Frage im Expertenforum Frauenarzt / Frauenärztin an Dr. med. Helmut Mallmann:

sterilisieren

Frage: sterilisieren

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hallo ich bekomme im august mein 2tes kind und würde mich danach gern sterilisieren lassen,da ich nur probleme mit verhütung hatte. bin allerdings erst 24 und nicht verheiratet.lebe aber mit den vater der kinder seit 8 jahren zusammen,er ist 28 und bei ihm wird diese op nicht gemacht ,da er ein herzfehler hat und unnötiges risiko wäre. würde gern auch wissen,ob man dies denn gleich bei einem kaisersachnitt machen lassen kann(habe ich gehört),hatte bei meinem ersten kind einen,allerdings nicht auf wunsch. machen dies überhaupt ärtze bei jungen leuten oder nur ab einem bestimmten alter oder kinderzahl? schöne grüße und danke im vorraus


Dr. med. Helmut Mallmann

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Liebe Illlona, ob Sie einen Arzt finden, der in ihrem Alter eine Sterilisation macht, ist echt fraglich. Aber etwas Grundsätzliches. Die Vorteile der Sterilisation: -Hohe Sicherheit Pearl-Index 0,2 bis 1,8. Von 1000 Frauen, die sterilisiert sind, werden bei optimalen Verhältnissen also 2 Frauen schwanger. -Keine Gedanken um die Verhütung mehr. -Kein Stress mit Pilleneinnahme, Spiralenkontrolle oder Hantieren mit Barrieremethoden. Die Nachteile: -30 % der sterilisierten Frauen wollen, die Sterilisation rückgängig machen. -Das Narkose-Risiko - Das Operations-Risiko: Darmverletzung, Blutungen und Infektionen -Minderung des Lustempfindens (5%) -Psychische Probleme (2 bis 5%) -Hormonstörungen durch Gefäßverletzung, dadurch ggf. wieder Hormoneinnahme nötig. Je früher die Sterilisation erfolgt, um so mehr ist ein Eintreten der Nebenwirkungen zu erwarten. Deshalb wird von vielen Frauenärzten empfohlen, die Sterilisation bis zum 35. Lebensjahr hinauszuzögern. Meine persönlich Meinung zur Sterilisation der Frau ist sehr durch zahlreiche Gespräche mit Frauen beeinflusst, bei denen nach der Sterilisation Probleme auftraten: Die Entgültigkeit der Operation ist auf Grund der Zahlen nicht zu unterschätzen. Aber man kann im Leben falsche Entscheidungen treffen und muss dann halt dazu stehen. Was nach meinem Erachten jedoch unterschätzt wird, ist die Tatsache, dass durch die Verletzung der Blutzufuhr zu den Eierstöcken, psychische, sexuelle und hormonelle Probleme auftreten können, die zum guten Schluss wieder auf die Einnahmen von Hormonen hinauslaufen. Wenn Nebenwirkungen oder Komplikationen nach der Operation auftreten, machen sich meist die Frauen selbst den Vorwurf, andere Methoden nicht versucht zu haben. Wir Ärzte machen es uns relativ leicht, indem wir Sie in der Einverständniserklärung unterschreiben lassen, dass diese Komplikationen bei der Sterilisation auftreten können. Bedenken Sie aber bitte auch, wenn Sie über endgültige Verhütung nachdenken, dass die Sterilisation des Mannes ohne Narkose und mit weniger Komplikationen einhergeht. Auch wenn Männer generell sehr sensibel sind (kleiner Scherz) vergessen Sie diese Alternative nicht. Herzfehler ist bei einer lokalen Betäubung eigentlich keine Kontraindikation. Aber noch einmal den Spezialisten befragen. Gruß Dr. Mallmann


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Hallo illllona, ich hoffe diese vielen "L" sind richtig :-) So weit ich weiß wird eine Sterilisation ohne medizinische Notwendigkeit erst ab 35 Jahre durchgeführt.


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es sind nur 2 *l*,aber der name war weg. also ich habe auch schon gehört mit 30jahren und 2kinder. finde ich ja schon komisch,dass man das nicht allein entscheiden kann,wann man das möchte oder auch nicht, die kassen zahlen es,sogar schon ab 18jahren.(meine zumindest)


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Also ich bin 33 Jahre und habe fünf Kidis.Mir wurde eine Sterilisation von meinem FA angeboten, weil er meinte das dies vertretbar wäre. Allerdings soviel wie ich weiß muß man das seid diesem Jahr selbst zahlen, da die Krankenkassen dies nicht mehr tragen. Klar hast Du Recht - die Entscheidung sollte einzig und allein bei der Frau liegen,egal wie alt sie ist und aus welchen Beweggründen sie diese Entscheidung trifft.


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Hab die Frage schon mal beantwortet bekommen;-)) wenn deine Familienplanung abgeschlossen ist und du bist dir sicher,kannst du mit deinem Arzt darüber ausführlich sprechen. Allerdings mußt du den Eingriff aus eigener tasche bezahlen. Viele Frauen aber, die sich so jung sterilisieren lassen, bereuen es später. Also überlege es dir gut.


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Liebe Illona, nach der Geburt unseres 3. Kindes hat mein Mann (wir sind beide 31) sich sterilisieren lassen unter örtlicher Betäubung. Ich war selbst bei der OP dabei und habe mich überzeugen können, dass die Samenleiter ordnungsgemäß durchtrennt, Stückchen rausgenommen und in entgegengesetzter Richtung nach Abbinden und Endenveröden gelegt wurden. Wir sind über diese Entscheidung der Verhütung sehr froh und wir bereuen es beide nicht. Letztes Jahr hat die Krankenkasse die OP übrigens voll übernommen. Wie ich gehört habe, muss sie ab 2004 privat gezahlt werden und kostet bestimmt zwischen 200 und 300 Euro. Liebe Grüße, Elke


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Hallo! Ich war 27 bei meiner 2 Geburt und wollte mich unbedingt sterilisieren lassen. Ich habe meine Familienplanung abgeschlossen ( auch wenn ich irgendwann von meinem Mann getrennt sein würde) und war ( und bin) mir auch 100 % sicher gewesen. Ich habe 4 Monate vor der Geburt alles ausgefüllt und abgegeben ( natürlich nach Rücksprache und Untersuchung durch meinen FA). Sogar mein Mann mußte mitunterschreiben :) ). Als es dann soweit war ( 1 Tag nach der Geburt) wurde ich 5 Stunden lang von diversen Ärzten und Krankenschwestern einer Gehirnwäsche unterzogen. Sprüche wie ..." wenn ihnen einmal ein Kind stirbt und sie wollen noch ein zweites" oder " wenn ein Kind Leukämie bekommt und sie brauchen einen Knochenmarkspender", " sie stehen ja jetzt unter den Nachwirkungen der Geburt" ..sind nur einige Aussagen. Irgendwann hat es mir dann gereicht und ich habe gesagt, sie sollen mich in Ruhe lassen. Die Sterilisation wurde nicht durchgeführt. Das bereue ich jetzt noch, dass ich es nicht durchgezogen habe. Bei uns in Österreich wird die Sterilisation ab 25 durchgeführt. lg NIKI


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