Frage im Expertenforum Frauenarzt / Frauenärztin an Dr. med. Christiane Mallmann:

Krebsangst

Frage: Krebsangst

Celesta

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Hallo Frau Dr. Mallmann, erst einmal herzlichen Dank, dass man hier die Möglichkeit hat, Fragen zu stellen und ein Lob an Ihre Arbeit. Ich, 40 Jahre alt, hatte vor, während und nach der letzten Periode ( jetzt ca. 3 Wochen her) erstmalig Schmerzen und Spannen in den Brüsten, was ich nie hatte. Nachdem meine Tochter mich beim Spielen an der Brustwarze getroffen hatte und es weh tat, fühlte ich nach und habe links oben nahe der Brustwarze einen Knoten ertastet. Die letzte Vorsorgeuntersuchung war vor 2 Monaten und beim Abtasten der Brust war nichts auffällig. Ich war bei meinem Gynäkologen und er hat den Knoten ertasten können, der Ultraschall blieb jedoch unklar, weshalb ich eine Überweisung ins Brustzentrum bekam. Er sagte, er glaubt nicht, dass es etwas schlimmes ist, kann es aber nicht benennen. Da ich völlig überfordert war und Panik habe, hatte ich völlig vergessen zu fragen, weshalb man im Ultraschall nichts sieht und ob es möglich ist, dass sich in 2 Monaten nach der Vorsorge etwas bösartiges entwickeln kann. Ist meine Angst vor Brustkrebs irrational? Vielen Dank vorab.


Dr. med. Christiane Mallmann

Dr. med. Christiane Mallmann

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Guten Tag, zunächst vielen Dank für die netten Worte.  Brustpannen, manchmal auch Brustschmerzen um die Periode herum, können beispielsweise durch hormonelle Faktoren entstehen. Das liegt daran, dass Brustdrüsengewebe hormonsensibles Gewebe ist und zyklusabhängigen Veränderungen, insbesondere dem Östrogen- und Progesteron-Einfluss unterliegt. Im Laufe der Jahre kommt es auch öfter zu einer Mastopathie- darunter versteht man knotige, zum Teil zystische Veränderungen der Brust, die ebenfalls Spannen und Schmerzen verursachen können und auch tastbar sein können. Es ist tatsächlich so, dass manche Veränderungen im Ultraschall nicht oder nur schwer dargestellt werden können- das kann verschiedene Gründe haben. Je nach Lokalisation kann es schwer sein, den Befund darzustellen und auch die sonographische Beurteilbarkeit des Drüsengewebes kann je nach Zyklusphase variieren. Manchmal lassen sich Knoten oder Zysten auch innerhalb mastopathischer Areale nur schwer abgrenzen.  Insgesamt halte ich das Vorgehen Ihres Frauenarztes für gut nachvollziehbar- hier würde ich nach Ihrer Beschreibung vermuten, dass eher der Aspekt der größtmöglichen Sicherheit für Sie im Fokus steht, als ernsthafte Bedenken bzgl. des Befundes.  Im Brustzentrum erfolgt schließlich die Untersuchung mit höchster Expertise- bei Unklarheiten kann dann auch eine Probe entnommen werden oder weitere Untersuchungen zur Abklärungen eingeleitet werden.  Ja, theoretisch könnte ein bösartiger Befund auch sehr rasch wachsen, jedoch sind Brustschmerzen kein klassisches Symptom bei Brustkrebs und in der beschriebenen Gesamtkonstellation wäre dies nicht mein erster Gedanke. Die geplante Abklärung hätte ich aber genauso empfohlen.  Alles Gute für Sie!


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