Elternforum Erster Kinderwunsch

Zwar nicht unbedingt was ganz neues, aber ...

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trotzdem, für alles zur Aufmunterung: ich lese hier im Forum immer mal wieder einige Beiträge. Auffällig fand ich eigentlich immer wieder, wie sehr der Kinderwunsch bei vielen schon "Lebensinhalt" geworden ist. Eine kurze Zeit war es auch bei mir so. Wir haben zwar schon ein Kind, aber wir wollten gern noch ein zweites. Mit einem Prolaktinom nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit. Auch andere Faktoren wie Alter, Gewicht usw. waren nicht unbedingt so, wie es ideal wäre. So kam es, daß wir uns nach ca. zwei Jahren "Übungszeit" drin enthalten waren drei Zyklen mit Clomifen, von dem Kinderwunsch verabschiedeten. Ich verkaufte die meisten "abgelegten Sachen" unserer Tochter, wir planten unsere Zukunft immer ausgerichtet auf drei Personen. Es ergab sich, daß ich wieder arbeiten ging und mein Mann zu Hause blieb. Wir kamen nach ca. zwei Monaten Eingewöhnungszeit eigentlich ganz gut klar. Es kam wie es kommen muß - oder auch nicht - unglaublich, aber wahr!! Ich bin schwanger, 9. SSW. Es ist irgendwie immer noch unfaßbar, bei der Arbeit weiß es nur eine "enge" Kollegin und auch im Bekannten- und Familienkreis halten wir uns noch "bedeckt". Wollte im Prinzip nur nochmal bestätigen, was man so häufig liest: wenn man sich nicht mehr so daran klammert oder sich ganz anderen Dingen widmet, dann klappt es. Ich bin wohl ein Paradebeispiel dafür. Wir haben uns nach den 3 Clomifenzyklen ganz bewußt gegen "weitere Maßnahmen" entschieden, weil wir uns zu sehr unter Druck gesetzt fühlten. - Es war die richtige Entscheidung. - Ich wünsche Euch allen eben so viel Glück. Ich hoffe für mich natürlich, das die Schwangerschaft gut verläuft usw. Aber ich gehe da positiv ran. Als dann, Kopf hoch, es wird schon noch!!


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Liebe Ute! Geschichten wie Deine hört man des öfteren. Schön, daß es bei Euch jetzt geklappt hat :-). Sicherlich ist eine positive und lockere Grundeinstellung für das Eintreten einer Schwangerschaft von Vorteil, ABER: Es gibt eben auch Paare, die trotz der lockersten Einstellung der Welt ohne medizinische Hilfe nicht schwanger werden KÖNNEN (z.B. bei verschlossenen Eileitern etc.). In unserem Fall sind zum Beispiel sowohl mein Mann als auch ich medizinisch gesehen nicht die fittesten in Sachen Fortpflanzung. Wir könnten unser Leben mit Yoga und Autogenem Training verbringen und würden trotzdem nicht einfach so schwanger werden. Für Paare wie uns ist es einfach nur belastend wenn immer wieder darauf hingewiesen wird, wir seien evtl. nicht locker genug.... Da macht man sich nur selber Vorwürfe und wird erst recht verspannt! Dann kommen so schlaue Ratschläge wie etwa die von meiner Oma: "Kind, geh oft spazieren und bete!" *grrrr*. Die Liste ist beliebig erweiterbar....jeder scheint die Lösung des Problems schon bei der Hand zu haben. Mir wurde sogar schon geraten, es mal mit einem anderen Kerl zu versuchen!!! Irgendwann reagiert man auf bestimmte Sprüche einfach allergisch und die Sache mit dem "lockerbleiben" ist eine davon. Was nicht heißen soll, daß es in DEINEM Fall nicht von Bedeutung war. Liebe Grüße, Fibi


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Liebe Ute, erstmal alles Liebe für dich und deine SS! Aber sonst kann ich mich Fibis Zeilen nur anschließen. Es gab eine Zeit da habe ich auch gedacht, dass es bei mir an der Psyche liegt, zum Glück hat dann mein FA mich von diesem Gedanken befreit. Er hält nix von diesem Psycho-Gequassel, vor allem wenn (wie in unserem Fall)ein wirkliches Problem vorliegt. Gute Ratschläge wie lockerlassen etc. tun da einfach nur weh... Trotzdem finde ich solche positiven Erlebnisse wie in deinem Fall sehr schön, nur darf man die nicht pauschal auf alle anwenden! Das war jetzt aber weder bös gemeint, noch eine Kritik!! Dir schicke ich liebe Grüße und lass es dir gut gehen! Doro


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Sicher ist es nicht zu pauschalisieren mit dem "Locker bleiben". Vielleicht hätte ich mir den Text sparen sollen. Er war ja nicht als Vorwurf oder so gemeint. Und - ich wollte eben auch dazu sagen, meine (unsere) Voraussetzungen waren alles andere als rosig. Mein FA hat das erste Kind schon als "Wunder" bezeichnet und die neurologin sah mich an als sei ich vom anderen Stern, als ich ihr von einer 2. SS berichtete. Mit einem Prolaktinom, ordentlich Übergewicht und Alter weit über 35 werdet ihr mir zustimmen, ist nichts selbstverständlich. Ich weiß das und deshalb freue ich mich (wir uns) auch sehr über diesen völlig unverhofften Glückstreffer und ich möchte mich auf diesem Wege noch einmal für Eure guten Wünsche bedanken.