Hallo Zusammen! Nun steht fest: Unser fast 5-jähriger Sohn befindet sich im autistischen Spektrum. Die Diagnose wurde Ende März gestellt. Für uns kam das nicht ganz überraschend, da wir es bereits vermutet hatten. Aktuell bekommt unser Sohn Frühförderung in der Kita sowie Logopädie, und perspektivisch wird noch eine spezifische Therapie hinzukommen. Im Moment beschäftigt mich vor allem das Thema Schule, auch wenn es eigentlich noch etwas Zeit hat (er wird nächstes Jahr im September eingeschult). Deshalb würde ich mich sehr über Erfahrungen von Eltern freuen, deren Kinder eine ähnliche Diagnose haben. Wir hatten weitere Termine im SPZ – einmal bei einem Kinderarzt und einmal bei der Psychologin, die die Diagnose gestellt hat. Die Einschätzungen waren teilweise so unterschiedlich, was mich etwas verunsichert hat. Der Kinderarzt hat sich viel Zeit genommen, einen guten Zugang zu unserem Sohn gefunden und meinte, dass standardisierte Tests bei ihm nur begrenzt aussagekräftig sind. Er hat den Eindruck, dass unser Sohn möglicherweise mehr Potenzial hat, als die Testergebnisse zeigen, und dass man individuell schauen sollte, wie man ihn am besten unterstützt. Die Psychologin hat sich stärker auf die bisherigen Testergebnisse gestützt und die Meinung des KiAs hat sie 0 interessiert. Außerdem hat sie im Gespräch mehrfach betont, dass sie unseren Sohn eher auf einer Förderschule sieht, vor allem wegen seiner aktuellen Schwierigkeiten in der Kommunikation (er spricht eher undeutlich und kann SmallTalks nicht führen, aber mit uns redet er wie ein Wasserfall) . Gleichzeitig bekommt er ja bereits gezielte Unterstützung durch Therapien (erst aber jetzt angefangen), sodass wir hoffen, dass sich dieser Bereich weiterentwickelt. Wir selbst würden uns aktuell eher eine Beschulung an einer Regelschule mit Schulbegleitung vorstellen. In unserem Ort gibt es auch eine Schule, die Erfahrung mit Kindern im Spektrum hat und bei der eine Schulbegleitung möglich wäre. Das hat sie komplett verneint Vielleicht noch als Kontext: Die Gespräche verliefen auch zeitlich sehr unterschiedlich – der Termin beim Kinderarzt dauerte fast zwei Stunden, während der Termin bei der Psychologin deutlich kürzer war, genauso hat der KiA bereits über 25 Jahre Erfahrung, die Psychologin - hat selber mir gesagt - hat nur paar Jahren.  Diese verschiedenen Eindrücke haben bei uns einige Fragen offen gelassen und beschäftigt mich einfach sehr. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Wir überlegen tatsächlich ihn vielleicht ein weiteres Jahr in der Kita zu lassen.