Evalicious
Ich bin schon zum 4. Mal schwanger. Habe die letzten 2 Babys tot zur Welt bringen müssen. Der erste in Woche 19 der zweite ist in ssw 38. gestorben. Jetzt bin ich in ssw 20. wiedermal sagen die Ärzte es ist alles Bestens und alles in Ordnung. Leider kann ich das inzwischen nicht mehr glauben. Ich habe gestern erfahren das ich dieses Mal mit einem Mädchen schwanger bin. Ich habe eine 10 Jährige Tochter aus früherer Beziehung. Ihr Vater hat sich in meiner Schwangerschaft eine neue Partnerin gesucht und hat mich komplett mit ihr alleine gelassen. Es war schrecklich mit ihr und sie ist immer noch sehr schwierig. Ich habe sehr viel geweint in der Schwangerschaft und konnte sie auch nicht richtig annehmen und lieben. Auf einmal fühle ich mich so an die letzten 10 Jahre erinnert. Ich hab nicht das Gefühl dass ich mit dieser Schwangerschaft etwas neues erleben kann. Ich fühle mich als müsste ich jetzt nochmal das gleiche durchleben was ich mit meiner Tochter durchgelebt habe. Ich bekomme einfach die gleiche Aufgabe nochmal. Ich kann mich nicht mehr freuen. Ich hab das Gefühl das Leben gibt mir immer das was ich nicht will. Allerdings muss sie erstmal lebendig geboren werden und meine Vergangenheit sagt ja dass die Chancen bei mir eher schlecht sind. Jetzt bin ich in einer tollen Beziehung mit einem super tollen Mann aber wir haben bis jetzt nur schreckliches erlebt im Bezug auf Kinder kriegen. Das Leben ist so ungerecht. Es ist als soll ich leiden. Als dürfte ich einfach nicht glücklich sein. Ich bin so durcheinander und weiß nicht wie ich meine Gefühle ändern kann. Ich bin nur noch am weinen und fühle mich sehr depressiv. Sie tritt mich sehr doll und die ganze Zeit und ich kann mich nicht mehr darüber freuen.
Hallo, das mit deinen zwei Totgeburten tut mir sehr leid! Deine Ängste bei dieser Schwangerschaft sind jetzt sicher sehr normal. Aber es gibt da ja neben der Angst noch ein zweites Thema, nämlich die innere Ablehnung deiner beiden Kinder, der großen Tochter und der ungeborenen. Hast du wegen deiner großen Tochter mal eine Erziehungsberatung gemacht? Es ist ja schon schlimm, wenn eine Mutter sagt: "Es war schrecklich mit ihr, und sie ist immer noch sehr schwierig." Da stimmt in der Familie etwas nicht, denn Kinder werden ja in der Regel nur dann schwierig, wenn ihre Eltern Probleme haben. Das ist nicht böse gemeint, du hast viel Schweres hinter dir. Aber wenn du solche Probleme mit deiner Tochter hast, brauchst du Hilfe, damit sie keinen Schaden nimmt. Und damit euer Verhältnis in der Pubertät nicht noch schlechter wird, denn die schwierigsten Jahre kommen ja erst noch. Du projizierst die jetzigen Probleme und auch die schlimme Vergangenheit mit deinem früheren Partner auf das neue Kind. Auch das ist wirklich schlecht. Es hat ja gar keine Chance, bei dir schöne und gute Gefühle zu wecken. Ich weiß, du wirst es vielleicht nicht gern hören, aber du würdest jetzt sehr von einer Psychotherapie profitieren, und deine Kinder (das vorhandene und das ungeborene) ebenfalls. Da ist so vieles im Argen, so vieles, das klemmt und schief ist und allein nicht gelöst werden kann. Und natürlich die riesige Trauer um die toten Babys. Das ist zu viel, um es selbst zu stemmen, und das merkst du ja auch gerade. Lass dir helfen! Wenn du es nicht für dich machst, mach es für deine Kinder. Da es oft Wartezeiten gibt, würde ich morgen gleich mal ein paar Psychotherapeuten abtelefonieren und dann dort hingehen, wo du den zeitnahesten Termin bekommst. Trau dich. Eine Gesprächstherapie tut überhaupt nicht weh, ganz im Gegenteil, sie ist erleichternd und hilfreich. Und es kann doch für dich alles nur besser werden (und das wird es auch, wenn du dir helfen lässt!) Alles Liebe für dich!!💚
Hallo. Danke für deine Antwort. Ich bin seit der letzten Totgeburt in professioneller Psychischer Behandlung. Ich dachte es gibt hier vielleicht Eltern die mich verstehen können und ihre Geschichte mit mir teilen. Ich glaube nicht dass alle Eltern ihre Kinder immer nur toll finden. Ich weiß dass es wahrscheinlich in 2 bis 3 Jahren losgeht mit der Pubertät und alles noch viel schlimmer wird. Dabei war und ist es seit ihrer Geburt einfach schon echt der Horror mit ihr. Sie war ein Schreikind und redet eigentlich immer und ist auch generell sehr laut und impulsiv. Seit 10 Jahren muss ich jeden Tag früh aufstehen und sie beschäftigen und Programm für sie organisieren. Ich freue mich für dich dass du die perfekte Mutter bist und anscheinend niemals negative Gefühle hast. Eigentlich brauch es nur solche Mütter wie dich auf dieser Welt dann hätten wir gar keine Probleme mehr auf der Welt. Alles Liebe für dich und deine tollen Kinder. Bleibt so wie ihr seid
Als wäre so ein Therapeut ein Magier und könnte alle Probleme heilen. :D Ich wünschte ich könnte so vereinfacht Denken wie du. Das Leben ist nur schwarz oder weiß es gibt nur gut und Böse und links und rechts. Wie alt bist du eigentlich? Hast du auch mal wo anders als in Deutschland gelebt?
Hat deine Tochter den auch gute Eigenschaften??? Ich hab einen fast 17 jährigen Sohn der die Schule abgebrochen hat gerade und auch sonst mich auf dem Zahnfleisch kriechen lässt , OK er war kein Schreibaby aber ab drei war es sehr sehr anstrengend mit ihm und richtig beschissen wurde es als sein Vater wieder auf der Bildfläche aufgetaucht ist aber ich kann dir auch ein Dutzend positive Dinge über ihn sagen und warum ich ihn trotzdem immer lieben werde egal was er macht, er ist mein Baby und wird es immer sein Was ich auch nicht verstehe warum du weitere Kinder anscheinend möchtest wenn alles scheiße war
Warum bist du denn so pampig? Natürlich heilt ein Therapeut dich nicht durch Handauflegen. Da musst du schon selbst mitarbeiten. Nur du kannst letztendlich etwas ändern. Dass das viel Kraft kostet und du momentan kein Licht am Horizont siehst, kann ich verstehen. Aber dafür bist du ja in Therapie. Du musst dich darauf einlassen, andere können deine Probleme nicht lösen.
Hallo Evalicious, das mit den Fehl- und Totgeburten tut mir ganz furchtbar Leid. Umso mehr freut es mich, dass du einen zuverlässigen und tollen Partner an deiner Seite hast. Ich halte mich bewusst aus der ganzen Geschichte mit deiner Tochter raus, weil ich finde, dass man das absolut nicht aus der Ferne beurteilen kann und das auch keiner tun sollte. Das sind deine Gefühle und die sind berechtigt, egal wie "furchtbar" das klingt. Gerade in diesen Foren habe ich sehr häufig das Gefühl, dass von uns allen erwartet wird, dass wir die absoluten Über-Mütter sind, immer lieben, immer emphatisch sind und alles schlucken, was auch nur ansatzweise negativ ist weil "Du wolltest doch ein Kind!?!?! Dann stell dich nicht so an!?!?!" Ich denke ganz oft, dass Kinderwunsch und Kinder haben völlig unterschiedliche Realitäten sind. Ich bin noch super früh schwanger und frage mich, ob das alles eine gute Idee war, weil man einfach nicht weiß, was da für ein Mensch aus dir rauskommt. Oder wie die Schwangerschaft insgesamt verläuft. Und auch ich habe Kinderwunsch. Was ich damit sagen will, deine Gefühle sind berechtigt. Du bist allem voran immer noch ein Mensch und eben nicht nur Mutter, auch wenn das viele denken. Leider habe ich keine hilfreichen Ratschläge für dich, bzw. einige wurden ja bereits welche genannt. Bin selbst (noch) keine Mutter und kann/will mich nicht dazu erheben, dir jetzt einen Masterplan zu schreiben. Aber ich höre dich und sehe dich als MENSCH! Ich hoffe, du findest deinen Weg, damit umzugehen und dass du dich über die Schwangerschaft freuen kannst. LG, Lena
Hallo Lena, Danke für deine Nachricht. Ich bin dir sehr dankbar dafür. Hatte mich gerade schon wieder über die Nachrichten davor geärgert. Glückwunsch zu deiner Schwangerschaft. Ich sehe das so wie du. Ich habe neulich erst einen Artikel gelesen warum die perfekten Mütter eben nicht die besten Mütter für ihre Kinder sind. Ich habe den Beitrag geschrieben als es mir schlecht ging. Das ist jetzt schon wieder fast 1 Woche her. Inzwischen sehe ich das alles anders. Natürlich liebe ich meine Tochter und sie hat auch ganz viele tolle Eigenschaften. Aber oft nervt sie mich auch und triggert mich extrem. Ich finde das ist nix schlimmes. Sie fordert mich heraus und dadurch wachse ich. Ich kenne genug Mütter persönlich dass ich weiß das es den meisten auch so geht. Nur hier in dem Forum gibt es solche Mütter wie Lillimax etc. die anscheinend Alles besser wissen und niemals böse auf ihre Kinder werden. Vielleicht ist sie auch eine K. I. Die einfach zu allem was posted. Ich dachte ich kann hier Eltern finden die ähnliches wie ich erlebt haben oder manche Gefühle nachvollziehen können. Aber ich habe eine tolle Familie und super Freunde. Und das ist viel hilfreicher als jeder Psychologe und jede Therapie.
"Aber ich habe eine tolle Familie und super Freunde. Und das ist viel hilfreicher als jeder Psychologe und jede Therapie." Dann frag ich mal ganz fies: Warum bist du in therapeutischer Behandlung? Es ist schlimm, was du erlebt hast, keine Frage, aber deshalb pampig zu werden, muss nicht sein
Was ist den pampig an meiner Nachricht? Was gibt es dir solche Nachrichten zu schreiben? Fühlst du dich jetzt besser und überlegen? Dann freue ich mich für dich. Das hat sich also gelohnt. Ich war in Therapie wegen so Leu2wie dir die sagen das das unbedingt nötig ist und das man das braucht und das das hilft. Weil ich es ausprobiert habe kann ich sagen dass es bei mir nix gebracht hat. Mir haben eher Unterhaltungen mit Freunden und Familie geholfen.
Willst du darauf wirklich eine Antwort Ok "Alles liebe für dich und deine ach so tollen Kinder." Das ist pampig auch die Zeilen davor
OK. Es tut mir sehr Leid dass ich das so geschrieben habe. Musst dich nicht deswegen persönlich angegriffen fühlen.
Ich fühle mich nicht angegriffen, von mir aus sei pampig ich arbeite in der Krankenpflege weißt du wie oft ich pampige Antworten bekomme? Ich persönlich glaube das du viel in das Geschlecht rein produzierst, dann deine beiden schweren Verluste ( mir reichen schon meine Fehlgeburten und das meine heute 5 jährige Tochter fast bei ihrer Geburt gestorben ist) , das deine Freunde und Familie dich gerade auffängt super, aber ich gehe davon aus daß deine richtige Trauer erst noch kommen wird, auch dauert eine Therapie Jahre um so etwas aufzuarbeiten und das richtig aufarbeiten ist wirklich wichtig Aber es ist deine Entscheidung Und wie gesagt ich habe auch einen Sohn der mit sehr oft den letzten Nerv kostet
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