Mitglied inaktiv
Für wen ist die Geburt eigentlich anstrengender, für Mutter oder Kind? Ist es fürs Kind ein richtig schlimmes Erlebnis, oder nur bisschen unangenehm?
Hallo :-) Habe gerade Deine Antwort weiter unten noch gelesen; danke für die netten Worte :-) Also die Geburt ist für Mutter und Kind schmerzhaft, aber sie gehört zum auf die Welt kommen dazu. Und es ist so, dass sowohl Mutter als auch KInd während der Geburt Glückshormone produzieren, die zwischen den Wehen in rauhen Mengen ausgeschüttet werden und uns über unsere Grenzen gehen lassen. Schwierig wird es nur, wenn Mutter sich eine PDA legen lässt, zwar hat sie dann keine Schmerzen mehr, produiert aber auch keine Endorphine mehr, die über die Plazenta ans Baby weitergegeben werden, so hat Frau dann weniger, Baby aber mehr Schmerzen. Aber eine natürliche Geburt ist für die Entwicklung des Kindes sehr wichtig, also der Weg durch den Geburtskanal hat wichtigen Einfluss auf die geistige und körperliche Entwickling des Kindes. Natürlich entwickeln sich auch KS-Kinder normal!, aber viele von diesen werden nach der Geburt nicht ohne Grund zum Osteopathen oder zur Craniosacralen Therapie geschickt, um dieses (nicht gehabte) Erlebnis zu verarbeiten und besonders im Koopf- und Nackenbereich wird bei diesen Kindern viel gearbeitet. Also die Kinder müssen im Normalfall mit uns dadurch, aber das gehört für sie dazu und das wissen sie. Wenn sie bereit sind für die Welt, stehen sie diese Strapazen gerne durch und wenn man sie dann kommen lässt, wann sie möchten, haben sie auch keinen Stress, sondern schaffen das ganz toll. Liebe Grüße :-) Eva
Ich glaube nicht, dass man das verallgemeinernd sagen kann ... wer will denn auch ein Baby fragen, ob es Schmerzen hat. Bei meinem ersten Kind sagt mir mein gefühl ganz klar "Nein - die hat sicher keine Schmerzen gehabt!". Sie kam als Sternenguckerin zur Welt, ich saß auf dem gebärhocker und sah ihr direkt ins Gesicht, als ihr Kopf geboren wurde. Die Augen gingen auch sofort auf, noch wärend sie in mir steckte, und sahen mich staunend an - da war allenfalls Verwunderung, aber kein Anzeichen von Schmerz, Stress oder Angst. Sie hat auch nicht geweint oder gar geschrien. ich würde meinen, ihr hat die Geburt gefallen, sie liebte es als Baby auch immer sehr, wenn man sie sehr fest streichelte, besonders am Kopf. Mein Sohn hat schon ein wenig geweint, bei ihm könnte ich mir vorstellen, dass er Schmerzen hatte. Er "ratterte" so schnell durch's Becken, dass er blaue Flecke im Gesicht hatte. Schlecht vorstellbar, dass das ihm nicht weh getan hat. Unter der geburt lagen die herztöne aber absolut im normalen Wachzustand, was eigentlich gegen Schmerzen/ Stress spricht. Generell denke ich, dass es eben sehr auf die Geburt ankommt, ob einem Kind diese eher als angenehm oder schmerzhaft vorkommt. Viel ist vermutlich durch die Hormone bedingt, die man mit Schmerzmitteln reduziert. Weniger Schmerzen für die Mutter heißt damit eventuell mehr Schmerzen für's Kind. Es ist soweit ich weiß erwiesen, dass die Herztöne des Babys unter der Geburt häufiger in den Stressbereich kommen, wenn die Mutter Schmerzmittel bekommen hat. Schon ein sehr interessantes Thema! LG KItte
Hallo Eva, finde ich ja super interessant, was du geschrieben hast. Gerade auch das mit der PDA. Ich wollte ja auf keinen Fall eine, hab auch im Geburtshaus entbunden. Der Kleine hat auch alles prima mitgemacht und war sehr ausgeglichen. Ich würde mich auch sehr gerne noch genauer informieren über solche Dinge. Mein Mann meinte schon dass ich irgendwann auch ne Schwangeren- und Stillbetreuerin sein könnte. Könnte ich mir auch gut vorstellen. Gibt es da irgendwelche Bücher, die du empfehlen kannst, die auch dir zu deinem Wissen verholfen haben? Ich würde da gerne mehr drüber lesen. Auch Entwicklung vom Baby finde ich sehr interessant! Hast du dir dein Wissen alles nur angelesen und durch Erfahrungen (Schwangerschaften...) gesammelt oder hast du auch ne Ausbildung in die Richtung gemacht?? Viele liebe Grüße, Chloe
Hallo :-) Nein, eine Ausbildung habe ich nicht gemacht, wobei man glaube ich bei den LaLeche Frauen z.B. richtig lernen kann/muss bevor man die Stillendenbetreuung macht, dasd heißtm sie schauen wieviel man weiß und was man lernen muss. Ich bin da so reingerutscht, da ich immer schon ein wenig alternativer eingestellt war (zwei Hausgeburten gemacht, die dritte steht an), ein bisschen homöopathische Grundkenntnisse habe und weil ich einige Hebammen kenne. Ehrlich gesagt, weiß ich heute gar nicht mehr, woher ich die eine oder andere Sache weiß... Da sammelt sich einfach so viel an über die Jahre :-) Es gibt einige gute Bücher, ob nun den Klassiker von der INgeborg Stadelmann oder das Stillbuch von der Hannah Lohtropp, Frederik Leboyer hat sehr gutes Material zur natürlchen Geburt geschrieben und hinten im Anhang verwiesen diese wiederum auf andere gute Bücher, die sich alternativ mit diesen Themen beschäftigen. Es gibt z.B. eines, das heißt lasst die KInderseele wachsen, das finde ich toll, wenn die KInder da sind oder mein absolutes Lieblingsbuch ist von der Jean Liedloff Auf der Suche nach dem verlorenen Glück. Dieses Buch ist uralt und war das erste, was ich gelesen habe, als ich mit meiner Tochter schwanger war. Der Rest sammelt ´sich so an, auch weil man immer wieder andere Geschichten bei Schwangeren mitbekommt und immer wieder neu darauf eingehen muss. Richtig viel lernen kannst Du von einer Hausgeburtshebamme, die auch Nachsorge macht, diese Hebis sind meist die gelassensten und haben ein wahnsinniges Wissen. Schau einfach mal, vielleicht ist jemand in Deiner nähe, der so etwas macht und Dich mitnimmt, auch in der Nachbarschaftshilfe finden sich solche Frauen. Liebe Grüße :-) Eva