, tun sich auch später viel leichter mit dem Leben. Alles Gute!
Hadriana
Hallo! Diese Diskrepanz zwischen den Antworten der unterschiedlichen Experten rührt von daher, dass Kinderärzte sich nur sehr wenig mit dem Stillen und der Wirkung des Stillens auf das Kind (abgesehen von der gesundheitlichen) auseinander setzen und somit nicht fest im Thema sind. Zudem hat sich die Studienlage seit den 70er und 80er Jahren rapide verbessert und immer mehr Studien belegen ein viel weitreichenderen und komplexeren Effekt des Stillens auf das Kind, als man damals dachte. Nur halten sich besonders Kinderärzte der älteren Generation auch nicht immer auf dem Laufenden, was Studien angeht, sondern predigen seit jeher das im Studium gelernte. Hebammen und Stillberaterinnen hingegen sind auf ein umfangreiches Wissen der Dynamik in der Forschung angewiesen! Kinderärzte sind wunderbare Kinderheiler. Im Bezuf aufs Stillen (und somit auch den Vorzügen des Einschlafstillens und seiner psychologischen Komponente) und Schlafen sind dringend andere Berater hinzuzuziehen! Genieß das Einschlafstillen (ich tue es auch und das ohne schlechtes Gewissen) solange es geht! Aus Erfahrung weiß ich, dass das Kind es (zu) schnell ohne schafft, ein- und durchzuschlafen. Alles Gute!
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