Elternforum Kinderwunschbehandlung

Nach später Fehlgeburt klappts nicht mehr

Nach später Fehlgeburt klappts nicht mehr

sawidy

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Liebe Mitstreiter, könnt Ihr mir Mut machen? Ich bin 38 Jahre alt. Lebe in einer lesbischen Beziehung und weil es ein paar Mal per IUI nicht geklappt hat, sind wir auf ICSI umgestiegen. Habe ein PCO Syndrom u bin eben nicht mehr jung, sonst ist alles ok. Erster Frischversuch von 2 Blastozysten vor einem Jahr: positiv mit Zwillingen, leider wegen Zervixinsuffizienz verloren in der 21. Woche. Die Kinder waren gesund, haben nach der Geburt auch gelebt, warum mein Muttermund einfach aufgegangen ist, weiß man nicht sicher. Seitdem versuchen wir es erneut: Aber alle 7 eingefrorenen Kryovorkerne aus dieser ICSI haben sich nicht gut entwickelt. Die Hälfte etwa hat schon das auftauen nicht überlebt. Haben eine 2. ICSI gemacht, aber wegen Gefahr der Überstimulation mit Decapeptyl ausgelöst und auch kein HCG nachgespritzt. Die Schwangerschaftsrate im Frischversuch ist dabei gering, man setzt auf Kryos. Trotzdem wurde eine Blastozyste im Frischversuch transferiert: biochemische Schwangerschaft. alle 4 Kryoversuche (davon 2 mit guten Embryonen, 1 SET mit ner guten Blastozyste u 1DET mit 2 Mehrzellern) sind negativ. Insgesamt habe ich das Gefühl, Kryoversuche bringen gar nix. Leider neige ich im Frischversuch zur Überstimulation. Jünger werde ich auch nicht. Was soll ich tun? Hat jemand nach vielen neg. Kryos noch positives erlebt? Bringt es überhaupt was, weiter zu versuchen? Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass unsere verstorbenen Zwillinge die einzigen Kinder bleiben sollen... Traurige Grüße...


wowugi80

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Antwort auf Beitrag von sawidy

Das klingt wirklich sehr traurig, mein herzliches Beileid zum Tod eurer Zwillinge! Ich würde an eurer Stelle all eure Bedenken einmal mit euer Kinderwunschklinik besprechen. Und dann vermutlich einen Frischversuch mit einer geringeren Dosis Hormone starten. Man kann das ja eigentlich recht gut überwachen und wenn du zu Überstimulation neigst erstmal mit geringster Dosis starten und im Zweifel langsam erhöhen. Steigendes Alter ist da eher von Vorteil, deine eigenen Hormone wirken nicht mehr so stark mit. Die Frage ist aber auch ein bisschen, wie lang ist denn deine Geburt her? Vielleicht mag dein Körper noch nicht? Immerhin hast du da etwas grauenhaftes erlebt. Ich würde mir an deiner Stelle noch mal alternative Unterstützung holen. Ich selbst schwöre auf Osteopathie. Wenn bei mir irgendwas nicht im Lot ist, meine Osteopathin kriegt es wieder gerade geruckelt. Ganz viel Glück für euch und alles Gute!


Mörchen17

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Antwort auf Beitrag von sawidy

Hallo, es tut mir sehr Leid, was Euch widerfahren ist. Habe bei unserer ersten erfolgreichen ICSI (da war ich 38 Jahre) Ähnliches erlebt, späte Fehlgeburt mit Zwillingen (18. Woche), Ursache unklar. Ziemlich bald darauf haben wir zwei Kryoversuche gestartet, die beide negativ ausgingen. Ich habe dann ebenfalls große Sorge gehabt, dass ich nur auf tote Kinder (hatte zuvor schon einen Abort in der 10. Woche) blicken könnte, und mich nur schwer auf einen weiteren ICSI-Versuch einlassen können. Mein Mann hat mich überredet - und daraus entstand schlussendlich tatsächlich unser nun zweijähriger Sohn. Aber das hätte auch anders ausgehen können. Du siehst, es kann auch nach solch einer Tragödie nochmal klappen. Letztlich muss man sagen, wenn einen der Gedanke an ein Kind nicht loslässt, muss man es halt wieder und wieder versuchen. Eine andere Lösung sehe ich da nicht. Bei Dir und Deiner Partnerin käme vielleicht noch in Betracht, dass Deine Partnerin sich der Prozedur unterzieht? Alles Gute!


Hope27

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Antwort auf Beitrag von Mörchen17

Bitte gib die Hoffnung noch nicht auf!! Gemäß aktueller Studien aus den USA macht es keinen Unterschied, ob ihr es mit frischen Embryonen versucht oder einen Kryotransfer startet! Ich bin nach jahrelanger Behandlung nun mit 37 Jahren nach einem Kryotransfer (nur 1 Blastozyte) ab morgen in der 13 SSW. Lass ausschließlich dein Herz dir sagen, ob es vorbei ist oder ob ihr es weiter versucht! Ich wünsche Euch alles Glück und viel Mut und Vertrauen in euch selbst!


sawidy

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Antwort auf Beitrag von Mörchen17

Hallo, Danke für Deine Antwort. Sie hilft mir sehr. Einfach, weil es insgesamt auch in Foren wie diesen so wenig Menschen gibt, die in vergleichbarer Situation sind oder waren. Die meisten erleben eben frühe Fehlgeburten. Die sind ohne Frage auch Anlass zur Trauer. Aber es ist nochmal was völlig anderes, wenn man über die „kritischen“ 13 Wochen hinweg ist, sozusagen die Probezeit gemeistert hat. Und nochmal anders, wenn man schon Kindsbewegung oder so gespürt hat... ... da kommt man sich echt schwer vom Leben in den A.... getreten vor. Aber man sieht bei Dir: weitermachen lohnt sich! Ich werde es versuchen, so lange es geht.


Dani3112

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Antwort auf Beitrag von sawidy

Ich habe auch Ähnliches erlebt und bin froh, nicht aufgegeben zu haben! Unsere 1. ICSI war negativ. 2.ICSI positiv mit Zwillingen-die Freude war unendlich groß! Auch wir haben sie aus ungeklärter Ursache in der 20.SSW verloren! Das war grauenvoll! Drei Monate später hab ich eine erneute ICSI gewagt, obwohl die Ärzte nicht begeistert waren, dass ich mir nicht mehr Zeit gelassen hab! Wieder positiv!! Die Schwangerschaft war ganz schlimm und begleitet von Angst und Schmerzen und Frühgeburtsbestrebungen-aaaaber meine Tochter ist am Ende normal und gesund zur Welt gekommen! Es hat sich also gelohnt! Projekt Geschwisterchen:!1.ICSI positiv-Fehlgeburt 8SSW Danach Kryo: negativ Anschließend 4 Jahre Pause: dieses Jahr ICSI -positiv-jetzt bin ich in der 18.SSW-die Schwangerschaft ist auch wieder alles andere als schön... und obwohl die Zwillingsgeburt schon 8 Jahre her ist, ist sie und die Angst noch immer sehr präsent!!! Aber wir hoffen das Beste!!!! Bitte gib nicht auf!! Ihr werdet auch euer Glück in den Armen halten und es nie wieder los lassen! alles Liebe und viel Kraft für euch!!


Mörchen17

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Antwort auf Beitrag von sawidy

Wenn Du mal Bedarf zum "Reden" haben solltest, kannst Du Dich ruhig per PN melden. Ich habe damals nach der späten Fehlgeburt Kontakt zu einer Frau, die ich in einem anderen Forum kennengelernt hatte und von der ich wusste, dass sie Ähnliches erlebt hatte, aufgenommen; bei ihr kam es schlussendlich ebenfalls zur Geburt eines quicklebendigen Söhnchens, es hat gut getan, mich mit ihr etwas auszutauschen.


Micha76

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Antwort auf Beitrag von sawidy

Vielleicht ein bakteriologisches Problem?


sawidy

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Antwort auf Beitrag von Micha76

Plasmazelldiagnostik und NK-Zellen unauffällig