Sunny835
Hallo Herr Dr. Busse, unsere Kinderärztin hat bei meiner 4-jährigen Tochter einen niedrigen Eisenwert festgestellt (10,3). Gemessen wurde der Hb-Wert; dieser liegt wie gesagt bei 10,3. Die Blutabnahme erfolgte mit einem kleinen Picks in die Fingerkuppe. Das Blut wurde mit einem kleinen Röhrchen aufgefangen. Das Ergebnis lag nach wenigen Minuten vor. Ich hatte im Rahmen der U-Untersuchung gefragt, ob es möglich wäre von meiner Tochter Blut abzunehmen, um zu schauen, ob sie mit allen wichtigen Nährstoffen wie Vitamin D, Omega 3 usw. und eben auch Eisen gut versorgt ist, da meine Tochter was das Essen angeht schon teilweise sehr wählerisch ist. Zu mehr als den Test auf Eisen/Hb war die Kinderärztin aber nicht bereit. Leider war die Ärztin kurz angebunden, so dass ich mich nicht gut beraten gefühlt habe bzw. auch im Nachhinein noch weitere Fragen hinzugekommen sind. Ihre Empfehlung war, dass meine Tochter 3 x die Woche (Rind-)Fleisch essen soll. Eine Supplementierung sei nicht nötig; auch keine Nachkontrolle. Ich bin mir unsicher, ob das wirklich ausreicht. Selbst, wenn ich es ihr 3 x die Woche anbiete, ist ja die Frage, ob sie es dann auch ausreichend ist. Folgende Fragen sind bei mir noch aufgekommen: 1. Meine Tochter ist für ihr Alter relativ zart, wird immer jünger geschätzt. Sie wiegt mit 4 Jahren und 2 Monaten 14,4 kg und ist ca. 97 cm groß. Bei der letzten U-Untersuchung wurde auch festgestellt, dass sie von der Größe her leicht von ihrer Perzentile abgerutscht ist. Wir müssen in 6 Monaten zur Nachkontrolle. Auch hat meine Tochter wirklich sehr dünnes und kurzes Haar. Weiter ist sie teilweise z.B. beim Spazierengehen nicht sehr ausdauernd. Auch höre ich oft von anderen, dass sie müde aussieht. Könnte das alles vom Eisenmangel kommen? 2. Wäre es schädlich, wenn ich ihr für eine gewisse Zeit doch Eisen in Form von Nahrungsergänzungsmitteln gebe? Oder reicht es allein durch die Ernährung aus? Was ist mit angereichertem Fruchtsaft z.B. Rotbäckchen oder Kindermilch? 3. Milchprodukte sollen ja wegen dem darin enthaltenen Calcium die Eisenaufnahme hemmen. Sollte ich diese in den Mahlzeiten voneinander trennen und zeitversetzt geben? Weiter trinken wir recht calciumreiches Mineralwasser (über 300 mg Calcium). Sollten wir da auch lieber auf ein anderes umsteigen? Vielen Dank im Voraus.
Liebe S., bestimmt wurde bei Ihrer Tochter der Hämoglobingehalt im Blut, der mit 10,3 g/dl eindeutig zu niedrig ist. Was die Ursache ist, sollte mit eine weiteren Untersuchung geklärt werden, auch wenn ein Eisenmangel die häufigste Ursache ist. Und der sollte dann auch behandelt werden, nicht nur mit einer Änderung der Ernährung sondern auch mit der Gabe eines Eisenpräparats. Alles Gute!
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