Frage im Expertenforum Frauenarzt / Frauenärztin an Dr. med. Helmut Mallmann:

Zahnfleischentzündung während der Schwangerschaft

Frage: Zahnfleischentzündung während der Schwangerschaft

Sommersonne111

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Guten Tag, ich bin mir nicht sicher, ob ich bei Ihnen im Forum richtig bin. Vielleicht können Sie mir meine Frage beantworten bzw. mir sonst einen Tipp geben, an welchen Experten ich mich wenden könnte?! Einer meiner Weisheitszähne arbeitet sich phasenweise durch das Zahnfleisch nach oben, sodass ich seit Jahren ca. einmal jährlich eine Zahnfleischentzündung an dieser Stelle habe. Manchmal lasse ich mir vom Zahnarzt ein Medikament auftragen, manchmal warte ich einfach ab und es legt sich von alleine. Seit ca. 5-6 Tagen sprießt der Zahn wieder nach oben, sodass diese Stelle wieder sehr schmerzhaft, gerötet,entzündet ist. Gestern war ich zur jährlichen Kontrolle beim Zahnarzt, der hat eine starke Rötung bestätigt. Ich habe gar nicht nach einem betäubenden Medikament gefragt und habe auch nicht daran gedacht, von meiner Schwangerschaft zu erzählt (hätte ich natürlich gemacht, wenn er mir etwas hätte geben wollen). Meine Frage: Darf ich diese Entzündung weiterhin aussitzen oder besteht für mein Baby eine Gefahr, da sich ja nunmal Viren oder Bakterien an der Wunde im Mundraum aufhalten (li. Lymphknoten ist auch geschwollen)? Ich habe etwas Bedenken, da wir ja den identischen Blutkreislauf haben und ich natürlich keine Bakterien zum Kind wandern lassen möchte. Ich habe gestern total vergessen, den Zahnarzt zu fragen. Vielen Dank im Voraus! Sommersonne111


Dr. med. Helmut Mallmann

Dr. med. Helmut Mallmann

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Man empfiehlt, Paradontitis in der Schwangerschaft zu behandeln, da es zu einem erhöhten Risiko für Frühgeburten kommen kann. Das sollte mit dem Zahnarzt besprochen werden. Gruß Dr. Mallmann


Sommersonne111

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Vielen Dank für Ihre Antwort! Daraus ergibt sich für mich eine weitere Frage: besteht das erhöhte Risiko einer Frühgeburt, wenn man eine Parodontose die gesamte Schwangerschaft über unbehandelt lässt oder besteht das Risiko auch schon, wenn man die Beschwerden 1-2 Wochen “mit sich rumschleppt“ und diese dann ggf. auch ohne Medikation wieder abklingen? Und falls ihr zeitliches Kontingent es noch zulassen sollte, würde mich aus reiner Neugier der Zusammenhang zwischen Parodontose und dem Risiko einer Frühgeburt interessieren. Ich dachte bisher, dass es dabei in erster Linie um Keimverschleppung gehen würde. Nochmals vielen Dank! Sommersonne111


Dr. med. Helmut Mallmann

Dr. med. Helmut Mallmann

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Es ist statistisch in Studien festgestellt worden, dass es einen Zusammenhang zwischen Paradontitis und Frühgeburten besteht. Ein direkter Zusammenhang ist nicht sicher herzustellen. Letztlich wissen wir aber, um eine Steigerung von Frühgeburten bei unterschiedlichen Entzündungen. Gruß Dr. Mallmann


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