Frage im Expertenforum Frauenarzt / Frauenärztin an Dr. med. Christiane Mallmann:

Blutwerte

Frage: Blutwerte

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Sehr geehrte Frau Dr. Mallmann, ich hatte Anfang September eine Fehlgeburt in SSW 10.   Im Nachgang war der Prolaktinwert bei 48. Anfang November am 05. Zyklustag bei 28,7. Am 20. Zyklustag ist er immer noch bei 28,7.   Der Progesteronwert am 20. Tag war 15. Der Östrogenwert am 5. Tag war 31,7 und am 20. Tag 79,3.  Ich bin 42 Jahre alt.   Wie schätzen Sie die Werte ein? Sollte hier was veranlasst werden?   herzlichen Dank!


Dr. med. Christiane Mallmann

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Guten Tag, zu Beginn muss ich leider sagen, dass die Interpretation von Laborwerten in diesem Rahmen schwierig ist, weil sich die Laborwerte je nach Testverfahren unterscheiden können und eine Interpretation ohne die laboreigenen Referenzwerte nur sehr eingeschränkt erfolgen kann. Zudem ist es auch relevant für die Interpretation, wie lang ihr Zyklus ist, ob es Unregelmäßigkeiten oder Erkrankungen/Faktoren gibt, die Einfluss auf den Zyklus nehmen können. Hier meine orientierende Einschätzung: Der Prolaktinwert erscheint mir (ohne die laboreignen Referenzwerte) noch normwertig, auch im Rahmen der vorangegangenen Schwangerschaft. Es gibt verschiedene Einflussfaktoren, die Auswirkungen auf die Höhe des Wertes haben können, wie z.B. das Abtasten der Brust oder die vaginale Untersuchung; weshalb die Blutentnahme bestenfalls erst nach einer solchen Untersuchung stattfinden sollte. Erhöhte Prolaktinwerte können z.B. eine Brustsekretion oder Zyklusstörungen verursachen. Haben Sie damit zu tun? Auch die Einnahme mancher Medikamente oder eine Schilddrüsenunterfunktion können den Wert beeinflussen. Die Messung der Schilddrüsenhormone kann demnach, auch wegen der Fehlgeburt, sinnvoll sein. Der Progesteronwert und der Östradiolwert erscheinen mir ebenfalls normwertig. Ich verweise hier aber auch nochmals darauf, dass die Referenzierte relevant sind für eine genaue Interpretation. LH und FSH wären aber für eine umfassende Beurteilung auch interessant zu kennen. Ich nehme an, es besteht weiterhin ein Kinderwunsch? Hier ist das weitere Vorgehen abhängig von individuellen Faktoren. Eine Komplettierung der Laborwerte sowie ein ultraschallgestütztes Zyklusmonitoring ggf. mit Stimulation können sinnvoll sein. Auch die Vorstellung in einer spezialisierten Kinderwunschsprechstunde würde ich, aufgrund der abnehmenden Fruchtbarkeit mit steigendem Alter für sehr sinnvoll halten. Beraten Sie sich am Besten mit Ihrer Gynäkologin/Gynäkologen und planen dann die nächsten Schritte. Ich wünsche Ihnen alles Gute!


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