Mama von Alex
Sehr geehrter Prof. Abeck, bisher stille ich meinen 3 Monate alten Sohn voll. Nun habe ich einen plötzlichen Neurodermitisschub im Gesicht und auf bisher nur einer Brustwarze. Allerdings soll laut der von mir heute aufgesuchten Dermatologin auch eine bakterielle Entzündung vorliegen. Sie verschrieb mir eine Behandlung mit Aknemycin Salbe bis die wunden Stellen geschlossen sind.(Advantan habe ich auch jedoch nur fürs Gesicht.) Leider sagte sie aber, dass ich während Behandlungsdauer mit der betroffenen Brust nicht stillen darf, sondern lediglich abpumpen und die Milch wegwerden muss. Meine Frage an Sie: Ist das wirklich notwendig? Wäre nicht zum Beispiel die abgepumpte Milch verwertbar, da mein Sohn hier nicht direkt an der Haut trinkt und somit die Belastung der Milch mit Bakterien und dem Antibiotikum geringer ausfällt? Oder würden Sie andere Medikamente verschreiben, die sich mit dem Stillen besser vertragen? Ich bitte Sie um Verzeihung, da meine Frage ja nicht 100% in dieses Forum passt. Leider finde ich kein Passenderes. Da das Auftreten der Neurodermitis beim Kind eine genetische Komponente hat, ist mein Problem ja vielleicht kein Einzelfall. Mein Sohn und ich sind schon etwas verzweifelt heute abend und sehr dankbar über Ihre Antwort. Mit bestem Dank und freundlichen Grüssen, N Pfeiffer.
Ich sehe kein Problem bei Ihrem Vorgehen. Ich würde die Brustwarzen mehrmals täglich mit dem Antiseptikum Octenidin einsprühen, was die Infektion im Bereich der Mamillen zur Abheilung bringen wird. Das Antiseptikum ist auch für Ihr Kind ungefährlich.
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