Wunschkindlein3
Hallo zusammen, ist bei einer Spermien-Eizell-Interaktionsstörung eine Schwangerschaft auf natürlichem Wege komplett ausgeschlossen? Wie sind da eure Erfahrungen? Ist jemand von euch auch betroffen oder kennt ihr jemanden, der betroffen ist? Kann man irgendwas mit Naturheilverfahren oder Nahrungsergänzungsmitteln dagegen tun? Wir leben ansonsten sehr gesund, wir trinken, rauchen nicht und ich esse viel Gemüse. Bei uns ist bis auf Nullbefruchtung 2016 bei der IVF (14 Eizellen) und ein Prolaktinom bei mir, das aber mit Dostinex medikamentös gut eingestellt ist, alles bestens gewesen. Hormonuntersuchungen beider Partner, Eizellreserve, Zyklusmonitoring, Postkoitaltest, Eileiterdurchlässigkeit, Bauch- und Gebärmutterspiegelung, 3 Spermiogramme, alles ohne Auffälligkeit bzw.sogar sehr gut. Der AMH-Wert bzw. meine Eizellreserve ist aktuell noch sehr gut, obwohl ich schon fast 37 bin. Probleme mit der Gerinnung gibt es auch nicht. Mein Mann hat ein top Spermiogramm, was Menge und Motilität angeht, hatte allerdings nur eine normale Morphologie von 4-6% und viele Kopfdefekte. Unser Arzt meinte, das sei bei der hohen Menge aber relativierbar und dass die Morphologie für den Eintritt einer Schwangerschaft generell keine große Rolle spiele. Vielleicht fehlt im Spermienkopf ein Enzym, dass für die Durchdringung der Eizellhülle unerlässlich ist. So genau weiß es keiner und konnte uns kein Arzt sagen. Ich weiß auch nicht, ob das, wenn es so sein sollte, ausnahmslos für alle Spermien gilt oder nur für die Mehrheit. Die Spermien griffen bei der IVF gar nicht an und nur ganz vereinzelt waren unterm Mikroskop welche an der Eizellhülle zu sehen. Diese Ursache für die Unfruchtbatkeit ist auch echt selten unter Kinderwunschpatienten. Durch ICSI (100 % Befruchtung bei der 1.ICSI bei 12 Eizellen) sind wir schließlich zweimal Eltern geworden. Bei der 1. ICSI, 1. und 2. Kryo wurde ich schwanger, also sehr schnell, wobei die erste Kryo in einer biochemischen Schwangerschaft endete. Wir wünschen uns noch ein weiteres Kind, aber mein Mann möchte aus verschiedenen Gründen keine ICSI mehr und an seiner Entscheidung ist nicht zu rütteln. Der Wunsch ist bei mir aber deutlich stärker als bei ihm. Wir verhüten jetzt seit 7 Jahren nicht mehr, auch zwischen und nach den Kindern nicht. Spontan bin ich nie schwanger geworden. Vor der ersten Schwangerschaft, wie gesagt, durch ICSI haben wir es über 3,5 Jahre auf natürlichem Wege versucht, davon über 1,5 Jahre ganz gezielt mit dem Clearblue Monitor. Es hat leider nie geklappt. Ich bekomme das Thema nicht aus dem Kopf und weiß nicht, ob ich noch Hoffnung haben oder eher versuchen soll, ganz mit dem Kinderwunsch abzuschließen. Jünger werden wir nicht mehr (fast 37 und fast 43). Ich habe einerseits keine Lust mehr auf Wunderhibbeln jeden Monat, andererseits kann ich es zum Eisprung aber auch nicht lassen. Bitte versteht mich nicht falsch. Ich bin überglücklich mit meinen zwei kleinen Kindern und sehr dankbar, dass sie nun endlich sind. Auf Teufel komm raus brauchen wir kein drittes Baby mehr, aber die Sehnsucht und die Ungewissheit zermürbt mich zusehends. Ich fühle mich hilflos. Angeblich ist alles wunderbar und trotzdem funktioniert es nicht. Ich danke euch und wünsche euch ein gutes, neues Jahr! LG
Wenn ich deinen Text so lese denke ich, beantwortest du deine Frage selbst. Du bist in 10 Jahren natürlich nicht schwanger geworden und die ivf war ein Reinfall. Die Chance natürlich schwanger zu werden strebt bei dir also auf Basis vergangener Daten gegen Null. Das zunehmende alter beider Parteien trägt auch nicht zur Verbesserung der Situation bei. Ich schätze, deine Chance auf eine natürliche ss in etwa so hoch wie einen 6er im Lotto. Was Naturheilverfahren betrifft kann ich dir leider nicht helfen, halte einen Erfolg jedoch bei einer so tiefgreifenden Störung eher für unwahrscheinlich. Rede lieber mit deinem Mann bezüglich des Kinderwunsches, denn ohne icsi wird das bei euch eher nix mehr.
Nicht 10 Jahre. Dann hast du mich falsch verstanden. Ich habe es wahrscheinlich blöd formuliert. Ich meinte, dass ich vor genau 7 Jahren die Pille abgesetzt habe (Januar 2013). In den 7 Jahren sind aber die zwei Kinder, Schwangerschaften, Stillzeiten und 5 Monate ohne Eisprung (vor Diagnostizierung des Prolaktinoms) und GV zum falschen Zeitpunkt mit eingerechnet. Echter Kinderwunsch vorm ersten Kind waren nur 3,5 Jahre, richtiges und gezieltes Hibbeln davon auch nur 1,5 Jahre. Beim zweiten haben wir es gar nicht erst normal versucht, sondern sofort die Kryo gemacht, die zum Glück sehr schnell erfolgreich war (2.Kryo). Und jetzt nach dem zweiten haben wir eh nur ganz selten GV, allein schon, weil es sich aum ergibt. Bei 10 Jahren hätte ich tatsächlich nicht gefragt, das wäre mir dann schon klar. Obwohl ich wie gesagt auch einige Wunder kenne, die nach sehr vielen Jahren noch spontan schwanger geworden sind. Mich würde halt nur interessieren, ob Paare, die das haben, generell komplett steril sind oder nur subfertil und es dauert einfach nur länger.
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