Mitglied inaktiv
Ich habe mal eine Frage an Euch, die mich schon ziemlich lange beschäftigt. Es gibt sehr viele Foren im Netz, wo die Frauen, die einen Babywunsch haben sich austauschen können, aber so wie ich das sehe, mache es die Männer nicht. Jedenfalls wenn dann sehr selten. Ich weiß, dass mein Freund sich auch ein Baby sehr wünscht, aber irgendwie will es bei uns nicht klappen, obwohl alles in Ordnung ist. Er redet auch nicht gerne darüber es bedrückt ihn schon, wenn ich ihm sagen muß, dass ich wieder meine Regel bekommen habe. Wie gehen Eure männe damit um? Reden sie darüber? Danke für die Antworten Jowi
Hallo Jowi, also ich kann mit meinem Partner offen über unseren Kiwu reden. Natürlich ist auch er immer traurig wenn es wieder nicht geklappt hat. Er sagt, dass es für ihn am schlimmsten ist, dass er mich nicht mit "Taten" unterstützen kann, da ich Hormone spritzen und zum Arzt rennen muss. Bin aber sehr froh, dass ich einen verständnisvollen Mann habe, denn manche Frauen werden von ihren Männern auch allein gelassen mit ihren Sorgen + Wünschen. Auf dass sich unsere Wünsche bald erfüllen! LG Doro
Bei uns war ich von Anfang an der treibende Keil, ansonsten würden wir wahrscheinlich immernoch verhüten. Als ich meinem Mann (damals noch mein "Freund") von meinem KiWu erzählte, musste er das erstmal verarbeiten. Das dauerte zum Glück nur wenige Tage, da zwischendurch Weihnachten war und wir unsern kleinen Neffen (damals 1 1/4 Jahre) zum ersten Mal live zu Gesicht bekamen. Da mein Mann öfter mal das "Kind im Manne" rauslässt und faxen macht, war der Kleine ganz angetan von ihm und ließ ihn nicht mehr in Ruhe. Kurz danach wollte mein Mann auch unbedingt ein Kind, und da Männer keine Ahnung haben, dachte er, wenn wir jetzt ins Bett gehen, bin ich morgen schwanger. Ich bedauerte in der Tat, dass mein ES gerade 3 oder 4 Tage zurücklag und klärte ihn erstmal auf. Im nächsten Zyklus wurde ich schwanger. Ab der 8.SSW lag ich im KH, wegen starkem Erbrechen. Das zog sich 8 Wochen hin, dann habe ich auf eigenen Wunsch die Klinik verlassen, obwohl es mir dreckiger ging als je zuvor. Meine Ärztin außerhalb der Klinik fand das Übel sofort: partielle Blasenmole (Chromosomenanomalie in der Plazenta, der HCG-Wert war um das 10-fache erhöht); ich musste von dem Kind Abschied nehmen, da wir sonst beide draufgegangen wären. Mein Mann wollte sogar schon früher, dass ich die SS abbreche, da er mich nicht länger leiden sehen wollte. Er wünscht sich zwar ein Kind, aber nicht um jeden Preis. 7 Monate später war ich wieder schwanger, hatte letzte Woche eine FG. Mein Mann zeigt seine Traurigkeit nicht. Er ist Realist und sagt, dass es nichts bringt ewig darüber zu trauern. Er ärgert sich auch, dass ich mir schon jetzt Gedanken darüber mache, dass es bei uns vielleicht nie klappen könnte. Ich bin froh, dass er mich nicht noch weiter runterzieht, sondern versucht, dass Positive aus jeder Situation zu ziehen ("dann können wir ja doch nach Schottland fahren"). Mir fällt das nicht so leicht, aber ich glaube, wenn er jetzt auch noch rumjammern würde, hätte ich gar keinen Optimismus mehr. Ich bin froh, dass wenigstens er locker an die Sache rangeht. Er schläft übrigens auch nur mit mir, wenn er genau weiß, dass ich Lust dazu habe. Von Zykluskalender und ES brauch ich ihm gar nichts mehr erzählen. Ich wünsche Euch alles Gute! Jenny
Hallo Jenny, hast Du einen lieben Mann. So viel Unterstützung hat wahrscheinlich nicht jede Frau mit Kinderwunsch. Ich hoffe, dass Du bald Deine Trauer überwinden kannst und das es danach sehr bald wieder bei Euch klappt. Denn eins ist sicher, ihr werdet ein Traumelternpaar sein. Einen ganz lieben Drücker Monika
Hallo Jowi, ich kenne Deine Situation sehr gut. Auch bei uns klappt es jetzt schon längere Zeit nicht, obwohl alles i.O. ist und wir sogar schon einen Sohn haben (hat im 2, Zyklus geklappt). Mein Mann kennt meinen Zyklus fast besser als ich selber und kann auch meine Stimmungen so gut deuten, dass er immer schon ein paar Tage vorher weiss, dass es wieder nicht geklappt hat. Auch geht er sehr offen mit diesem Thema um, so wie wir beide eigentlich. Wir reden (auch vor Freunden) über unseren Frust und bauen uns gegenseitig wieder auf. Falls es nicht mehr klappen sollte, so schweisst uns diese Zeit doch zusammen. Ich wünsche Dir, dass es bei Euch bald klappt Monika