Dawina1985
Sehr geehrter Herr Dr. Mallmann, ich bin schlank (54,9 kg auf 1,74m) in die Schwangerschaft gestartet. Aufgrund von Übelkeit bis zur 20. Woche und anschließend Schwangerschaftsdiabetes habe ich bis zur Geburt in der 42. SSW nur 100 Gramm zugenommen, also 55kg. Die Geburt vor 9 Wochen war recht kompliziert, mit einem Dammriss 4. Grades und einem Blutverlust von 900ml. HB war bei 4,9 nach der Geburt. Ich hatte neben den Schmerzen zu Anfang mit Kreislaufproblemen zu kämpfen. Inzwischen ist eigentlich alles gut und ich versuche meine Fitness durch Spazieren mit dem Kleinen wiederherzustellen. Pro Tag etwa 12-15km, kein Problem soweit. Nur bei angezogenem Tempo rauscht es noch in den Ohren und manchmal wird mir schwindelig. HB war bei der letzten Kontrolle bei 9,1. Jedoch sagte mein Gynäkologe, dass mein aktuelles Gewicht von 46kg nicht gut für mich und das vollgestillte Baby wäre. Sehen Sie darin auch ein Problem? Ich fühle mich ja nicht schlecht und unser Sohn entwickelt sich prächtig. Wenn ja, was könnte und sollte ich denn dagegen tun? Vielen Dank für Ihre Hilfe.
Na ja, einem sich wohl fühlendes Menschen, schlank, gute Bewegungsleistung usw. in sein Lebenskonzept reinzureden fällt einem ja eher schwer. Dennoch gibt es ein paar Dinge zu beachten. Da sollte internistisch sichergestellt sein, dass der Zuckerstoffwechsel nach dem Gestationsdiabetes wieder in Takt ist, die Schilddrüsenwerte in Ordnung sind, der niedrige Hb-Wert nur durch den Blutverlust bei der Geburt zu begründen ist, ein Konzept zur Normalisierung des Hb-Wertes erstellt ist, der Knochenaufbau stimmt (Knochendichtemessung) usw..... Will heißen, ein Check beim Internisten macht sicherlich Sinn und wenn, was ich denke, alles okay ist, sollte es dann auch gut sein. Die Sorge aus gynäkologischer Sicht betrifft bei sehr schlanken Frauen den Knochenaufbau. Hier kann es sinnvoll sein, den regelmäßig zu kontrollieren. Gruß Dr. Mallmann
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