Frage im Expertenforum Impfen an Prof. Dr. med. Ulrich Heininger:

Meningokokken b

Frage: Meningokokken b

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Sehr geehrter Prof. Dr. Heininger, ich habe einige Fragen zur Impfung und zu der Erkrankung allgemein. 1. Mein Sohn, sieben Jahre alt, hat die erste Dosis Bexsero bekommen. Kann er seine kleine Schwester, 8 Wochen alt, falls er Keimträger ist oder sie irgendwo bekommt, noch anstecken? 2. Meine Kinderärztin meinte, dass die Kinderärzte in M-V überwiegend ab sechs Monaten gegen Menb impfen, was ich sehr spät finde. Ich konnte mich mit ihr einigen, zur U4 zu beginnen. Könnte man nicht auch zwei Wochen nach der Sechsfach, Pneumokokken und Rotavirus schon beginnen? Es ist doch kein Lebendimpfstoff? 3. Wie kann ich meine kleine Tochter schützen, bis sie den Impfschutz hat? Bis dahin vergehen ja Monate und ich versuche jetzt schon soziale Kontakte zu vermeiden und sie möglichst abzuschirmen, was uns alle erheblich einschränkt und belastet. 4. Ich lese immer wieder, dass jeder zehnte Keimträger ist, diese Keime weitergeben kann, wodurch andere dann erkranken. Beim RKi findet man die Aussage, dass die meisten Keimträger nichtkrankmachende Meningokokken haben. Und dann habe ich in Dissertationen gelesen, dass Säuglinge bis zu einem halben Jahr ca. durch maternale Antikörper Schutz haben. Können Sie mir bitte sagen, wie es sich denn nun wirklich mit diesen Bakterien verhält? Ich habe große Angst, dass sich meine Tochter irgendwo anstecken könnte und alle Kontakte, die wir haben, selbst Familienmitglieder und auch ich selbst, stellen in meinen Augen eine Ansteckungsgefahr dar. Ich hoffe, dass Sie mir mit ihrer professionellen Kenntniss Klarheit verschaffen können und dass sich meine Angst etwas relativiert. Ich bedanke mich für Ihre Hilfe und verbleibe mit freundlichen Grüßen.


Prof. Dr. med. Ulrich Heininger

Prof. Dr. med. Ulrich Heininger

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Hallo, hier meine Antworten: 1) ja, weil dies durch diese Impfung nach heutigem Kenntnisstand nicht beeinflusst werden kann; aber jeder andere Mensch der in Ihre Nähe kommt kann die Bakterien auch übertragen. Dies führt aber in den allermeisten Fällen NICHT zu einer Krankheit. 2) Ja, man kann das beliebig und ohne bestimmten Abstand zu anderen Impfungen machen. 3) Das würde ich nicht machen - man soll so normal wie möglich leben und sich nicht verrückt machen lassen. Die meisten Infektionskrankheiten sind , solange wir sie nicht durch Impfung verhindern können, schicksalhaft auftretend, da haben wir relativ wenig bis keinen Einfluss darauf. 4) Alles was Sie hier schreiben ist korrekt, ausser - siehe oben - dass die Bakterien eben nicht notwendigerweise krank machen sondern dies nur selten. Sonst hätten wir ja täglich tausende von Meningokokkenkranken... Man sollte diesbezüglich unbeschwert leben, insbesondere wenn man den bestmöglichen Impfschutz hat oder anstrebt. Alles Gute!


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