Mitglied inaktiv
Hallo, ich habe nach der Geburt meiner Kinder jeweils einige Zeit die Pille Cerazette genommen, mit der ich auch halbwegs klargekommen bin. Da ich aber unter starkem Libidoverlust gelitten habe, meinte meine Frauenärztin, dass mir evtl. das Östrogen fehlt und hat mir die Pilla Lamuna 30 verschrieben. Diese habe ich jetzt seit 5 Tagen eingenommen und habe seitdem unter sehr starken Nebenwirkungen zu leiden (Migräne, den ganzen Tag sehr starke Übelkeit, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen). Wenn ich nicht wüsste, dass ich nicht schwanger bin, dann würde ich das alles für sehr starke Schwangerschaftsanzeichen halten (in den Schwangerschaften habe ich unter Hyperemesis gelitten). Mich beeinträchtigen die Nebenwirkungen so stark, dass ich zur Zeit weder vernünftig arbeiten, noch mich alleine um die Kinder kümmern kann. Meine Frauenärztin ist bis zur nächsten Woche im Urlaub und ich tendiere dazu, die Pille möglichst schnell abzusetzen. Oder können sich selbst so extreme Nebenwirkungen noch einpendeln? Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort. MfG St.
Liebe St., aus der Ferne und ohne Untersuchung kann man die Frage nicht wirklich beantworten. Grundsätzlich sollte bei starker Migräne die Pille abgesetzt werden. Die Ursache Ihrer Beschwerden sollten Sie sofort durch eine Untersuchung abklären lassen. Wir können in „Notfällen“ nicht zeitgerecht antworten, sprechen Sie deshalb sofort mit Ihrem FA, der Vertretung oder der Notfallpraxis über mögliche Maßnahmen. Ggf. können Sie wieder auf die östrogenfreie Pille (Gestagenpille) wechseln, um die Verhütung zu erhalten. Sprechen Sie mit der Vertretung Ihres FA. Gruß Dr. Mallmann
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