Gebe
Hallo zusammen, ich bin nach meinem Kryo-Abbruch gestern verzweifelt: Wir haben unsere erste ICSI durchgemacht. Grund dafür ist eigentlich die schlechte Qualität der Spermien meines Mannes. Ich bin mir gute Hoffnung reingegangen, da eigentlich alles so aussah als würde es gut funktionieren. 1. Ausgangssituation: Ich hatte man PCO aber habe es nach einem Jahr mit Mönchspfeffer geschafft eine regelmäßige Periode mit etwas längeren Zyklen zu bekommen 2. Stimulation: Stimuliert wurde mit 150 Einheiten Pergoveris (9 Tage lang) 3. Punktion: Es wurden 21 Eizellen punktiert 4. Entwicklung der Eizellen: Es konnten davon 9 Eizellen befruchtet werden, welche aber wegen Überstimmulation eingefroren wurden. Nun wurden im Kryo-Zyklus 3 Eizellen aufgetaut, welche alle das auftauen überlebt haben, und sich 5 Tage ohne Beobachtung und Auskunft zu Blastozysten entwickeln sollten Als ich nun gestern zum Transfer erschienen bin die schlechte Nachricht: Keine Eizelle konnte sich gut entwickeln. Nur eine Eizelle hat es zu einem sehr schlechten (auslaufenden) Mehrzeller geschafft. Aufgrund der geringen Chance wurde mir nun gar keine Eizelle transferiert. Da die 3 Eizellen nach aussage des Arztes schon "Schrott" waren gibt er mir keine Hoffnung dass die anderen 5 eingefrorenen Eizellen etwas werden und sagt ich soll direkt wieder mit einer neuen IVF von vorne anfangen. Er sagt dass die schlechte Qualität nur auf das einfrieren zurück zu führen ist. Der Arzt schlägt nun vor dass ich sofort (nach Abblutung) wieder mit der Stimulation anfange. Im Endeffekt mit leicht angepassten Protokoll (135 EInheiten Pergoveris am dritten Tag) und dann trotz drohender Überstimmulation auf das einfrieren zu verzichten. Nun meine Frage: 1. Besteht wirklich eine Chance, dass sich das nächste mal Blastozysten entwickeln? 2. Wäre es nicht sinnvoll zunächst Untersuchungen zu machen warum die Weiterentwicklung nicht möglich war, oder ein ganz anderes Protokoll zu wählen? Wie sind hier eure Erfahrungen? Vielen Dank für eure Unterstützung
Hallo, also erst mal das wichtigste, nicht den Mut verlieren. Auch wir haben aus dem harten Weg lernen müssen bei den wenigsten funktioniert es gleich im ersten Versuch. Auch bei uns ich das Hauptproblem die Spermien meines Mannes, mit jedem mal ein schlechteres Spermiogramm. Wir sind in unsere erste ICSI gestartet und waren überzeugt das klappt, es liegt ja "nur" an den Spermien. Ich habe GonalF gespritzt es sah alles soweit gut aus an PU hatten wir 14 Eizellen. Das böse erwachen folgte. Samstags war PU, Montags der Anruf es gab nur noch 2 befruchtete Eizellen die sich weiter entwickelt hatten (von den 14 war die Hälfte unreif und von den reifen ließ sich überhaupt nur die Hälfte befruchten) TF wurde auf PU+3 vorgezogen. Wir hatten PU+3 noch einen wunderschönen 16-Zeller eingenistet hat er sich leider nicht. Wir waren am Boden zerstört. Ich hatte eine Überstimulation die Wochen brauchte bis sie weg war. Wir hatten dann in der Klinik Nachbesprechung unsere Ärztin sagte Spermiogramm war nicht so dolle, evtl. waren in diesem Zyklus meine Eizellen auch nicht die beste Qualität. Sie sagte 3Monate Pause damit der Körper sich erholen kann, mein Mann sollte wieder Orthomol nehmen (diesmal durchgehend ab sofort bis Ende des zweiten Versuchs und dann 2. Versuch mit langem Protokoll und anderen Medis. Auch wenns hart war gesagt getan. Pause gemacht, mit Vorzyklus gestartet, dann im darauf folgenden Monat mit Pergoveris angefangen zu stimulieren. Ich glaube ich habe mit 1125 oder 150 Einheiten angefangen und diese wurden dann nach US und Bluttest hochdosiert bis PU. Am Anfang sah alles super aus dann der Schock wir hatten nur 6 Eizellen und es war schon vor PU klar 3 davon sind unreif. Warte ging aber nicht mehr. Also PU. Dann 5 Tage zittern dass das Telefon nicht klingelt. Es hat nicht geklingelt an PU+5 haben wir 2 wunderschöne Blastos zurück bekommen. Diesmal war meine Überstimulation noch größer, aber TF+12 der Bluttest war positiv. Die Überstimulation hat bis zur 12/13. SSW gedauert bis sie weg war aber wir sind mit unseren beiden Wundern in der 22. SSW. Ich hatte jedes mal eine Überstimulation, aber eingefroren wurde deswegen nie. Meine Ärztin hat jedes mal gefragt wie es mir geht und wie stark die Schmerzen sind die ich habe. Aber ich konnte immer laufen und sitzen, etc. Ich muss auch sagen so den Höhepunkt der Überstimulation hatte ich immer ers nach den Transfers. Also nicht verzweifeln, wenn ihr noch offene Fragen habt oder unsicher seid macht einen Termin mit eurem Arzt und klärt diese bevor ihr in den nächsten Versuch geht. Eine gute Klinik erklärt alles und geht auf alle Fragen ihrer Patienten ein und beantwortet diese. Ich drück euch die Daumen das es im nächsten Versuch klappt und ihr bald euer kleines Wunder bekommt.
Hey - auch von mir: Nicht den Mut verlieren. Es kann nächstes mal ganz anders aussehen. Leider kann man an den Gründen nicht viel forschen.. unsere Eizellen sind wie sie sind. Und Deine Ausbeute war mit 9 ja nicht schlecht!! . Wenn dein ein nicht so dolles Spermiogfamm hat wieso macht ihr keine ICSI?
Vielen lieben Dank Pünktchen für deine aufmunternde Nachricht. Das macht mir wirklich Mut, dass bei dem nächsten Versuch doch noch Hoffnung besteht. Ich freue mich sehr für euch und wünsche euch vieren nur das Beste :)
Danke Evelina, wir gehen jetzt mit neuer Hoffnung in die zweiten ICSI. Ich dachte wirklich, wenn das einmal nicht funktioniert dann nie. Im Internet hat man immer nur gelesen dass sich zumindest eine Blastozyste entwickeln konnte. Die Möglichkeit eine Eizelle davor einzusetzen wurde uns nicht gegeben. Die Entwicklung wurde nicht beobachtet.
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