Ann-Kristin
Sehr geehrter Herr Dr. Mallmann, Nach zwei gesunden Schwangerschaften und Geburten 2017 und 2018 hatte ich letztes Jahr leider zwei Fehlgeburten (einmal I. R. einer schweren Influenza, einmal unbekannte Ursache). Dadurch habe ich eine schwangerschaftsbezogene Panikstorung entwickelt, d. h. Ich habe in der zweiten Zyklushälfte (wenn ich hoffe schwanger geworden zu sein) gegen 4.00 Uhr in der Nacht heftig Panik mit Zittern, Herzklopfen, harndrang und liege ein bis zwei Stunden wach. Dann schlafe ich wieder ein. Nicht jede Nacht, aber aller zwei Nächte ungefähr habe ich diese Attacken. Tagsüber nie. Eine Psychologie habe ich bereits kontaktiert. Die Ängste beziehen sich darauf, dass dieser Stress und schlechtes Schlafen bei einer erneuten Schwangerschaft, die ich mir sehnlichst wünsche, eine Fehlgeburt auslösen.... Stresshormone senken doch den Progesteronspiegel? Wie realistisch sind diese Ängste? Haben Ihrer umfangreichen Erfahrung nach Frauen mit Angststoerungen mehr Fehl- oder Frühgeburten? Besten Dank!
Rein theoretisch sollen Stressmomente das Fehlgeburtsrisiko erhöhen. Aber das ist ja nicht so, dass wenn die normale Fehlgeburtenrate 20 % ist dann das Risiko auf 25 % steigt. Lassen Sie es 1 bis 2 %-Punkte sein. Da kommen viele andere Faktoren dazu. Bedenken Sie, dass Fehlgeburten etwas normales sind. Da Sie 2 gesunde Kinder haben spricht alles dafür, dass Sie noch weitere Kinder bekommen selbst, wenn jetzt noch einmal eine Fehlgeburt eintritt. Fehlgeburten ist ein Schutzmechanismus der Natur, damit Frauen nicht zu viele Kinder bekommen (die Natur konnte nicht wissen, dass wir effektive Verhütungsmethoden entwickeln) und dass nicht so viele Kinder mit schweren Fehlbildungen geboren werden. Also alles Gute - lassen Sie es ruhig angehen und holen Sie sich Unterstützung bei der Psychologin. Gruß Dr. Mallmann
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