Babynr1.
Hallo zusammen , mir liegt etwas sehr schweres auf dem Herzen, ich bin 18 Jahre alt und seit einem Jahr mit meinem Freund zusammen (ebenfalls 18) , wir wollen beide mal Kinder nur nicht jetzt, er meinte immer wenn ich jetzt schwanger werde treibe ich aber ab, ich hab immer zugestimmt und nichts großes draus gemacht, und dann war er aufeinmal da, der positive Schwangerschaftstest, ich wusste nicht was ich machen sollte und nach ein paar Tagen erzählte ich es ihm, er meinte sofort "abtreiben" er meinte „abtreiben oder wir gehen getrennte Wege“, er wolle nichts wissen über mich oder das Kind, und kein einzigen Cent zahlen. Ich war schockiert und vorallem zerrissen weil egal wie ich schockiert war, verletzten mich seine Worte trotzdem, ich meinte das ich bis zum ersten Ultraschall warten werde und was passiert , vielleicht geht es ja ab , es vergingen 3 Wochen und er meinte ab und zu mal "du treibst aber ab ja" ich meinte immer "ja alles gut" „ich warte bis zum Termin“ ,dann der Ultraschall es war freitags und ich weiß noch wie ich gezittert habe und dann war da dieses kleine Wesen, der Herzschlag der Kopf und der Umriss , ich habe kein Wort gesagt , ich war nicht glücklich nicht traurig , später im Auto habe ich geweint weil ich nicht gesagt habe das ich abtreiben Wolle zum Arzt, ich fuhr nachhause und erzählte es meiner Mama , sie war schockiert aber auch etwas glücklich, so langsam war ich auch glücklich- aber er wusste ja nicht das ich Freitag da war, einen Tag später rief er an , er möchte gerne mit zum Termin , ich war still und stimmte zu aber erzählte kein Wort über Freitag , da ich den nächsten Dienstag also nach dem Wochenende der Dienstag eh zum Arzt musste weil ich ins Labor sollte, also nahm ich ihn mit. so und dann standen wir da, wir saßen im Auto auf dem Parkplatz und ich meinte zu ihm er solle seine Augen schließen, und holte den Mutterpass vor , er fing direkt an "Nein" Zusagen und schüttelte mit dem Kopf , immer wieder nein bitte nicht , ich will das nicht , er weinte so dolle und flehte mich an , als er sich 5 min später beruhigt hatte gingen wir hoch zum Arzt , Stille zwischen uns , er schaute mich nicht mal an er meinte er kann mich nicht mehr angucken . Ich weinte ununterbrochen, denn einerseits wollte ich es selber erst nicht , aber der Ultraschall hatte alles verändert. Seitdem ist zwischen uns Funkstille , ich habe mein Sachen und Möbel von ihm geholt , er eiskalt und liebt mich nicht mehr. Er meint immer wieder das es vielleicht das einzige richtige gewesen wäre in meiner Situation abzutreiben. Am meisten ärgert er sich darüber das ich nicht direkt Freitag Bescheid gegeben habe , denn er meint er hätte mich beeinflussen können und ich hätte mich ganz anders entschieden. ich bin diesen Mittwoch in der 11. Woche , und fühle mich Schuldiger denn je, ich wollte ihn nie so dolle weh tun , aber ich wollte auch nicht abtreiben. Ich habe morgen einen Termin bei pro familia da mich das alles sehr belastet und ich immer wieder kurz davor bin nur für ihn abzutreiben , damit wir das Pärchen wie vorher sind das sich geliebt hat, damit all die Probleme gerade verschwinden. Ich leide seit einer Woche sehr stark da ich doll Liebeskummer habe , im nächsten Moment denke ich mir „ich möchte dieses kleine Wesen eigentlich haben“ Ich wollte immer früh Mutter werden und das riss mir den Boden unter den Füßen weg. Ich weine jeden einzelnen tag so dolle, weil ich ihn unfassbar liebe er ist mein erster Freund , außerdem denkt er ich Jubel ihm das Kind unter... Mich würde interessieren was ihr machen würdet , Bin ich schuld ? Oder die Hauptperson die Schuld hat weil ich es behalte obwohl er von Anfang an meinte er will es nicht?
Nein, du bist nicht Schuld! Du bist die Mutter und du trägst das Baby in dir und deshalb hast auch nur du allein das Recht, zu entscheiden, ob du das Baby behalten möchtest oder nicht. Es ist dein Körper! Natürlich kann dein Freund seine Meinung kundtun und du kannst ihn nicht zwingen, eine Vaterrolle für euer Kind zu übernehmen. Dafür scheint er auch vermutlich noch nicht reif zu sein. Aber er ist nicht derjenige, der durch den Prozess einer Abtreibung gehen müsste oder mit der Trauer und den Schuldgefühlen einer ungewollten Abtreibung leben müsste. Ich kenne Frauen, die abgetrieben haben. Diejenigen, die es eigentlich gar nicht selber wollten, haben es nie wirklich überwunden. Und deine Entscheidung scheint für mich schon sehr klar für das Baby zu sein. Du kannst dich ja bei Pro Familia beraten lassen, was du für Unterstützung bekommen kannst. Finanzielle Unterstützung, Familienhilfe etc. Und zu deinem Gedanken, abzutreiben, damit ihr wieder das Pärchen von vorher sein könnt - es würde doch sowieso nie wieder so sein wie vorher. So ein einschneidendes Ereignis lässt sich nicht einfach ausblenden und du würdest ihm mit Sicherheit nicht verzeihen können, wenn er dich zu einer Abtreibung drängt. Alles Liebe für dich!
Hallo du, deine Situation ist nicht einfach. Und es ist eine riesige Entscheidung die vor dir liegt. Hier solltest du allerdings allein auf dich selbst hören. Und dich nicht durch irgendwem zu einer Entscheidung drängen lassen. Es ist dein Körper und du musst mit deinen Entscheidungen leben. Überlege dir wie du dich in 5/10/20 Jahren mit deiner Entscheidung fühlst. Du schreibst du willst eigentlich nicht abtreiben und wolltest auch immer früh Mutter werden. Vielleicht sollte es dann für dich so sein, auch wenn es nicht die Vorraussetzungen sind, die du dir gewünscht hast. Eine Beratung bei ProFamilia ist eine gute Idee und du schreibst, deine Mutter freut sich, dann sprich doch auch nochmal mit ihr, wie könnte sie dich mit einem Baby unterstützen. Klar deine Gefühle und auch Schuldgefühle gegenüber deinem Freund sind normal. Allerdings dich derart zu drängen, ist von ihm nicht fair. Du musst durch die ganze Hormonumstellung und auch die ganzen körperlichen Herausforderungen durch, er nicht. Wie zuvor wird es nie wieder, das Thema wird immer zwischen euch bleiben egal wie du dich entscheidest und du hast auch keine Garantie, dass die Beziehung halten wird. Wie würdest du über eine Abtreibung denken, wenn ihr euch dann ggf. in ein paar Jahren dennoch trennt? Auch wenn es schwer fällt, solltest du auch das Bedenken und auch ob du ihm bei einer Abtreibung immer die Schuld geben würdest. Nur weil es jetzt ungeplant schwanger geworden bist, gibt es keinen Garantie, dass es in 5 Jahren oder so , wenn du es planst, auch wieder schwanger wirst. Ich bin schon einiges älter als du, ich bereue es allerdings jahrelang von meinem Ex hingehalten worden zu sein, was mein Kinderwunsch betrifft und ich dadurch Lebenszeit mit meinem Kind "verloren" habe.... Und neben Abtreibung und Kind selbst groß ziehen, gibt es auch noch die Option der Adoption. Also wenn du dich gegen eine Abtreibung entscheidest, hast du immer noch Optionen. ;-)
Hallo Nun, es ist immer schwierig, wenn ein Arzt den Bildschirm nicht wegdreht, den Ton nicht ausstellt und man das Ultraschallbild sieht und den Herzschlag hört. Du solltest nur abtreiben, wenn Du das selber möchtest und richtig in Deiner Situation anschaust. Du bist nicht schuld. Für eine Schwangerschaft braucht es immer zwei. Du schreibst, Du bist 18 Jahre alt. Was machst Du denn? Eine Ausbildung oder Studium? Mit Kind wird das nicht einfach werden. Zudem wirst Du alleinerziehend, was es noch komplizierter macht. Finanziell wird es auch nicht leicht werden, wobei er unterhaltspflichtig wird, aber er selbst momentan wohl kaum was beitragen kann, er ist ja auch erst 18. Wo wohnst Du jetzt, bei Deiner Mutter? Kannst Du dort bleiben? Es ist sicher gut, mal den Termin bei Pro Familia wahrzunehmen. Freundliche Grüsse tm
Hallo danke für deine Antwort, ich bin in der Ausbildung und habe noch ein Jahr vor mir, ich werde aber ausziehen da ich zuhause nicht klar komme mit allem was hier ist, zudem wohnen mein Ex und ich im gleichen Dorf was knapp 300 Einwohner hat, eine Bekannte hat mir gesagt , sie ist ebenfalls in der Ausbildung schwanger geworden und ausgezogen, sie hat aber auch die Wohnung bezahlt bekommen und den Kita Platz , da man ja nur 65% des Gehalts bekommt, ich habe keine Angst vor dem finanziellen, ich habe Angst vor dem allein sein im Wochenbett, vor die Geburt ohne Partner, keinen der einen Abends in den Armen nimmt , er wäre ja selber immer lange arbeiten (er ist im Bau) aber einfach das jemand da ist der einen liebt, in den Armen nimmt und deswegen vermisse ich ihn auch so. Ich wüsste das ich eine Abtreibung bereuen werde eines Tages , aber anderseits hätte ich direkt abgetrieben , wäre wir das Paar wie davor, seine Eltern sind sich komplett gegen mich und sind voll auf dem Sohn die Seite , sie haben sich auch nicht einmal gemeldet, während meine Mutter mir auch immer sagt , das sie ihn auch verstehen kann.... aber ihm wird das keiner sagen
Hallo, wie geht es dir heute? In den Antworten hier hast du viel Mut zugesprochen bekommen. Du merkst, du hast auch eine Auswahl an Beratungen. Du wirst selber am besten spüren, wo du dich gut verstanden und aufgehoben fühlst. Was hast du vom Gespräch bei Profamilia für dich mitnehmen können? Natürlich hänge dir die Trennung nach, das verstehe ich voll 😔 Schon deshalb kommen all diese Gefühle und du bist enttäuscht und verletzt. Und doch, wer weiß, wie sich eure Beziehung doch noch weiter entwickelt. So oft brauchen Männer eine ganze Weile, bis sie dich innerlich gefasst haben und sich der Frau dann doch wieder zuwenden. Ein Mann geht anders mit der Schwangerschaft um. Für ihn ist das alles viel weiter weg und er erlebt es nicht unmittelbar an sich... in sich. Auch wenn seine Eltern gegen dich sind ist es im besten Fall möglich, dass er sich besinnt, was er" möchte. Du hast fast die ersten drei Monate der Schwangerschaft gemeistert... mit all der hormonellen und körperlichen Umstellung und das Baby ist schon so weit gewachsen. Damit hast du körperlich und emotional enorm viel geleistet! Dass du alleine mit deinem Baby sein wirst - ich glaube dir, dass dir das zu schaffen macht. Was für Möglichkeiten siehst du, dass neben den staatlichen Hilfen deine Mutter dich unterstützen könnte oder wollte? Magst du ein Update schicken? Viel Kraft dir!
Du Liebe, was sollst du tun.... Zuerst - nein, du bist nicht schuld und dein Freund trägt genauso Verantwortung. Was du tief in dir drin für das Baby empfindest, ist so, so normal, das werden dir viele, viele Frauen bestätigen. Dein Freund kann es als Mann nicht nachvollziehen. Natürlich ist er sehr jung und es ist verständlich, dass er Panik hat. Dennoch sollte er sich (mit der Zeit) bemühen und dich so, wie du fühlst, anzunehmen versuchen. Bitte lass dich nicht weiter unter Druck bringen. Du bestimmst und du wirst es mit dem Baby schaffen. Deine Mama ist auf deiner Seite, richtig. Halte dich zu ihr und lass dich von ihr innerlich stärken. Als gute Adresse für dich empfehle ich dir Profemina. Einfach anrufen und du bist safe und bekommst emotionale und praktische Unterstützung. Viel Mut und Kraft! Es wird gut werden 💖