sandraclaus
Sehr geehrter Prof.Dr. Abeck, unsere Tochter (knapp 5 Monate) hat seit ihrer Geburt sehr, sehr trockene Haut bzw. atop. Ekzem. Auch mein Sohn (4 Jahre) hatte im 1. Lebensjahr sehr problematische Haut (damals auch als atop. Ekzem diagnostiziert), allerdings hat er seit 2 Jahren eine fast perfekte, samtige Haut. Mit Geduld und Pflege wurde alles gut. Nun bittet mich mein Kinderarzt jedesmal, wenn wir bei ihm sind, mit dem Stillen aufzuhören und folgendes zu tun: 3 Tage Reisschleim-Diät und danach Umstellung auf HA-Nahrung bzw. Beikost. Er vermutet, dass die Muttermilch der Auslöser für das Hautproblem sei (Muttermilch-Unverträglichkeit). Darauf kommt er, weil sein Enkel ebenso Hautprobleme hatte und durch Nahrungsumstellung bzw. Reisschleim-Diät (im 4. Monat) sei alles weg gegangen. Ich bin nun aber etwas skeptisch, ob das wirklich die Lösung zum Problem ist. Bisher stille ich weiter und stelle so nach und nach auf Beikost um. Habe noch nie von einer Muttermilch-Unverträglichkeit gehört. Die haut meiner Tochter ist wie gesagt seit Geburt an etwas problematisch, aber nicht so scglimm, dass sie sich wund kratzt. Insgesamt sehr, sehr trocken (ich creme 2xtgl. mit Linola Fett) und teilweise leicht gerötet. Was sagen Sie zu dem Ansatz meines Kinderarztes? Was würden Sie an meiner Stelle tun? Ich hoffe auf Ihre baldige Anntwort. Vielen Dank! VG Sandra
man ist heute gegen eine ungerichtete Diät wie von Ihrem Kinderarzt empfohlen; bei einer manifesten Allergie wäre die HA-Zubereitung unter Umständen keine echte Alternative sondern ein Vollhydrolysat. Auch spricht die geringe klinische Ausprägung des Ekzem bei Ihrer Tochter gegen eine Ekzem-relevante Nahrungsmittelallergie. Was spricht denn gegen eine vorab durchgeführte allergologische Testung?
sandraclaus
Vielen herzlichen Dank für Ihre umgehende Antwort. Sie meinen also, ein Allergietest wäre der nächste Schritt? Bei meinem Sohn wurde damals mit ca. 7 Monaten ein Test durchgeführt mit dem Ergebnis, dass er auf nichts allergisch war. Meine Skepsis ging in die Richtung, ob tatsächlich das Stillen die Ursache für das Hautproblem sein kann. VG Sandra Claus
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