User-1770582706
Hallo Dr. Busse, meine Tochter (4 Jahre) wurde heute morgen vom Kinderarzt angeschaut, welcher sie sofort in die Kinderklinik einweisen ließ. Sie litt/ leidet unter unstillbaren Erbrechen. Im KH angekommen sagte die Ärztin, dass die WHO nun neu empfiehlt, dass Kindern bei Erbrechen keine Infusion gegeben wird, da das Risiko eines Hirnödems zu hoch wäre. Man würde demnach eine langsame Gabe einer Apfelsaft-Wasser-Traubenzucker Mischung bevorzugen. Und wenn dies vom Magen nicht toleriert wird, solle eine Magensonde gelegt werden. (Aber eben zunächst keine Infusion) Sie sind immer auf dem neusten Stand ist. Ist dies tatsächlich eine neue Empfehlung der WHO. Denn mein Kinderarzt wies meine Tochter ein und sagte, sie bräuchte dringend eine Infusion. Die Ärtzin im KH gab mir ein Vomacourzäpfchen, dass ich meiner Tochter verabreichen solle, nachdem sie vor Ort die löffelweise Gabe des gemischten Getränks gleich erbrach. Ich weiß, dass unser KIA vomex nicht verschreibt, aus versch. Gründen, er führte die Nebenwirkingen auf, und erklärte, dass Vomex so müde machen würde, dass die Kinder dann erst recht nicht trinken. Ich sagte das der Ärtzin, sie entgegnete, dass sie Vomex auch schon ihren Kindern gab und würde keine Gründe kennen, die dagegen sprechen.
Liebe B., es wird schon sehr lange empfohlen, eine Rehydratation bei einem Kind mit Durchfall und Erbrechen nach Möglichkeit oral auszuführen mit einer speziellen Glukose-Elektrolytlösung. Das war also völlig korrekt. Aber natürlich sollte ein Kind dann in den ersten Stunden gut überwacht werden, ob es funktioniert. Sie sollten also nicht zögern, Ihre Tochter erneut untersuchen zu lassen, wenn es ihr nicht gut geht. Alles Gute!
Mamamaike
Hallo, wurde Deine Tochter stationär aufgenommen? Dann ist sie ja unter ständiger Beobachtung, und auch wenn es schwer fällt, solltest Du auf die Behandlung dort vertrauen. Wenn Dir etwas bei Deiner Tochter komisch vorkommt, melde Dich sofort bei den Schwestern/Pflegern. Viele Grüße
User-1770582706
Nein, sie wurde nicht stationär aufgenommen. Nach dem vomex Zäpfchen behielt sie 1 Stunde 50ml in sich. Wir wurden nach Hause geschickt. Dort wurde nur ein Wert abgenommen, Blutzucker - aus dem Finger. Sonst wurde nichts getan. Der Wert war grenzwertig, aber man könnte es so noch zuhause versuchen sagte die Ärztin. Meine Tochter schlief dann lange aufgrund der Medikamentengabe. Als sie jetzt aufwachte trank sie 2 Schlücke, aß 2 Salzstangen und erbrach sofort. Das war ihr erster Versuch Nahrung aufzunehmen, seit über 24 Stunden. Sie hat nun auch 38,3 Temperatur. Ich rief eben nochmal in der Klinik an, klar, jetzt war eine andere Ärztin am Telefon. Sie sagte, wenn das Fieber über 39 steigt könne ich kommen. Puh ich bin unsicher, ihr geht es mehr als offensichtlich nicht gut. An spielen oder etwas erzählen ist überhaupt nicht zu denken. Sie liegt nur und schläft. Ich lasse sie keine Sekunde aus den Augen und biete immer wieder Flüssigkeit an. Ich mache mir aber trotzdem Sorgen, dass nach einer so langen Zeit die 50 ml im KH nicht ausreichen. Man Mann schläft vor, sie ausschlafen zu lassen und ihr nichts mehr anzubieten. Ich bin aber besorgt.
Frau_H.
Wir hatten einen ähnlichen Fall. Mein Sohn wurde von seiner Ärztin aufgrund seiner Coronainfektion und entsprechender Symptome (tagelanger extremer Durchfall) ins Krankenhaus eingewiesen..Dort angekommen saßen wir stundenlang und wartete auf eine Entscheidung. Die Werte waren ebenfalls "nur" grenzwertig. Schlussendlich wurde es mir freigestellt, zu bleiben oder zu gehen. Ich war total verunsichert. Aber wir blieben. Als ich das ganze Vorgehen Im Nachgang mlt unserer Kinderärztin besprach, gab sie mir den Hinweis, dass sie als behandelnden Ärztin, die meine Kinder seit jeher kennt, schlussendlich besser einschätzen könne, wie gravierend der Behandlungsbedarf ist. Nicht aufgrund größeren Fachwissens, sondern einfach, weil sie den "Vorher-Nachher-Vergleich" hat. Sie hat meinen Sohn gesehen und gewusst, dass es ihm wirklich nicht gut geht. Am Ende war die Entscheidung zu bleiben, die richtige. Wir waren mehrere Tage stationär aufgenommen. Er bekam übrigens eine Infusion bzw. mehrere.
Paddy
Ich würde in die Klinik fahren und sie zumindest über Nacht dort überwachen lassen und das nochmal ein Arzt drauf schaut. Evtl braucht sie doch ne Infusion. Meist geht's den Kindern nach der Infusion deutlich besser!! Ob sie noch genug Flüssigkeit hat kann man ja angeblich testen in dem man am Arm die Haut zusammen drückt. Geht es nicht sofort zurück braucht sie dringend Flüssigkeit!!
User-1770582706
Dankeschön auch für deine Antwort. Ihr Fieber ist auf 38,7 gestiegen, ich hab ihr jetzt ein Ibuprofenzäpfchen gegeben. Ich finde das ist für ihr Körper einfach zu viel, das ständige Erbrechen. Jetzt das Fieber. Sie bräuchte jetzt noch mehr Wasser um sich das Fieber auszugleichen. Die Infusion hätte ich auch liebend gerne genommen. Aber das habe ich ja beschrieben, dass die Ärtzin in der Klinik sagte, zunächst orale Gabe vom Glucose Getränk, dann Magensonde, bevor sie ihr eine Infusion geben würden. Und ja, das habe ich richtig verstanden, ich habe sie mehrmals gefragt, da unser Arzt uns ja in die Klinik schickte, weil seiner Meinung nach meine Tochter dringend eine Infusion bräuchte. Wie gesagt, sie sagte das wäre die Empfehlung der who und des neuen Klinikchefs. Meine persönliche Meinung ist das sie mir bei der Argumentation komisch vor kam, und ich glaube, wären wir an einen anderen Arzt geraten, dieser sicher eine Infusion gegeben hätte. Ich habe noch ein kleines stillbaby, das ich nicht mitnehmen dürfte. Mein Mann plädiert weiterhin für „ausschlafen lassen“. Er will sich nicht mit ihr in die Klinik aufmachen. Ich schlafe bei ihr und beobachte sie jetzt und werde wenn nötig in der Nacht mit ihr und Baby fahren, anders geht es nicht.
Mamamaike
Unter den Bedingungen, vor allem wegen des steigenden Fiebers, würde ich definitiv zeitnah in die Klinik fahren.
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