Mitglied inaktiv
Also von meinen Freund der Arbeitskolege hat vor 10 Monaten ein Töchterchen bekommen. Leider kam sie mit Darmverschluss und Mukovitzedose zur Welt. Sie bekam schon wenige Tage nach der Endbindung einen künstlichen Darmausgang. Nach 4 Monaten konnte sie wieder normal Stuhlgang haben, also wurde sie wieder operiert. Muko wurde mit Medikamenten unterdrückt. Kurz gesagt der Kleinen ging es recht gut. Vor 5 Tagen bekam sie eine schlimme Erkältung, und leider auch wieder einen Darmverschluss. Die Zwei brachten ihre Tochter sofort ins KH. Die Ärztin sagte man müsse nicht operieren. Mit 2 Infusionen bekäme man das wieder in den Griff. Eine Infusion solte in die Vene die andere direkt in den Darm. Eine Krankenschwester hat nun diese beiden Infusionen verwechselt. Nun besteht Lebensgefahr . Sie leigt nun seit 5 Tagen auf der Intensiefstation und kämpft um ihr Leben. Was im Krankenhaus los war könnt ihr euch ja denken. Nun habe ich zu meinem Freund gesagt : das ich alles daran setzten würde damit diese Krankenschwester endlassen würde. Würde ich damit überreagieren wie mein Freund sagt, oder gebt ihr mir recht??!! Was würdet ihr machen? Das lag mir auf der Seele, auch wenn es eigentlich nicht hierher gehört. Danke fürs zuhören.Eure Jasmine
Also, eigentlich darf soetwas nicht passieren. Die Infusionen werden normalerweise supergenau beschriftet! Ich bin selbst Krankenschwester in einer Kinderklinik und weis wie genau man aufpassen muß. Nun gut es ist passiert. Die Reaktion von dir kann ich gut verstehen. Man versucht selbst seit Jahren schwanger zu werden und dann geht jemand so verantwortungslos mit einem wertvollen Leben um. Mich erschüttert oft auch der Umgang der Eltern mit den Kindern in der Klinik. Ich denke dann immer "Mensch seit doch Dankbar das ihr ein Kind habt und es gesund wird" Andererseits ist es so, das diese Krankenschwester höchstwahrscheinlich sowieso Schwierigkeiten bekommen wird. Einerseits vom Arbeitgeber, andererseits von Seiten der Angehörigen. Im schlimmsten Fall (was Gott verhindern möge, bekommt sie ein Verfahren). Abgesehen von der psychischen Seite, auch diese Krankenschwester geht im Moment sicher duch die Hölle. Na klar kein Vergleich zu den Eltern. Aber die haben im Moment sicher andere Sorgen als um die Entlassung der Krankenschwester zu kämpfen. Da zählt das Leben der Tochter. Ich würde dich bitten im Moment keine Hetzkampanie gegen das Krankenhaus und die Angestellte(n) anzufangen. Die Eltern brauchen im Moment alle Kraft um die Hoffnung und den Glauben an das gesundwerden ihrer Tochter nicht zu verlieren und dieser das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln. Dafür müssen sie Vertrauen in das Personal der Intensivstation haben. Da ist kein Raum für Rache im Moment!!!! Ich drücke der Familie ganz fest die Daumen und bin sicher das alles Menschenmögliche getan wird um dem Mädchen zu helfen.Für die emotionale Seite muß auch das Umfeld mit sorgen. Sei nicht böse für meine offenen Worte und sei lieb gegrüßt!!! Anja
Ich bin kein Unmensch und auch nicht unsensiebel. Ich arbeite selber als Krankenpflegehelferin. Und das letzte was ich jetzt tun würde, wäre die Eltern auf die Krankenschwester aufzuhetzen. Ich fände die Endlassung nur angebracht. Ich habe gelernt die Infusion noch mal nachzukontrolieren bevor ich sie nun letztendlich anschließe. Das hätte diese Krankenschwester auch tun müßen. Ich weiß was in Krankenhäuser manchmal so abgeht. Ich selber finde es nur Hammerhart. Ich kann mir auch gut vorstellen, wie es dieser Krankenschwester jetzt geht. Ich reagiere nur manchmal impulsiv, und da bringen mich die Meinungen anderer, so wie deine jetzt, erst mal wieder auf den Teppich. Aus diesem Grund frage ich hier nach. Ich würde niemals eine Hetzkampanie führen. Wer weiß, was auf mich noch alles wartet. LG Jasmine
War auch nicht böse gemeint.Ich sag ja ich kann dich auch gut verstehen. Vielleicht habe ich mich zu hart ausgedrückt. Tut mir leid. Bei Kindern reagieren wir wohl fast alle etwas impulsiv. Habe heute auch nicht meinen besten Tag (siehe heute morgen) Also Alles Liebe. Anja
Ich wuerde auf alle Faelle eine Klage gegen das Krankenhaus nicht gegen die Schwester anstrengen! Meiner Meinung nach haette eine Krankenschwester ein solche Art von Infusion garnicht ohne Aufsicht eines Arztes anschliessen duerfen. Wenn sich das ehepaar weiter Schirttte ueberlegt, dann sollten sie es noch jetzt tun bevor zu viel verschleiert werden kann und es zu lange her ist- wer weis wie lange es sich hinzieht bis es zum Prozess kommt! Gruss Susi