annamaja
Liebes Expertenteam, vor einiger Zeit hat meine Gynäkologin durch eine Hormonuntersuchung eine relative Östrogendominanz diagnostiziert. Da ich unter einer Angststörung leide, ist sie zurückhaltend, was die Einnahme eines Gestagens betrifft. Auch in der Packungsbeilage habe ich gelesen, dass dies kontraindiziert sein kann. Ich habe kurze Zyklen von 18-24 Tagen mit nur leichten Blutungen, dennoch wurden zweimal unabhängig voneinander hohe Östrogenspiegel gemessen. Nun rät mir meine Gynäkologin zu einer fraktionierten Abrasio, um Hyperplasien o.ä. durch das hohe Östrogen auszuschließen. Aufgrund meiner Angsterkrankung, negativen Erfahrungen mit einer Ausschabung nach einer Fehlgeburt bin ich hier zurückhaltend und weiß nicht, was ich davon halten soll. Wäre das auch für Sie die richtige Vorgehensweise? Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen. Herzliche Grüße, Anni
Es ist die Frage der Indikation für eine Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung) mit Ausschabung. Nur wegen einer vermuteten Östrogendominanz würde ich die nicht sehen. Wenn sich natürlich die Gebärmutterschleimhaut hoch aufbaut und nach der Regelblutung nicht zurückgeht ist eine Gestagengabe von Zyklusmitte sinnvoll. Mit Progesteron ist mir keine Kontraindikation bei Angststörungen bekannt. Aber letztlich müssen Sie sich hier auf die Einschätzung Ihrer Frauenärztin verlassen. Gruß Dr. Mallmann
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