User-1724098889
Guten Tag Herr Dr. Busse, die Klassenlehrerin meines Sohnes hat sich bereits mehrere Male mit mir in Verbindung gesetzt, weil er im Unterricht wenig bis gar nicht teilnimmt, abwesend, erschöpft, zerstreut und vergesslich wirkt - und auch tatsächlich viel vergisst. Hausaufgaben, Unterlagen, etc. Dies haben wohl mehrere Lehrer geäußert. Er ist in der 5. Klasse des Gymnasiums und trotz Gymnasiumsempfehlung sind seine Noten abgerutscht. Im "mündlich und Mitarbeit" bekommt er wohl überwiegend eine 4. Wir sollten deshalb mit dem Beratungslehrer sprechen und dort war ich dann mit meinem Sohn - er sollte dabei sein. Nun kommt meine eigentliche Frage: Er hat dort erwähnt, dass mein Sohn ja eigentlich sehr klug sei, ihn aber etwas blockiere. Und dass dies psychosomatisch sein könnte. Es hat mich bereits sehr gestört, dass er irgendein Wort mit "psycho..." in Gegenwart meines elfjährigen Sohnes erwähnt hat, weil ihn das sehr verunsichert hat, bis ich es ihm endlich erklären konnte. Ich habe dann natürlich sofort einen Termin beim Kinderarzt vereinbart, aber noch bevor dieser stattfinden konnte, hat der Beratungslehrer ihm so zwischendurch mal ein Formular fast schon in die Hand geworfen mit der Aufforderung, dies von mir unterzeichnen zu lassen. Es handelt sich dabei um die Einverständniserklärung zur "Beratung von Kindern und Jugendlichen mit Autismus-Spektrum-Störung und ASKO" und die Erlaubnis, mit verschiedenen Stellen sprechen zu dürfen. Ich bin sehr aufgebracht darüber, dass er ihm so kommentarlos so ein Formular gibt, so dass mein Sohn sich den ganzen Tag fragen musste, was wohl nicht mit ihm stimmt, dass er so ein Formular mit den Begriffen "Störung", Lehrer, Jugendamt, Sozialamt, Hausarzt, Kinderarzt, Kinderklinik, SPZ, KJPP, Ergotherapeut etc. erhält. Er war in großer Sorge über dieses Formular und ich stelle mir jetzt die Frage: ist es in Ordnung, dass ein Beratungslehrer so vorgeht? Hätte er den Brief nicht wenigstens verschließen müssen? Er hat doch auch Fürsorgepflicht und kann meinen Sohn nicht einfach so offen als Boten benutzen und verängstigen. Von meiner Überraschung möchte ich gar nicht sprechen. Auf diese Art und Weise von so einem Verdacht zu erfahren, war auch nicht gerade schön. Ist diese Vorgehensweise üblich? Ich danke Ihnen im Voraus und verbleibe mit vielen Grüßen
Liebe M., über das Vorgehen des "Beratungslehrers" bin ich auch ziemlich entsetzt, vor allem weil Ihr Sohn so völlig unnötig verunsichert wurde. Natürlich sollte man die Probleme in der Schule ernst nehmen, ein Kind ohne ausführlich kinder-. und jugendärztliche Untersuchung in eine Schublade zu schieben, geht aber gar nicht. Ich hoffe, Sie konnten das für Ihren Sohn entschärfen und vertrauen bitte Ihrem Kinder- und Jugendarzt, der Ihren Sohn ja kennt und die beste Anlaufstelle ist. Alles Gute!
User-1724098889
Vielen Dank für Ihre rasche und freundliche Antwort. Ich werde es ausführlich mit unserem Kinderarzt besprechen.
Ähnliche Fragen
Mein Kind fast 5 Jahre alt flattert mit den Händen bei Aufregung und wenn er sich freut. Seit einem Jahr ca. jedoch hat sich das vermehrt seit 3-4 Monaten. Da er motorisch besser gesagt feinmotorisch etwas hinterher ist hatten wir die Empfehlung bekommen ihn zur Ergotherapie zu bringen. Da geht er jetzt nun seit über einem Jahr hin. Ausmal ...
Sehr geehrter Dr. Busse, ich hatte in meiner Frühschwangerschaft Corona gehabt. Zu dem Zeitpunkt war ich 3fach geimpft gewesen, der Verlauf war insgesamt mild (nach wenigen Tagen wieder negativ getestet) und ich hatte nur 2-3 Tage Fieber, die ich erfolgreich mit Paracetamol behandelt habe. Aktuell bin ich in der fast 31. SW und bisher gab es ...
Hallo Ich möchte mich mit folgendem Anliegen an Sie wenden. Mein Sohn wird im Oktober 4 Jahre alt, er geht fünf Stunden in die Kita. Er spricht noch sehr wenig , allerdings liegt diese wohl an den Ohren er soll Paukenröhrchen bekommen und Logopädie. Nun meinte die Erzieherin das sein Verhalten. Sprich die Kinder waschen sich die Hände, er soll dan ...
Hallo, meine Tochter ist 13 Monate alt. Sie hört nur ab und zu auf ihren Namen und schüttelt häufiger ihren Kopf schnell hin und her. Dies macht sie hauptsächlich beim Tanzen, sie tanzt meist sofort los, wenn sie Musik hört. Oft hält sie sich aber auch an meinen Beinen fest und macht dies mit ihrem Kopf zwischen meinen Beinen und lacht dabei. Manc ...
Leider habe ich ein Video gefunden, wo ein Baby so den Kopf schüttelt wie unser Sohn und wo es sich dann als Autismus rausgestellt hat, Jahre später. Wie kann ich das denn unterscheiden?
Hallo, meine Tochter ist 14 Monate und ich glaube immer mehr dass sie Autistin ist. sie kann laufen und ist bis jetzt normal entwickelt aber sie hat paar Verhaltensweisen die komisch sind. -sie läuft ständig und überall mit dem Nasenspray und votD Flasche rum -sie spielt 2 Minuten mit einem Spiel und dann wirft sie es nur noch rum und ...
Hallo, ich habe eine 15 Monate alte Tochter. Ich mache mir Sorgen, weil sie nicht kuscheln möchte. Sie krabbelt schon auf mich zu und streckt die Arme aus weil sie hochgenommen werden möchte. Aber sie legt den Kopf nicht an oder hält sich fest. Auch auf dem Sofa will sie nicht kuscheln. Wenn ich oder mein Mann da sitzen kommt sie zwar meistens sof ...
Hallo Herr Dr. Unser Sohn ist 4 Jahre alt und weist ein Verhalten auf wobei ich auf Autismus gestoßen bin. Wenn er sich freut oder in seinem Spielmodus ist rennt er manchmal hin und her und wedelt dabei leicht mit den Händen. Das besteht seitdem er ca 1.5 Jahre alt is, es ist aber bei der Ausprägung weniger geworden. Er ist dabei auch nich ...
Hallo Herr Dr. Buse, mein Sohn ist 20 Monate alt und weil er ein paar Sachen nicht macht oder anders macht mache ich mir große Sorgen! Eig. Motorisch ist er sehr gut entwickelt z.B krabbeln konnte er schon mit 6 Monaten , laufen mit 12 Monaten, Treppen hoch und runter kommen konnte er mit unserer Hilfe seit ein paar Monaten sehr gut jetzt mac ...
Sehr geehrter Herr Dr. Brügel, mein Sohn ist 7 Jahre alt und hat vor kurzem die Diagnose adhs erhalten. Nun haben wir jedoch einen starken Verdacht auf Autismus und möchten dies abklären lassen. Symptome die er zeigt: flattern mit den Händen, innere Anspannung, morgens kein Bedürfnis auf die Toilette zu müssen, oft kein Durst Gefühl, leckt G ...