Frage im Expertenforum Hautfragen an Prof. Dr. med. Dietrich Abeck:

Ekzem hinter dem Ohr

Prof. Dr. med. Dietrich Abeck

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Facharzt für Dermatologie, Venerologie, Allergologie

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Frage: Ekzem hinter dem Ohr

Raupenmama

Hallo Herr Dr. Abeck Ich bin komplett ratlos und hoffe Sie haben noch einen Tipp für mich oder eine Idee, um was es sich handeln könnte. Meine Tochter (bald 2) hat schon seit Ewigkeiten ein Ekzem hinter einem Ohr. Einmal war es entzunden und sie hat Antibiotika bekommen gegen die Entzündung. Das hat für ein paar Tage geholfen. Das wars dann auch. Unsere Kinderärztin ist uns da ehrlich gesagt keine große Hilfe. Einen Hautarzttermin zu bekommen fast ein Ding der Unmöglichkeit hier bei uns.  Ich bin wirklich ratlos. Sie kratzt viel daran. Ein so kleines Kind hat natürlich oft dreckige Hände. Ich desinfiziere die nässenden, teilweise blutigen Wunden jeden Tag mehrmals. Ich hab versucht es nur noch wenig bis garnicht zu pflegen. Das geht garnicht. In kürzester Zeit ist es extrem wund. Ich weiß nicht mehr weiter. Es tut mir so leid für sie. Sie hat eine Brille, die ihr natürlich öfter unangenehm ist mit dem Bügel auf der Wunde. Dann klemme ich Heilwolle darunter. Hab es auch schon ohne versucht, weil ich selbst kein Wollwachs vertrage. Ich selbst habe und hatte als Kind sehr starke Neurodermitis. Ich glaube langsam, dass es das ist. Ja sie kratzt sich auch oft an anderen Stellen, wie beispielsweise da wo man die Windel abmacht an den Stellen, wo die Bündchen sind. Aber nie so fest. Kann es sein, dass Neurodermitis nur an dieser einen Stelle auftritt? Ich liste Ihnen kurz auf, was ich schon alles verwendet habe: -Betaisodona Lösung und Creme -Octenisept -Weleda Calendula Wundschutzcreme (das hat bis jetzt noch am besten geholfen) -Zinksalbe -Bepanthen -Tanolact -Lipikar Ekzem MED -Rizinusöl -Schwarzer Tee Es heilt einfach nicht ab. Jeden Morgen wacht sie wieder mit blutigen Haaren auf. Die Wunde reißt in der Ohrfalte, alles hinter dem Ohr ist rosa glänzend, nässend. Es gibt keine klaren Ränder, keine schuppige Haut. Es bilden sich nur Krusten, ich schätze von der Wundflüssigkeit, weil sie gelblich sind. Kinderärztin war sich sicher, dass es kein Pilz ist. Es sieht wirklich gruselig aus. Sobald sie nachts lange drauf schläft, klebt das Ohr teilweise an, es beginnt unangenehm zu riechen. Es hilft ihr oft ein bisschen, wenn wir baden und es ordentlich mit warmem Wasser spülen. Zum Haare waschen verwenden wir das Shampoo ohne Duftstoffe und Zusätze von Paediprotect. Da ich auch schon dran dachte, dass sie das nicht verträgt haben wir auch schon nur mit Wasser gewaschen. Viel gewaschen, wenig gewaschen. Viel gepflegt, wenig gepflegt..... Die Kinderärztin hat einen Abstrich gemacht, ob Bakterien in der Wunde sind. Wenn nicht, bekommt sie eine Cortisoncreme. Aber das kann doch auch keine Dauerlösung sein oder?   Vielen Dank für Ihren Rat Liebe Grüße 


Prof. Dr. med. Dietrich Abeck

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Leider wurde hier zu lange "nur gepflegt". Ein Ekzemtherapie beinhaltet eine regelmäßige Pflege und eine bedarfsgerechte antientzündliche Therapie, die Ihnen bisher verwehrt wurde. Der Abstrich wird vermutlich den Nachweis von Staphylococcus aureusbringen. Dieser pathogene Keim besiedelt Ekzeme, er ist aber nichtderen Ursache und heilt mit Abheilung der Entzündung ab! Äusserliches Kortison hat, wenn das korrekte Präparat (4. Generation!) und dies in der korrekten Weise eingesetzt wird, KEINE Nebenwirkungen (auch bei längerer Anwendung über Monate! , wird aber das Leben von Ihrer Tochter und Ihnen verbessern! Alternativ stegen auch die Kortison-freien Calcineurin-Inhibitoren zu Verfügung!!!    


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