Elternforum Erster Kinderwunsch

wegen thema abtreiben vom 5.11 07

wegen thema abtreiben vom 5.11 07

Mitglied inaktiv

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hallo vorweg ich will hier kein großes thema draus machen gehöre auch eigendlich gar nicht hier her dies mal vorweg. aber ich bin ja schockiert wieviele doch das recht sich raus nehmen würden hier über leben und tot zu entscheiden ich selber habe ein schwerbehindertes kind und könnte mir meine tochter heute nicht mehr weg denken jetzt bin ich das zweite mal schwanger und habe mich gegen alle weitenen untersuchúngen wie FU und NFM entschieden denn wer ein kind machen kann sollte es auch mit allen konsequenzen bekommen denn wer a sagt muss auch b sagen können . außerdem mal so eine frage was würdet ihr machen wenn euer kind meinetwegen mit 4 j nen schweren unfall hat und auf grund dessen schwerst behindert wird würdet ihr es dann weg geben ?!?! denkt mal drüber nach !!! sorry das ich da so direkt bin aber wie gesagt ich hab nen 100 % schwerst behindertes kind LG ki-ch-02


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Ich nehme mir jetzt mal die zeit, auf dieses Posting zu antworten. Ich kann dich sehr gut verstehen, dass du so reagierst, da du selbst betroffen bist. Ich ziehe den Hut vor dir, dass du das schaffst, und dass du dich dazu entschieden hast, das kind zu bekommen. Ich könnte es nicht. Und ich will versuchen, dir meine Einstellung etwäs näher zu bringen bzw. zu erklären: Wenn man sich für ein Kind entscheidet, verändert das das ganze Leben. Egal ob mit einem behindertem Kind oder einem "normalen" Kind. Man muss oder soll seine eigenen Bedürfnisse zurückstecken, und ist nur mehr fürs Kind da. Man füttert die Kleinen, kuschelt mit ihnen, wickelt sie, schmusst mit ihnen und all die Sachen die noch dazugehören. Doch irgendwann ist es so, dass auch die kleinsten Babys erwachsen und selbständig werden. Sie brauchen uns immer weniger. Klar ist man immer für sein Kind da, egal was passiert, aber irgendwann hat man wieder etwas mehr Zeit für sich. Ich kann mal einkaufen gehen, ohne dass ich jemanden suchen muss, der auf das Kind aufpasst. Ich kann man übers WE mit meinem Partner verreisen. (Hängt natürlich vom alter des Kindes ab) Sicher kann man das auch mit einem behindertem Kind, aber ich muss mir immer jemanden suchen, der mein Kind in der Zwischenzeit verpflegt. Ich kann eine behindertes Kind mit 15 Jahren zum Beispiel nicht mal alleine Daheim lassen. Das geht nicht. Irgendwo verliert man da auch die Selbstständigkeit von einem selbst. Und dazu bin ich nicht bereit. Es kann in deinen Ohren egoistisch klingen, und du kannst auch sagen, ich sollte nie Kinder bekommen, aber das ist meine Einstellung. Ich liebe kinder, und ich möchte auch Kinder haben, aber ich möchte auch irgendwann mal wieder selbstständig sein. Irgendwann möchte ich auch meinen Bedürfnissen wieder nachgehen können, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben und immer jemanden zu fragen ob er sich um mein Kind kümmern kann. Ich sage nicht dass behinderte Kinder kein Recht zu leben hätte, aber es ist immer noch von jeder Frau selbst die entscheidung ob sie es schafft oder nicht. Ob sie bereit ist, ihr komplettes Leben zu ändern oder nicht. Ich wäre es nicht. Und dafür kannst du mich auch verurteilen. Es ist ein Blöder Vergleich, zu fragen was ist, wenn das Kind mal einen Unfall hat. Jede Mutter liebt ihr Kind. Und wenn es "normal" auf die Welt kommt und irgendwann mal einen Unfall hat, dann ist es Schicksal und ich muss damit leben, und werde auch versuchen, dass so gut wie möglich zu meistern. Aber ich glaube nicht dass es eine Mutter gibt, die ihr kind dann weg gibt. Also dieser Vergleich hinkt ein bisschen. Aber dass sind immer die Kommentare von denen, die die meinung von denen die ein behindertes kind nicht behalten würden nicht verstehen. Ich verurteile dich auch nicht, weil du ein behindertes Kind auf die Welt gebracht hast, also verurteile du auch diese Personen nicht, die sich dagegen entscheiden. Egal wie die Entscheidung ausgeht, ich glaube nicht, dass sich diese Entscheidung jemand leicht macht. Wie gesagt ich ziehe den Hut vor dir, aber verurteile keinen, der deinen Mut, nicht hat. liebe grüsse


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Hallo! ich muss sagen, ich bin beeindruckt, wie du stellung bezogen hast. Wir bzw. mein mann hat auch eine behinderte tochter, wir haben noch kein gemeinsames kind. das leben mit ihr ist toll, aber ich kann deine ansicht total verstehen und habe meinem mann auch gesagt, dass ich selber nicht weiß, ob ich die kraft und den mut hätte. ich bin auch der ansicht, dass man niemanden für seine eintscheidung verurteilen darf, denn da steckt noch mehr verantwortung drin! danke nochmal für deinen beitrag!


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Ich denke auch, das zu diesem Thema jeder seine eigene Meinung hat und auch für sich persönlich entscheiden darf, was er in so einer Situation tut und was nicht! Ich denke, da sollte niemand Urteilen drüber. Ich selber bin damit überfragt und will garnicht darüber nachdenken, was ist wenn.... Man sollte aber nicht die Leute angreifen, die sagen, das sie es nicht behalten würden! Das ist doch ganz allein deren Entscheidung! Und genauso sollte man aber vor denen den Hut ziehen, die sich das zutrauen und liebevoll um ihre Kinder kümmern! Und mal dazu, meine Cousine ist auch Schwerstbehindert, sie ist Taubstum, und das kam nur durch Ohrenentzündungen im Babyalter. Ich komm prima mit ihr klar und muss sagen, das sie zum Glück nicht geistig behindert ist! Ich denke, darin unterscheiden sich auch schwerste Behinderungen! Sie ist selbstständiger und selbstbewusster wie ich muss ich dazu mal sagen! Aber irgendwie ist sie für mich überhauptnicht behindert, denn das einzige, was sie nicht kann, ist hören! Naja soviel zum umstrittenen Thema! Also jeder hat nen recht auf seine eigene Meinung und auf seine eigene Entscheidung und von daher sollte man niemander verurteilen, nur weil man dessen Meinung nicht versteht und man selber es anders machen würde! Fertig! Gruss Sanni


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Klasse Beiträge, Mädls! Es gibt also doch noch Leute, mit denen man darüber in Frieden reden kann. Ich selbst hab mir das Thema (gerade in letzter Zeit) oft durch den Kopf gehen lassen. Wie man im Endeffekt handelt, kann man wohl erst sagen, wenn es soweit ist. Aber im Monment sehe ich das so: Es kommt immer auf den Grad der Behinderung an. Ein fehlender Finger oder kleinwüchsigkeit wären sicher kein Grund für mich, abzutreiben. Vermutlich auch nicht down-syndrom. Weil diese Menschen das Leben genießen können. Für eine Abtreibung würde ich mich vermutlich dann entscheiden, wenn ich wüßte, dass es mein Kind nicht schön hat, ein Leben nur unter größten Schmerzen fristen könnte und sein Leben lang sabbernd im Rollstuhl hocken würde, nicht sprechen, sich nicht mal selbst bewegen könnte und einfach aufgrund von körperlichen Fehlbildungen unsägliche Qualen leiden müsste. Ich denke, in diesem Fall würde ich meinem Kind das Leben ersparen. Ich selbst würde auch lieber sterben als z.B. durch einen Unfall so zu enden wie eben beschrieben. Und ich kann nicht meinem Kind etwas zumuten was ich selbser für mich niemals möchte!! Ja, ich glaube, ich würde diese Entscheidung vom Wohl des Kindes abhängig machen. Auch ich ziehe meinen Hut vor allen, die ein behindertes Kind aufziehen. Genauso wie ich meinen Hut vor den Frauen ziehe, die sich nach langem Überlegen und vielen schlaflosen Nächten zu einer Abtreibung entscheiden - wenn sie dies zum Wohle des Kindes tun. Denn der Gang in diese Klinik ist der wohl schwerste ihres Lebens. Bei einem ist meine Meinung allerdings klar - Abtreibung ist Mord - in jedem Fall! Nur erlöst auch Mord in manchen wenigen Fällen...


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Sehr schön ausgedrückt - so sehe ich das auch!