Mitglied inaktiv
Hallo Wer sich mal kritisch mit seiner Mutterrolle auseinander setzen möchte, der sollte sich mit dem Buch : Die deutsche Mutter von barbara Vieten beschäftigen ich habe hier ein Link reingestellt. http://wasweissich.twoday.net/stories/1834064/ Das Buch ist wirklich interessant. ich würde mich über einen Diskursionsclub zu diesem Thema freuen. Grüße Steffi
ich habe das buch selber nicht gelesen, sondern nur die kritik die in dem von dir gegebenen link....und dazu will ich nunmal stellung beziehen. zu anfang will ich mich kurz nochmal erklären, damit ihr meine meinung vllt. versteht. ich bin erst 21 jahre und kenn mich da nicht so aus mit dem kinder kriegen...das wird nun mein erstes kind. ich bin gelernte sozialassistentin und hatte als unterrichtsfächer sehr viel pädagogik und vorallem auch psychologie. in dem text kam deutlich heraus, dass die person probleme hat bzw. es nicht gut findet, wenn die frau mindestens ein jahr lang ihr kind erzieht....es kennen lernt und eine sichere bindung aufbaut, auch urvertrauen genannt! die pädagogen in diesem land sind nicht schlecht und auch früher hat man schon erkannt, dass es sehr wichtig für die psyche des kindes ist, viel nähe und umgang zu den eltern zu haben. trotz der finanziellen schwierigkeiten in denen dieses land steckt, sollte man trotzdem an das kind denken und vorallem auch an die eltern. gerade eltern die ihr erstes kind bekommen, haben soviele ängste und sind so unerfahren... ich denke nicht das 3 monate dazu ausreichen, sich an die neue rolle zu gewöhnen und ihrer pflichten bewusst zu werden (bzw. auch die rollenverteilung klar zu machen) ich denke das 3 monate eindeutig zu wenig sind und da unser staat sowieso wenig kinder bekommt, ist es schon io das er uns unter die arme greift. und wo wir eben bei unserem staat sind....er ist nichtmal schlecht angesehen was wohl auch das resultat der erziehung der kinder und dem familienverhalten und so ist. ich denke das es ein stück weit auch der neid der anderen ist, dass sie eben schon sehr früh wieder arbeiten gehen müssen. naja, und außerdem, werte und normen sind in jeder gesellschaft anders verteilt und dies ist auch richtig so!
Hallo im Buch selbst geht es über die Mutterrolle speziall hier in Deutschland, die sich stark unterscheidet von anderen europäischen Ländern. ich persönlich könnte nicht so früh wieder zur arbeit gehen, finde mich jedoch schon in der typisch deutschen Mutter wieder, die zu Hause bleibt, anstatt endlich mal wieder selbst Geld zu verdienen. Dafür gibt es äußere Umstände ( Niedersachen, fast gar keine Krippenplätze und Halbtagskindergärten) aber auch innere Widerstände ( bin ich dann noch eine gute Mutter, wenn ich so früh wieder zur Arbeit gehe) 3 Monate nach der Geburt, das steht für mich persönlich außer Frage, weil ich auch gern stillen möchte ( bin mit dem 2. Kind schwanger) aber trotzdem habe ich irgendwie das gefühl, mein Diplom (Studium) am Kreissaal an die Gardrobe gehängt zu haben und vergessen zu haben ( na, diesmal möchte ich das Diplom wieder mitnehmen ;-)) Was nun ist der richtige Weg? ich finde die Gedankenansätze von Barbara Vieten sehr interessant und auch provokativ ( ein Grund, weshalb ich Euch das Buch so nahe lege). Ganz sicher muss mehr für die Bildung der Mütter getan werden, damit sie nicht zwischen den Kochplatten versauern. dabei kommt es nicht darauf an, Akademikerinnen zu bilden, sondern auch nach den Interessen, die unterschiedlich sind. Es muss noch eine Menge gemacht werden Grüße Steffi
man kann sicher auch ne gute mutti sein wenn man früh wieder arbeiten geht, aber ich denke das ist nicht gut fürs kind....absolut nicht! ich selber habe eben meine 2. ausbildung abgeschlossen und woltle eigentlich arbeiten gehen...naja das verschiebe ich nun um 1 jahr....ich glaube nicht das nur in deutschland die mütter erstmal daheim bleiben, sondern auch in anderen ländern sowas ist. aber gut dann nennen wir das phänomen mal eben "deutsche mutti".... ich werd auch eine...habe mir vorgenommen ein jahr daheim zu bleiben und danach eine tätigkeit aufzunehmen. das hat nichts damit zu tun das ich mich darin sonne mutti zu werden/ sein, sondern eher etwas das ich meine pflichten wahrnehme und aus der geburt eines kindes erheben sich wahrlich wichtige pflichten. worum es in dem buch geht, habe ich verstanden, ich meinte vorhin nur, dass ich es noch nicht gelesen habe....werd ich mal machen. danke für den buchtipp.
Du schreibst "Mutti", kommst Du eher aus dem Osten oder Westen von deutschland? Da hat die Autorin auch einen interessanten Aspekt gebracht. In der DDR waren früher die Anzahl der Krippen und ganztagsbetreuungsangebote recht hoch. Die BRD hatte das traditionelle Familienbild ( jetzt mal krass Papa geht jagen, Mama bleibt mit den Kleinen in der Höhle) propagandiert, um einen Gegensatz zur DDR zu bringen und das, obwohl zur gleichen Zeit in Frankreich und auch in den skand. Ländern auch eine liberalere Familienpolitik eingeführt wurde. In der DDR hatten auch prozentual mehr Männer sich am Haushalt beteiligt und es gab mehr Frauen in mittleren Führungsebenen. Nun, so nach der Wiedervereinigung, ist die Arbetslosigkeit der Frauen in den neuen Bundesländern wesentlich stärker gestiegen, als bei den Männern, die Männer helfen weniger im haushalt und die mittelere Führungsebene ist auch wieder mehr an die Männer gegangen, weil die Frauen sich dem westdeutschen Mutterbild angepasst haben. Wenn Du Zeit hast, besorg Dir das Buch, wird Dich an manchen Stellen ärgern 8 tut es mich auch) aber auch neue Gedankengänge freilegen Grüße