Mitglied inaktiv
Hallo, Dr. Busse, vor kurzem hatte ich Ihnen geschrieben, das ich meinen Sohn (3Jahre&7Monate) gegen Grippe impfen lassen will. Nun war ich bei der Kinderärztin, sie sagte da er erstens erkältet ist mit Schnupfen, Husten und gerötetem Hals sollte man warten und zur Impfung meinte sie, würde sie eher nicht machen, weil sein Imunsystem ja trainiert und mit den ganzen Infekten gestärkt wird. Sollte er wirklich die Grippe bekommen, stärkt dies auch sein Immunsystem. Und das wäre bei allen durchgemachten Krankheiten so. Nun bin ich sehr verunsichert. Und er ist ja auch kein vorbelastetes Kind mit Herzkrankheiten, Asthma usw. Was meinen Sie dazu?? Und: Da mein Sohn eigentlich seit er in den Kiga geht ständig einen Infekt hat, hatten wir das letzte Mal Contramutan Saft bekommen, da ging die Halsentzündung schnell weg. Und da ich gelesen habe, das man das auch zur Vorbeugung geben kann, habe ich es ihm ca. 3 Wochen lang gegeben. Und nun hat er trotzdem schon wieder den Hals gerötet. Kann ich ihm den Saft nun wieder geben? Fieber hat er bis jetzt nicht gehabt. Danke für Ihre Antworten!! LG Jutta und Maximilian
Liebe Jutta, das stimmt so nicht, denn das Immunsystem ihres Kindes hat ja ausreichend Gelegenheit, mit den üblichen "Erkältungsinfekten" zu trainieren. Es ist nicht sinnvoll, Kinder gefährlichen Krankheiten wie Masern oder auch der echten Virusgrippe auszusetzen und eine Impfung trainiert ja genauso wie der Infekt selber das Immunsystem auf schonende Weise. Für Contramutan und ähnliche Präparate konnte in seriösen wissenschaftlichen Studien nie eine Wirksamkeit gezeigt werden, auf der anderen Seite sind auch seltene schwere Nebenwirkungen nicht auszuschließen. Ich empfehle das nicht. Alles Gute!
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