Heidelmaus
Guten Tag Herr Prof. Abeck, uns ist trotz aller Sorgfalt ein Fehler beim Sonnenschutz unterlaufen. Wir schützten unser Baby (5,5 Monate) bisher konsequent vor UV-Strahlung (gemieden, möglichst bei niedrigen UV-Werten hinaus, unabhängig vom UV-Index immer mit langer Kleidung, UV-Hut 80 oder Kinderwagenverdeck und Sonnensegel UV 50+ geschützt). Kürzlich mussten wir im Nachhinein feststellen, dass der UV-Index leider höher ausfiel als zuvor gemeldet. Wir waren 2,5-3 Stunden bei UV 3-5 im Wald. Das Baby war in der Babytrage unter unserer Cordjacke, trug zwei Schichten lange Kleidung, Socken, eine Wollschlupfmütze und darüber einen Sonnenhut (UV 80). Es schlief, sodass der Hut die Haut im Gesicht wirklich vollständig bedeckte, der Rest des Körpers war unter unserer Jacke. Es war jedoch ca. 1 Stunde wach und am Schauen und in dieser Zeit mussten wir es für ca. 20 Minuten aus der Trage holen. In dieser Wachzeit (UV 5) haben wir uns extra unter eine Gruppe aus mehreren alten, dicht belaubten Kastanienbäumen in deren Schatten gesetzt. Die Schlupfmütze war dauernd und der Hut bis auf wenige Minuten an, die Socken haben wir immer wieder angezogen, wenn sie runterfielen. Wir wussten nicht, dass auch derartige Bäume keine "sicheren" Schattenspender sind. Wir machen uns im Nachgang große Sorgen wegen der temporär freien Hände und des Gesichts. Das Baby hat immer rosige Wangen, folglich können wir dort eine Rötung nicht sicher ausschließen. Wärmer war die Haut nicht. Sind unsere Sorgen berechtigt und ist mit einer Schädigung sowie negativen Folgen zu rechnen? Oder können wir die Situation guten Gewissens vergessen? Vielen Dank im Voraus für Ihre Einschätzung!