Elternforum Kinderwunschbehandlung

Was kann man noch tun?

Was kann man noch tun?

Hoppla123

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Hi, nachdem nun wieder ein negatives Ergebnis im Raum steht, wollte ich mal fragen ob ihr noch Ideen habt, was man noch untersuchen oder versuchen könnte? Wir sind Anfang 30 und brauchen ICSI wegen schlechtem Spermiogramm. Wir hatten jetzt in zwei Jahren insgesamt 5 erfolglose Transfers (Blastos) und eine Fehlgeburt in der 7.SSW. Ausbeuten war bislang ok, Befruchtungsrate bei 90%. Bei mir ist organisch alles ok und Hormonwerte normal. Der AMH liegt bei ca. 2. Es wurde eine chronische Gebärmutterentzündung behandelt und ich bekomme Infusionen wegen der Killerzellen. Trotzdem klappt es einfach nicht Haben wir irgendwas übersehen? Es ist so frustrierend, überall zu hören dass man ja jung ist und beste Voraussetzungen hat...


cmrx

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Antwort auf Beitrag von Hoppla123

Hab leider keinen guten Vorschlag, aber wollt dich wissen lassen du bist nicht allein. Wir sind aktuell 32 und 37 und versuchen schon alles mögliche seit Sommer 2016. Hatte bisher 2 IUI, 3 IVF Frischversuche und 3 Kryos. Insgesamt wurden bei den ivf/kryo 8 Top Blastos eingesetzt. Zwei Mal wurde ich mit einem Baby schwanger, aber hab beide verloren (MA). Aktuell hab ich mit der 4.IVF im langen Protokoll gestartet ... Viel Glück dir weiterhin


toga88

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Hallo, dazu was man noch tun kann, kann ich leider auch nichts sagen. Wollte nur mitteilen, dass wir in der gleichen Situation sind. Meine Frau und ich sind auch Anfang 30 und bei 3 ICSIs und einem Kryoversuch mit jeweils 2 Embryonen gab es nie eine Einnistung. Bei uns liegt allerdings eine Befruchtungsrate von unter 50 % vor und die Embryonen wurden bereits an Tag 3 oder 2 zurückgesetzt. Bei mir liegt Azoospermie vor und die Behandlung erfolgt mit vor der Krebsbehandlung kryokonservieren Spermien. Eine Gebärmutterspiegelung, eine Gerinnungsuntersuchung und ein Karyogramm bei meiner Frau waren alle unauffällig. So richtig erklären, woran das Einnistungsversagen und die schlechte Befruchtungsrate bei uns liegen kann man uns auch nicht. Finde es auch frustrierend, dass einem immer gesagt wird, man sei noch relativ jung und das werde schon klappen, und dann tut es das nicht.


Hoppla123

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Hi ihr zwei, Danke für eure lieben Nachrichten. Es tut mir leid, dass es bei euch auch noch nicht geklappt hat. Vielleicht muss ich lernen, dass man es nicht erzwingen kann durch Untersuchungen, Behandlungen, die richtigen Vitamine etc.. Auch wenn es schwer fällt. Bei anderen wirkt es so mühelos. Ich habe Sorge, dass uns irgendwann einfach die Kraft und das Geld ausgeht. Insbesondere letzteres macht langsam schon Druck. Ich wünsche euch von Herzen auch viel Glück weiterhin, hoffentlich klappt es bei uns allen auch bald


MayBelline

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Hey, Bei mir hat es auch lange nicht geklappt. Die Ausgangssituation war ähnlich wie bei dir. Bei mir alles super, Spermiogramm schlecht. Befruchtungsrate hoch und ich hatte immer viel zum Einfrieren. Trotzdem waren 10 Transfere mit jeweils 2 bis 3 Embryonen negativ. Im 11. Transfer mit 3 Blastos kam es zu einer kurzen Einnistung, die in der 6. Ssw endete. Danach ließ ich mir die Gebärmutterschleimhaut anritzen. Das wurde früher wohl immer gemacht, jetzt nur noch bei Einnistungsversagen. Dabei wird im Vorzyklus mit einem Katheter, ähnlich wie beim Transfer, die Gebärmutterschleimhaut verletzt. Ist etwas unangenehm, geht aber zum Glück ganz schnell und danach hatte ich keine Schmerzen mehr. Durch die Verletzung produziert der Körper eine dickere Schleimhaut,um die Verletzung zu heilen. Von den nächsten 3 Blastos hat sich dann im 12. Transfer endlich eine festgebissen. Meine Tochter ist heute 5 Monate alt. Ob es nun an der Verletzung der Gebärmutterschleimhaut gelegen hat oder daran,dass der Körper durch die vorherige Fehlgeburt auf Schwangerschaft eingestellt war, kann ich natürlich nicht sagen. Ach ja, ich habe den erfolgreichen Transfer im natürlichen Zyklus gemacht, die FG vorher war im künstlichen Zyklus. Ich drück dir die Daumen, dass es bald klappt


juli02

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Hallo, der Gedanke, dass man es nicht erzwingen kann, ist glaub ich richtig. Auch wenn es sich sch… anfühlt. Mein Problem war immer diese Hilflosigkeit, nichts tun zu können und das Gefühl von Kontrollverlust. Aber daran kann man leider nicht wirklich etwas ändern, außer vielleicht seine Einstellung… Nach fünf Transfers würde ich nicht aufgeben, wir haben sieben gebraucht. Die Chancen sind ja mit künstlicher Befruchtung nicht höher als auf natürlichem Weg, man hat dann quasi die gleiche Chance wie ein Paar, bei dem alles in Ordnung ist. Und da kann es auch 6-12 Monate dauern. Allerdings besteht natürlich auch eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass es nie klappt. Ich hab jetzt die genauen Zahlen und dem IVF-Register nicht im Kopf, ich glaube es war ein Drittel aller Paare, die nie ein Kind bekommen. Wir haben uns schon vor Behandlungsbeginn einen Plan B überlegt und nach jedem negativen Versuch in Erinnerung gerufen, was uns an unserem Leben, so wie es ohne Kind war, gut gefällt. Das hat zumindest ein bisschen geholfen. Aber erstmal nicht aufgeben, Einnistungsversagen ist es erst beim Transfer von 6 guten Embryonen. Und unser Glücks-Embryo war dann übrigens nicht mal besonders gut :) Alles Gute!


Hoppla123

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Antwort auf Beitrag von juli02

Ihr Lieben, Danke für eure Antworten. Wir haben uns nun entschlossen erstmal ein wenig zu pausieren und sicherheitshalber die Gerinnung noch mal zu testen. Das Anritzen der Schleimhaut wollen wir auch probieren. Uns würde es sehr schwer fallen, wenn wir den Kinderwunsch irgendwann loslassen müssten, auch wenn es nicht unser einziger Lebensinhalt ist und wir so wie es jetzt ist sicher auch glücklich sein können. Aber es würde mir zumindest sehr fehlen. Momentan ist zum Glück der Punkt noch nicht erreicht, wo wir aufgeben müssen, vielleicht spürt man wenn es soweit ist und es ist dann auch leichter sich damit abzufinden. Aktuell ist die Hoffnung noch da.