Dachbodenluke
Hallo zusammen! Ich bin in einer blöden Situation, bzw. vielleicht bald, aber ich mache mir natürlich schon so meine Gedanken. Und zwar ist die Situation folgende: Ich habe bereits eine Tochter, die im August 4 wird. Wir versuchen bereits seit fast 3 Jahren ein zweites Kind zu bekommen, bislang erfolglos. Im Februar hatte ich eine Fehlgeburt in der 9. Woche. Da ich bei meinem Arbeitgeber schon lange nicht mehr glücklich bin (und das ist noch freundlich formuliert, es geht hier regelrecht um Mobbing), habe ich nach der Fehlgeburt beschlossen, mich anderweitig zu bewerben. Ich kann ja schließlich nicht wissen, ob es noch mal klappt mit einem Kind und wie lange soll ich mich noch quälen in dem Job? Ursprünglich war der Plan ja, nach der nächsten Elternzeit zu kündigen, aber das hatte sich mit dem Abort ja dann erledigt. Nun bewerbe ich mich also seit März, hatte schon einige Gespräche, bisher erfolglos. Anfang Juni hatte ich das erste Gespräch bei einem top Arbeitgeber, wo ich wirklich sehr gerne arbeiten möchte. Nach dem Telefoninterview wurde ich zum Gespräch eingeladen, das war Anfang Juli. Und dann die Überraschung: Ein positiver Schwangerschaftstest! Nun gehe ich erst Ende dieser Woche zum Arzt, weil es sonst noch zu früh ist. Letzte Woche bekam ich die Einladung zum zweiten Vorstellungsgespräch, quasi dem Finale, welche Mittwoch stattfinden soll. Ich werde bei diesem Gespräch noch nichts sagen, da ich erst Freitag beim Arzt bin und noch nicht mal weiß, ob alles gut ist. Nun stelle ich mir aber schon die ganze Zeit die Frage ob ich ehrlich sein soll, wenn mir tatsächlich der Vertrag angeboten wird. Rechtlich muss ich das natürlich nicht und ich habe ja auch keine Garantie, dass die Schwangerschaft diesmal gut geht, davor habe ich die meiste Angst. Im Zweifelsfall bin ich ehrlich und bekomme den Job dann nicht und verliere auch noch das Kind. Dann stehe ich am Ende mit nichts da. Alles in mir schreit mich jedoch an, ehrlich zu sein. Ich möchte doch nicht direkt mit so einer "Lüge" dort einsteigen. Ich habe noch eine Kündigungsfrist, würde also erst im November anfangen und Ende Januar dann in Mutterschutz gehen. Ich finde es nicht richtig, den neuen AG so zu verarschen, auch wenn es vielleicht dumm von mir ist. Der AG hat sogar in der Firmenphilosophie ganz groß geschrieben, dass Wert auf Ehrlichkeit und Offenheit gelegt wird und das kam bisher in den Gesprächen bei mir auch so an. Generell scheint es ein sehr soziales Unternehmen zu sein. Ich bin hin und hergerissen... ich möchte mir so eine super Gelegenheit natürlich nicht versauen - wenn ich den Job überhaupt angeboten bekomme - andererseits möchte ich auch von Anfang an mit einem guten Vertrauensverhältnis einsteigen, da ich idealerweise ja lange Zeit dort arbeiten möchte. Die einen sagen mir ich wäre bekloppt, wenn ich es sage, einige sind aber auch meiner Meinung, dass es besser ist, ehrlich zu sein. Habt ihr hierzu Meinungeno der sogar Erfahrungen?
In einer vergleichbaren Situation war ich ehrlich und das habe ich nie bereut. Ich kann mich im Spiegel anschauen, bin mit mir im Reinen. Aber nachvollziehbar wäre auch, es nicht zu sagen. Letztlich deine Entscheidung!
Hast du die Stelle denn trotzdem bekommen?
Nein. Aber es ist nicht so, dass ich abgelehnt wurde, ich habe es offen angeboten, zumal ich eigentlich noch einen Schritt weiter war, ich war schon genommen und hatte einen Termin zur Vertragsunterschrift.
Ich würde bei der Wahrheit bleiben und ehrlich sagen, dass ich den Job zwar sehr gerne hätte, allerdings die Firma nicht nach 2 Monaten (im Falle einer intakten Schwangerschaft, wovon wir ausgehen) hängen lassen möchte. Dann würde ich noch erwähnen dass das also nicht mein Stil ist und dass ich - wie schon nach Kind 1 - bald wieder arbeiten möchte, und sehr glücklich darüber wäre, wenn ich nach der Elternzeit einsteigen könnte. Bei meiner Schägerin war es so. Sie hat mit ehrlichen Karten gespielt und ihr AG hat sie dann 1,5 Jahre später nach ihrer Elternrzeit eingestellt.
Ich würde schweigen... noch gibt es keine Zusage, bis zur Zusage kann noch viel passieren und wenn die Zusage im September käme, ist immer noch Zeit für Vertrag und eine Mitteilung. Du bist ja gewillt bis Mutterschutz zu arbeiten, alles gut. Rest ist Berufsrisiko eines AG. Der verkraftet das.
Das ist dein gutes Recht die Schwangerschaft zu verschweigen. Man muss immer auf seinen Vorteil schauen, ist ja schließlich auch ne finanzielle Geschichte die du jahrelang sonst aus Baden musst.
Wenn Du schon weiter wärest mit der Schwangerschaft, wäre ich auch für Ehrlichkeit. So früh aber würde ich es nicht schon sagen. Die ersten drei Monate sind nunmal die riskantesten, da ist noch nicht 100prozentig sicher, dass alles gut verläuft.Ich finde, kein Arbeitgeber hat das Recht, von einer Schwangerschaft in der 7. SSW zu erfahren. So früh würdest Du es ja auch bei einem laufenden Job noch nicht sagen. Wenn die Firma so fair und sozial ist, dann verkraftet sie auch eine Schwangere, die eine Weile ausfällt und dann bald wiederkommt. In Frauen- und Familienfreundlichkeit zeigt sich ja gerade das Soziale und Moderne einer Firma, oder? LG
Es geht doch nicht darum, ob eine Firma eine Schwangere "verkraftet", sondern darum, dass da jemand, überspitzt gesagt, mit dickem Bauch anfangen wird und, kaum dass sie einigermaßen eingearbeitet ist, für mindestens ein Jahr wieder weg vom Fenster sein wird und der Arbeitgeber dann Ersatz suchen muss, für eine Mitarbeiterin, die er gerade neu eingestellt hat (und die Personalsuche und -einstellung ist ein nicht unerheblicher Aufwand, das beschreibt die Threaderöffnerin ja ganz gut). Etwas Berücksichtigung meiner Interessen als Arbeitgeber würde ich mir von einer neuen Arbeitnehmerin, die in meinem Betrieb arbeiten möchte (es ist ja nun nicht so, als wäre ein Arbeitsvertrag nur für den Arbeitgeber von Nutzen) schon erwarten, und eine bei Arbeitsaufnahme schon fortgeschrittene Schwangerschaft, von der ich als Arbeitgeber erst nach Unterzeichnung des Arbeitsvertrags erfahre, wäre für mich aus Arbeitgebersicht schlicht illoyal. Einen schlechteren Anfang für ein Arbeitsverhältnis kann ich mir kaum vorstellen.
Das sehe ich auch so.
Genau so sehe ich das ja auch... aber die entscheidende Frage ist dann doch: Würdest du die Bewerberin einstellen, wenn sie ehrlich ist? Das müsstest du als AG dann ja umgekehrt auch honorieren wenn du sauer wärst, wenn sie es nicht sagt. Zumindest nach einer Lösung/Alternative suchen, oder? Sonst hat man ja wirklich null Motivation ehrlich zu sein bzw. braucht man als Frau im gebährfähigen Alter überhaupt nicht auf Jobsuche gehen...
In unserem Betrieb (wir sind drei Chefs und treffen Personalentscheidungen gemeinsam, aber ich denke, ich spreche da auch für meine Kollegen) würden wir Ehrlichkeit an dieser Stelle erwarten und auf jeden Fall honorieren. Allerdings nicht dergestalt, dass Du 2-3 Monate bei uns arbeiten solltest, um dann in Mutterschutz und Elternzeit zu entschwinden, das macht für unseren Betrieb keinen Sinn. Vorbehaltlich rechtlichen Bestands (das ist im Arbeitsrecht ja immer so eine Sache) könnte ich mir eine Lösung dahingehend vorstellen, dass wir einen Arbeitsvertrag mit Beginn der Arbeitsaufnahme erst nach der beabsichtigten Elternzeit anhören, mit der Option eines früheren Beschäftigungsbeginns, wenn die Schwangerschaft "scheitern" sollte (allerdings müsste man dann auch ein genaues Datum fixieren). So etwas in der Art würden wir anbieten, wenn Du unsere Wunschkandidatin wärest und "nur" die Schwangerschaft im Wege steht. Damit hätten wir eine gewisse Planungssicherheit (wir würden die Stelle dann halt befristet anderweitig besetzen, das Auswahlverfahren läuft ja noch) und Du eine Perspektive in unserem Betrieb. Aber andere Arbeitgeber sehen das natürlich anders, klar.
Also das wäre tatsächlich die absolute Traumlösung und mir auch lieber als erst 3 Monate da sein und direkt wieder raus... wenn man wüsste, dass alle Arbeitgeber das so handhaben wäre man viel entspannter, denn das ist fair für beide Seiten. Naja ich warte jetzt mal morgen das GEspräch und vor allem die Untersuchung am FReitag ab. Bis dahin weiß ich ja nicht mal, ob die SChwangerschaft überhaupt intakt ist... DAher hoffe ich auch, dass sie sich nicht direkt Donnerstag melden, dann wäre ich echt in der Zwickmühle XD Vielen Dank für eure Meinungen! DAs hilft mir wirklich sehr!
Ich habe Felicas Vorschlag gelesen und finde ihn für Deine konkrete Situation richtig, so würde ich es auch machen. Zumal Du auf die Weise, wenn die Firma sich tatsächlich für Dich entscheiden sollte, auch direkt ausloten kannst, ob das mit der Offenheit, Ehrlichkeit und dem Sozialen ernst gemeint ist oder nur so ein Marketingspruch ist ^^
Klappe halten, Job nehmen und zusehen dass du A) beim alten AG einen aufhebungsvertrag machst und sofort beim neuen AG anfangen kannst Und B) um guten Willen zu zeigen, kannst du anbieten auf den vorgeburtlichen Mutterschutz zu verzichten Wenn du dann einige Wochen dort arbeitest, kannst du die Karten auf den Tisch legen.
Ich bin da wo dazwischen. Ich würde beim nächsten Termin noch nichts sagen, auch weil du ja noch gar keine Bestätigung vom Arzt hast. Hättest du die bereits, sähe es wohl anders aus. Aber so würde ich persönlich noch schweigen. Sollte es dann doch dazu kommen das man dir den Job anbietet, wäre das dann der Zeitpunkt wo ich es auch sagen würde. In dem Falle auch mit einem konkreten Vorschlag wie es weiter gehen soll. Eine Option wäre es ja auch dann in der EZ dort zu arbeiten wenn Bedarf.
So in etwa habe ich mir das auch gedacht, zumindest nach relativ kurzer ZEit, einem halben JAhr oder so zumindest anzubieten einen TAg die Woche zu arbeiten. Ist halt die FRage ob das der Firma was bringt. NAja werde ich wohl nur abwarten können. Morgen Gespräch und FReitag Arzttermin. WAs mach ich nur wenn die sich schon Donnerstag entscheiden ^^;; Aber ich glaub so schnell geht'S nicht...
Du wirst hier, genauso wie in deinem Umfeld, auch zwei Meinungen lesen. Die einen, die den neuen AG "anlügen" würden und die anderen, denen Ehrlichkeit wichtig ist. Ich gehöre auch zu jenen, die ehrlich wären.
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