Mitglied inaktiv
Hallo! Ích bin Tanina (24Jahre). Wir haben seit Aug.99 Kinderwunsch. War am Montag bei meinem FA. Er hat mir gesagt ich soll die nächsten 3 Monate die Temperatur mal messen und dann wieder kommen. Werd ich innerhalb dieser 3 Monate nicht schwanger, belkomme ich für die nächsten 3 zyklen Clomifem. Er glaubt aber, daß es bei mir wohl eher eine Kopfsache ist. *Seufz* Ich weiß nur leider gar nicht, wie ich mich ablenken kann. Wie macht ihr das denn so? Wäre für gute Tipps sehr dankbar. Alles Liebe und Gute Euch allen! Tanina
Liebe Tanina, tja, wenn wir Deine Frage beantworten könnten, wäre uns allen wahrscheinlich viel geholfen ! Da gibt es eben kein ultimatives Rezept. Ich bin froh, daß ich jeden Tag durch meinen Job abgelenkt bin. Schön sind immer die Stunden, in denen man nicht allein ist, also mit Freunden unterwegs oder so, da muß ich auch nicht so viel dran denken. Ansonsten bin ich grad dabei, mein Situation irgendwie zu akzeptieren , man kann es ja - außer den Sachen, die man sowieso schon macht, wie Arztbesuche, Tabletten, usw. - doch nicht ändern! Ich meine damit, es wird auch nicht anders, wenn man 24 Stunden am Tag drüber grübelt. Meiner Meinung nach sollte man versuchen, sein Leben ganz normal zu leben und auch andere Dinge neben den Kinderwunsch stellen, also nicht das ganze Leben vom KIWU beherrschen zu lassen. Jaja, ich weiß, leicht gesagt, ich kanns ja auch nicht so gut ... Irgendwo spukt es eben immer im Hinterkopf herum. Aber wie wäre es mal mit einem schönen Urlaub OHNE Termometer und Zykluskalender? Was habt ihr denn schon alles für Untersuchungen gemacht? 1,5 Jahre ist ja auch schon relativ lange... Liebe Grüße + melde Dich mal wieder! Heike
Liebe Tania, eine "Kopfsache" kriegt man ja nicht in den Griff, indem man sich ablenkt. Sondern indem man innen drin was an seiner Einstellung ändert - leicht gesagt, ich weiß. Ich habe mit meinem Mann zweieinhalb Jahre auf unsere Tochter warten müssen, und auch ich war ziemlich auf den Kinderwunsch fixiert. Bei mir hat geholfen, dass ich von der allmonatlichen Warterei eines Tages die Nase voll hatte. Ich habe mich mit einer Tasse Tee gemütlich hingesetzt und mir ganz ehrlich und offen überlegt, wie denn ein zufriedenes Leben für mich auch OHNE Kind möglich wäre. Das war sehr schwierig, weil sich erstmal alles gegen diesen Gedanken sträubt. Aber dann habe ich Pläne gemacht, wie mein Leben aussehen wird, wenn kein Kind kommt. Und dass dies nicht das totale Unglück bedeuten würde. Es gibt zum Beispiel da einige Träume und andere Dinge, die man nur ohne Kind verwirklichen kann. Das Problem ist, dass man meint, ohne Kind könne man nicht wirklich glücklich werden. Aber das stimmt nicht. Denn wer ohne Kind total unglücklich wäre im Leben, wäre dies garantiert auch MIT Kind. Ein Kind ist ja kein Garant für Glück, und es ist dafür auch gar nicht zuständig. Langen Gelabers kurzer Sinn: Ich habe aufgehört mit dem krampfigen Warten aufs Kind und angefangen, mein neues Leben zu leben. Das Leben war gar nicht so sehr neu im äußeren Sinne, sondern innen. Ich bin davon ausgegangen, dass eben erstmal kein Kind da ist und dass es keinen Zweck hat, ein Leben in der Warteschleife zu führen. Ich habe mich auf ein kinderloses Leben eingelassen - natürlich in der Hoffnung, dass dies kein Dauerzustand bleibt. Der innere Kurswechsel hat sich bewährt: Zwei Monate später war ich schwanger. Ich wünsche Dir, dass Du auch für Dich neue Horizonte und Perspektiven entdeckst. Denn wenn Du selbst Dich stark und zufrieden fühlst, wird sich vielleicht auch ein Kind einstellen - ganz von selbst. Liebe Grüße und alles Gute, Bonnie