Elternforum Schwanger - wer noch?

Schwanger und Mirtazapin 7,5 mg

Schwanger und Mirtazapin 7,5 mg

Ceres1

Beitrag melden

Hallo zusammen, ich leide seit 2009 an Panikattacken. Diese habe ich mit dem Medikament Mirtazapin super in den Griff bekommen. Mittlerweile bin ich von ehemals 45 mg auf 7,5 mg runter. Aber weiter geht nicht, dann fangen die Probleme wieder an. Bin mit dieser Dosis jetzt seit 6 Jahren stabil und fühle mich super. Im letzten Jahr haben wir beschlossen Kinder zu bekommen. Ich habe mich vorher informiert ob man das Medikament nehmen darf. Muss dazu sagen, dass ich es vom Hausarzt habe, nicht vom Psychiater und der Hausarzt meinte man könne es nehmen. Habe Foren studiert und auch da stand, es habe keine negativen Auswirkungen, gegen Ende solle man nochmal reduzieren um Anpassungsstörungen zu vermeiden. Hab bei Emryotox geschaut und sogar im Vorfeld schon einmal dort angerufen, man darf es nehmen. Hab in Foren gelesen und gesehen, dass auch andere Frauen das Medikament nehmen. Aber keine schrieb später ob es dem Kind gut geht. Da stand sogar, dass es gegen starke Schwangerschaftsübelkeit eingesetzt wird. Zuletzt war ich beim Frauenarzt und hab da nachgefragt. Mein Arzt war leider erkrankt und hatte eine Vertretung. Die Vertretung meinte auch, das Medikament sei kein Problem. Ich bin jetzt in Woche 12. beim Kind ist alles ok, mir gehts super. Letzte Woche war ich bei meinem Frauenarzt, der aus dem Krankenstand zurück ist. Der Arzt gilt hier in der Gegend als kompetent und spezialisiert auf schwere Fälle. Als ich ihm sagte, dass ich Mirtazapin nehme war er verunsichert. Er schaute in sein Programm und meinte das sei ein starkes Medikament und warum ich nicht umgestellt hätte. Obwohl mein Hausarzt immer sagt, meine Dosis sei fast schon homöopathisch. Er gab mir ne Überweisung zum Psychiater und meinte ich soll da wegen einer Umstellung fragen. Jetzt bin ich absolut verwirrt. Auch wenn ich google überall steht, wenn man gut eingestellt sei, solle man die Medikation beibehalten. Ich hab auch nochmal bei Emtyotox angerufen, da sagt man mir das Selbe. Das Medikament darf in der Schwangerschaft angewendet werden und wenn man gut eingestellt sei, soll man nicht umstellen. Jetzt hab ich natürlich Angst, dass der Psychiater das Medikament absetzt und mir was anderes mit ner höheren Dosis gibt. Hab Angst das mein Zustand sich dann verschlechtert. Oder das ich sm Ende beide Medikamente nehmen muss. Hat jemad von euch Erfahrungen mit Mirtazapin? Kennt ihr jemanden der das genommen hat und der ein gesundes Kind hst? Oder hatte jemand davon Komplikationen? Vielleicht hat auch jemand nen Tipp für das Gespräch beim Psychiater? Natürlich will ich meinem Kind nicht schaden, drum hatte ich mich ja im Vorfeld informiert und war mit meiner Entscheidung zufrieden. Jetzt bin ich super verunsichert. Mein Mann natürlich auch. Liebe Grüße


Katz_Lisa

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Ceres1

Hallo :) Ich hab das Medikament auch mal genommen, lange vor der Schwangerschaft. Es hat mir aber leider nicht geholfen. Ich bin dann auf Sertralin umgestiegen. Bei deiner Mini-Dosis würd ich mir echt gar keine Sorgen machen.... haben dir die meisten Fachleute ja auch so gesagt! Also da würde nicht mal was bei ner regulären Dosis sein! Ich fänd es ehrlich gesagt ziemlich unverantwortlich, wenn dein Psychiater es dir nicht mehr verschreiben sollte. Schließlich ist Grundvoraussetzung dafür, dass es deinem Kind gut geht die, dass es dir gut geht. Ich würd für den Termin den Embryotox-Artikel ausdrucken und im schlimmsten Fall Psychiater wechseln! GlG


Ceres1

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Katz_Lisa

Ja mein Hausarzt sagt ja eben auch, dass das eine minimale Dosis wäre und da keine Folgen zu erwarten sind und bisher ist mit unserem Baby ja auch alles top. Ich versteh auch nicht, was ein Wechsel jetzt noch bringen soll. Die kritischen 12 Wochen sind ja vorbei, in denen ein hohes Fehlbildungsrisiko bestand. Also falls das Kind von den Tabletten nen Schaden nehmen sollte, dann doch eigentlich am Anfang der Schwangerschaft. Und unserem Kind gehts gut. Wir haben 1x probiert schwanger zu werden, es hat gleich geklappt und ich hatte auch noch nie eine Fehlgeburt. Und auch keine Blutungen oder Schmerzen oder sonstige Probleme bisher. Ich hoffe der Psychiater sieht das ähnlich. Klar ansonsten hol ich mir noch eine Meinung, weil jetzt haben so viele Stellen keinen Wechsel empfohlen. Den Ausdruck von Emryotox nehme ich auf jeden Fall mit, das ist eine super Idee. Wäre halt schön ich würde jemand kennen, der das auch genommen hat und könnte dan argumentieren, dass da alles ok war.


Katz_Lisa

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Ceres1

Wie du schon gesagt hast, die kritischen 12 Wochen sind vorbei und es sieht alles gut aus :) dafür musst du dann auch niemanden kennen, bei der dann auch alles gut war. Das Wichtigste für dich ist doch, dass mit deinem Kind alles ok ist! Und das ist es sicher! Bitte mach dir keinen Kopf, das wäre schade um deine Nerven! :)


Katz_Lisa

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Katz_Lisa

Und im Notfall lass es dir von deinem Hausarzt verschreiben! Jetzt einen Rückfall zu riskieren wäre dumm :)


Ruto

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Ceres1

Kenne das Medikament aus meinem beruflichen Umfeld und ja, das ist wirklich eine sehr niedrige Dosis, die aber für deine Gesundheit wichtig ist. Dein Gyn kennt das Medikament nicht und möchte lieber auf Nummer sicher gehen. Finde das Vorgehen grundsätzlich sehr gut, auch dass er dich da lieber dem zuständigen Facharzt vorstellt. Lass dich nicht verunsichern. Sieh eh als Chance, nochmal eine Zweitmeinung (unabhängig der Schwangerschaft) und ggf einen Ansprechpartner für die Zukunft zu haben. Psychopharmaka gehören in die Hände der Fachärzte, auch wenn sich dein Hausarzt da glücklicherweise auch auszukennen scheint. Emtyotox ist da übrigens verlässlicher als dein Gyn, der das Medikament nicht kennt. Alles Gute dir