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Pränataldiagnostik

Pränataldiagnostik

lena_loewenzahn

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Hallöchen ihr,  kommende Woche soll ich zur Pränataldiagnostik. Bin dann voraussichtlich Woche 10 oder 11, das kommt ganz darauf an ob man nach Periode oder Eisprung bei mir rechnet ;)  Auf meiner Überweisung steht, dass ich wegen des Uterus Bicornis und wegen genauerer ET Bestimmung hin soll. Nun ist es so, dass ich zunächst einen Termin bei einer Spezialistin gemacht habe, wo mir die Mitarbeiterin am Telefon gleich die Nackenfaltenmessung aufgeschwatzt und gesagt hat "Ist Eigenleistung, wissen sie, oder!?!?!". War ein wenig überrumpelt und mein Partner und ich sind später übereingekommen, dass dieser Test absolut gar keinen Sinn macht (nach genauerer Recherche kommen 95-97% der Baby mit verdickter Nackenfalte völlig gesund zur Welt). Dafür bezahlen wir sicher nicht so viel Geld, nur um uns wahnsinnig machen zu lassen. Lange Rede, kurzer Sinn, habe jetzt einen Termin bei einer anderen Spezialistin, die wohl auch umgänglicher sein soll und nicht so pampig zu ihren Patientinnen ist, wenn diese keine großen Tests machen wollen. (Ich habe über die erste Ärztin nämlich im Nachgang sehr viel negatives gehört und dass sie wohl sehr frech zu den werdenden Eltern diesbezüglich sein soll.) Pinzipiell wollte ich mal fragen, welche Tests ihr machen wollt oder gemacht habt und warum genau? Bin nicht komplett gegen Tests, aber halte einfach nichts von der Nackenfaltenmessung.  Danke für eure Erfahrungen schonmal! :)  LG


FräuleinMond

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Antwort auf Beitrag von lena_loewenzahn

Ich habe in beiden Schwangerschaften keinen NiPT gemacht, die Nackenfalte wurde auch nicht gemessen. Ansonsten mache ich nur die Tests, die in den Mutterschaftsrichtlinien empfohlen sind. Wobei ich dieses Mal auch den Zuckertest abgelehnt und stattdessen Blutzuckertagesprofile gemacht habe. Generell bin ich Freund davon nur dann Tests zu machen, wenn es a) gesundheitliche Risiken fürs Kind oder mich gibt oder b) der Outcome des Tests etwas ändern würde und ich bspw die Schwangerschaft abbrechen würde. Da b) für mich, bei Trisomien bspw., nicht in Frage kommt bleibt bei mir nur Punkt a).


lena_loewenzahn

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Antwort auf Beitrag von FräuleinMond

Da geht es mir so wie dir.  Meine Schwägerin hat einen Zuckertest gemacht und sie wurde völlig wahnsinnig gemacht, weil der wohl ein bisschen drüber war und schnell von Schwangerschaftsdiabetes gesprochen wurde. Dabei haben die Ärzt*innen aber wohl auch sehr unterschiedliche Ansichten, wann zu viel zu viel ist :/  danke für deinen Beitrag! 


WonderWoman

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natürlich können tests auch dann sinnvoll sein wenn man bei einem auffälligen ergebnis das kind nicht abtreiben will. selbst es keine möglichkeit der "heilung" gibt. vielleicht will man sich ja auch nur auf irgendeine weise vorbereiten, psychisch oder indem man, keine ahnung, das kizi anders einrichtet oder whatever. ich verstehe durchaus dass man "es", whatever "es" ist, wissen wollen würde. wobei man sich bewusst sein wollte dass man auch bei unauffälligen ergebnissen keine garantie auf ein gesundes kind hat. absolute gewissheit hat man ja nicht mal nach der geburt weil sich manche sachen erst im laufe der entwicklung zeigen. was gezahlt wird lasse ich machen. aber auch nur das. zwischen k1 und k2 habe ich die kk gewechselt und damit fiel der nipt weg, die alte kk hat den freiwillig bezahlt. war uns egal, dann gab es den halt nicht. es wird heute ja auch viel weniger geschallt als noch vor ein paar jahren. damit bin ich fein, ich vermisse nichts. ich habe auch nie solche ultraschallpakete gebucht die man selber zahlen musste. aber wenn mein gyn mehr schallt als er muss ist mir auch ganz recht. man nimmt was man kriegt. überflüssiger als den nipt (der ja sowieso immer nur der einstieg zum "da schauen wir mal näher hin" ist) finde ich übrigens dieses dauernde testen auf toxo oder cmv jedesmal wenn man einem rohen stück fleisch näher als 1m gekommen ist oder so. da kann man sich so richtig ordentlich wahnsinnig machen.


lena_loewenzahn

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Antwort auf Beitrag von WonderWoman

Danke für deine Einschätzung und Sichtweise. Ich sehe das ganz ähnlich, wie du. Vielleicht bin ich ein bisschen gewillter, wegen meines Uterus Bicornis genauer hinzusehen. Aber erst, wenn sich beim US etwas wirklich problematisches zeigen sollte. 


Cleo92!

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Liebe Lena,  wie kommt es denn, dass die genaue ssw durch die Feindiagnostik bestimmt werden soll? Dadurch, dass ich sehr lange zyklen hatte wurde die Schwangerschaftswoche mit meinem Eisprung und der SSL verglichen und hat bisher super gepasst (mittlerweile 37te Woche).  Wir haben uns gegen den NIPT entschieden, aber für das Erst Trimester Screening. Sollte eine Nackenfalte in dem Zeitraum verdickt sein, wird sie in der Regel ja auch einfach nochmal kontrolliert. Ebenfalls wird das gesamte Baby angeguckt. Mir war es wichtig eher nach den Organgen... vorallem der Hirn und Herzentwicklung zu gucken (wegen eigener Herzproblematiken).  Hätte ich die Sache mit dem Herz nicht, hätte ich weder NIPT noch Erst Trimester Screening gemacht.  Es gibt unzählige mehr Behinderungen als Trisomie 21,18 und 13 die nicht geguckt werden. Auch bei der Geburt durch zu wenig Sauerstoff oder sonst was kann immernoch was passieren obwohl man vorher laut den ganzen Test ein vermeintlich gesundes Kind hat. Ich hoffe ihr findet für euch passend eure Entscheidung. Eure Entscheidung ist die einzig wichtige und richtige Entscheidung  Alles Gute euch UND natürlich Herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft ❤️


Cleo92!

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Antwort auf Beitrag von Cleo92!

P.s. was ist das bitte für eine Praxis gewesen?  Du hast eine Überweisung und das soll bitte abgeklärt werden. Selbst wenn es wegen dem Uterus Bicornis nur im die Durchblutung, die kontrolle der Einnistungsstelle und Versorgung der Schwangerschaft geht. Dann ist das so, da braucht dir doch keiner was anderes aufquatschen. Du hast eine Überweisung und da sollen sie bitte auch genauso arbeiten und mit der Krankenkasse verrechnen. Wie Frech 😠


lena_loewenzahn

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Antwort auf Beitrag von Cleo92!

Das mit der genauen SSW ist mir erst später alles aufgefallen. Ich habe laut Gyn eine Diskrepanz zwischen Größe des Embryos und der SSW (also Embryo ist zu klein). Witzigerweise geht es um 6 Tage und wenn ich nach meinen Eisprung rechne, wird mein ET auch genau 6 Tage später berechnet als es meine Gyn getan hat. Das habe ich meiner Gyn aber noch nicht erklären können, weil ich seitdem nicht da war ;)  Danke für deine Sichtweise. Momentan fahre ich einfach so, dass ich nächste Woche zur Pränataldiagnostik gehen werde und mich erst einmal beraten lassen werde und es wird denke ich nochmal ein US gemacht. Vielleicht hat sie ja auch bessere Geräte als meine Gyn, die sind wohl nicht mehr so ganz fresh und dann kann man mehr sehen.  Am liebsten würde ich einfach erstmal gucken lassen und wenn dann etwas auffällig ist, kann man ja nach weiteren Tests schauen, wenn diese unbedingt notwendig sind. Ich meine, wie machen das denn Leute, die knapp bei Kasse sind, wird denen dann auch gesagt, dass die ganzen Tests ALLE sein müssen? Ziemlich komisch alles.  Tjoa und die erste Pränataldiagnostikerin ... ;) Egal ob Ärztin oder Arzt, machmal glauben die einfach alles zu wissen. Und ich habe echt wilde Geschichten über die gehört, die erzählt wohl auch Eltern von Zusammenhängen, die bereits vor Ewigkeiten in Studien wiederlegt worden sind und macht diese völlig kirre... 


Cleo92!

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Antwort auf Beitrag von lena_loewenzahn

Ahhh. Okay..  Schade, dass man da oft als Patientin so fit sein muss um den Arzt darauf hin zu weisen 😅.  Naja. Das Problem ist, dass die Feindiagnostik nicht mehr ganz das ist, wofür sie mal ursprünglich gedacht war. Eben um Auffälligkeiten/Anomalien ab zu klären. Heutzutage ist es ja eigentlich hauptsächlich nurnoch zum Baby-TV ausgeartet.  Was Menschen machen, die sich das Baby-TV nicht leisten können? Die warten und hoffen, dass alles in Ordnung ist. Ansonsten, sollte was ab zu klären sein. Dann bekommen sie ja eine Überweisung.  Aber es ist halt ungerecht wie in allen Lebenslagen. Hat man die Finanziellen Mittel, stehen einem mehr Türen auf.  Es gibt viele Praxen die echt super Geräte mittlerweile haben. Früher fand ich war der Unterschied von den Geräten der Gynpraxen und der Feindiagnostik Praxen extrem. Aber die Geräte bei den Gynäkologen sind in der Regel ja echt bombastisch mittlerweile.  Natürlich gibt es aber auch noch Praxen die recht alte Geräte haben und somit wirklich nicht die Auflösung wie bei der Feindiagnostik. Aber davon ab sind die Feindiagnostiker nochmal weiter ausgebildet als die reinen Gynäkologen. Meine Frauenärztin hat damals auch gesagt: klar weiß ich wo welches Organ ist und welche größe was haben sollte. Aber mein wissen geht nicht so tief, wie das der Feindiagnostiker... Wenn ich bei dem Beispiel Herz bleibe, war ich unfassbar fasziniert. Das Herz war zum Zeitpunkt des Erst Trimester Screening nicht mal ein cm groß und trotzdem konnten sie im Ultraschall alles mögliche darstellen und hatten so einen unfassbaren Blick auf die Herzkammern und Klappen. Das ist schon Wahnsinn. Hatten auch einfach eine ganz tolle Ärztin die alle Gefäße erklärt hat. Wie das Bild aussehen muss und genau so wie wir es sehen perfekt ist. 


Astrid

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Huhu, ich habe das Ersttrimester-Screening gemacht. Hier gehört die Nackenfaltenmessung dazu, wird aber in Relation gesetzt zu bestimmten Blutwerten und dem Alter der Mutter. Es sind also drei Faktoren, die hier zu einem Risiko berechnet werden, was zuverlässiger ist als die Messung allein. Zusätzlich war ich in der 21. SSW beim sog. Organscreening. Hier wird zum einen nach Auffälligkeiten beim Kind geschaut (auch Hinweise aufs Down-Syndrom etc. werden hier sichtbar), aber auch nach der Nabelschnurarterie, der Plazenta usw., um zu schauen, ob das Kind gut versorgt ist. Das fand ich sehr sinnvoll, denn hier werden auch Dinge erkannt, die man noch im Mutterleib oder gleich nach der Entbindung behandeln kann. Das ist aber schon ein paar Jahre her. Heute würde ich statt des Ersttrimester-Screenings einen Harmony- oder ähnlichen Test machen lassen. Hier wird ja per einfacher Blutabnahme bei der Mutter auf bestimmte Chromosomen-Anomalien getestet. Der Test ist sehr zuverlässig, man muss ihn allerdings selbst bezahlen. Eine Nackenfaltenmessung ist dann nicht mehr nötig. LG


glubschi

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Antwort auf Beitrag von lena_loewenzahn

Kurz und knapp, ich hab alle Tests gemacht und werde sie wieder machen. Ein auffälliges Ergebnis hätte für mich weitere Konsequenzen.